Politik | 26.03.2026, 13:20 Uhr

Joachim Streit weist Vorwürfe aus Koblenz entschieden zurück

„Jetzt ist Verantwortung und Geschlossenheit gefragt, nicht persönliche Abrechnungen“

Koblenz. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler Rheinland-Pfalz und stellvertretende Bundesvorsitzende, Joachim Streit, hat die Vorwürfe aus der Koblenzer Kreisvereinigung um Stephan Wefelscheid entschieden zurückgewiesen.

„Die Enttäuschung über das Wahlergebnis teile ich ausdrücklich. Aber was wir jetzt brauchen, ist eine ehrliche Analyse – keine persönlichen Abrechnungen und keine rückwärtsgewandten Schuldzuweisungen“, so Streit.

Mit Blick auf die Aussagen Wefelscheids stellte Streit klar:

„Es ist unredlich, den Eindruck zu erwecken, der Wahlerfolg 2021 sei das Werk eines Einzelnen gewesen. Dieser Erfolg war eine Teamleistung vieler engagierter Mitglieder in ganz Rheinland-Pfalz. Ebenso müssen wir jetzt gemeinsam Verantwortung für das aktuelle Ergebnis übernehmen.“

Die Darstellung eines angeblichen „Rechtsrucks“ wies Streit entschieden zurück: „Die Freien Wähler stehen weiterhin für eine bürgerliche Politik der Mitte – sachorientiert, ideologiefrei und nah an den Menschen. Wer versucht, innerparteiliche Differenzen mit Schlagworten wie ‚Rechtsruck‘ zu dramatisieren, schadet unserer gemeinsamen Sache.“

Auch den Vorwurf eines strategischen Versagens ließ Streit nicht gelten: „Wir haben unter schwierigen Rahmenbedingungen einen engagierten Wahlkampf geführt. Dass nicht alle Wahlkreise besetzt werden konnten, ist ein strukturelles Problem, das wir offen ansprechen und künftig besser lösen müssen. Daraus jedoch ein persönliches Versagen einzelner abzuleiten, greift zu kurz.“

Zu den persönlichen Angriffen äußerte sich Streit deutlich: „Ich bedaure den Ton und die Schärfe der Aussagen aus Koblenz. Politik lebt vom Wettbewerb der Ideen – nicht von persönlichen Herabwürdigungen. Gerade nach einer Wahl sollten wir den Respekt voreinander wahren. Die Partei gibt die Ämter und nur wer dient hat auch die Berechtigung zu einem Amt. Ich gehe dorthin, wohin mich die Partei schickt. Das war so, das ist so und das bleibt so.“

Abschließend betonte Streit den Blick nach vorne: „Die Freien Wähler haben weiterhin eine wichtige Rolle im politischen Spektrum. Wir werden das Wahlergebnis gründlich aufarbeiten, unsere Strukturen stärken und geschlossen daran arbeiten, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür braucht es jetzt Zusammenhalt – keine Spaltung.“

Pressemitteilung Büro Joachim Streit

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