Politik | 21.07.2026, 10:10 Uhr

Förderprogramme für Innenstädte

Koblenzer SPD-Fraktion auf Informationsbesuch

Ratsmitglied Fritz Naumann, Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Oberbürgermeiister der Stadt Mayen Dirk Meid.

Mayen. Die parlamentarische Sommerpause ist traditionell eine gute Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und vom Erfolg der Nachbarn zu lernen.

Denn die Zukunft der Alt- und Innenstädte ist längst keine reine Großstadtthematik mehr – sie betrifft Mittelzentren wie Mayen in gleichem Maße wie größere Oberzentren.

Da die Weichen für die Förderprogramme von Land und Bund in den kommenden Jahren bereits gestellt sein müssen, sind Kommunen aktuell stark gefordert, ihre Hausaufgaben zu machen. Wie eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung in der Praxis aussieht, demonstriert derzeit die Stadt Mayen.

Während viele Städte versuchen, Einzelmaßnahmen lose aneinanderzureihen, hat sich Mayen an einer klaren strategischen Leitlinie abgearbeitet. Unter der Arbeitsbezeichnung „Unser roter Faden“ steht hier die lokale Wertschöpfung der städtischen Investitionen konsequent im Vordergrund. Ein besonderes Merkmal sind ohne Frage die Burgfestspiele in Mayen. Diese Stärke gilt es weiter auszubauen. An diesem roten Faden orientieren sich ausnahmslos alle weiteren Maßnahmen, wie bauliche und investive Großprojekte, gezielte Veranstaltungsformate zur Belebung sowie strukturelle Klimaanpassungsprozesse wie Entsiegelung und Begrünung.

Diese behutsame und durchdachte Vorgehensweise der Verantwortlichen der Stadt Mayen – allen voran durch den sozialdemokratischen Oberbürgermeister Dirk Meid – trägt bereits sichtbare Früchte. Im Gesamtbild der Innenstadt lässt sich schon jetzt deutlich erkennen, welche erheblichen positiven Veränderungen die bisherigen Maßnahmen bewirkt haben.

Ein solcher Erfahrungsaustausch unter den Städten ist überaus hilfreich, um drängende Schwerpunkte wie Klimaanpassung, gezielte Begrünung und moderne Verkehrsplanung interkommunal voranzubringen. Um sich ein genaues Bild vom aktuellen Stadium der Umsetzung zu machen, reiste eine Delegation der Koblenzer SPD-Fraktion nach Mayen. Nach einem intensiven Arbeitsgespräch im Rathaus folgte ein gemeinsamer Rundgang durch die neugestaltete Innenstadt.

Die Koblenzer SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann zeigte sich sichtlich beeindruckt von den Mayener Fortschritten: „Solche Informationen aus der Praxis sind für uns überaus wichtig, um auch in Koblenz bei der anstehenden Grundlagendiskussion keine Fehler zu machen. In jeder Stadt müssen natürlich viele unterschiedliche Begehrlichkeiten intensiv abgewogen werden.“

Neben den Chancen von Förderprogrammen wie „Zukünftige Innenstädte“ (Land) und „Stadtimpulse“ (Bund) brachte der Austausch auch die realpolitischen Herausforderungen zur Sprache. Bis zum Ende des Förderzeitraums gilt es, die Mittel hocheffizient einzusetzen. Ratsmitglied Fritz Naumann betonte dabei die Steuerungsfunktion der Politik: „Bis zum Ende des Förderzeitraums ist besonders darauf zu achten, dass die Einflussnahme der Kommunalpolitik in allen Prozessen fest eingebunden bleibt. Nur so lässt sich vermeiden, dass Wunschlisten der verschiedenen Akteure ausufern. Es ist unsere Aufgabe, diese auf ein vernünftiges, finanzierbares und nachhaltiges Maß zu reduzieren.

„Das Fazit des Besuchs: Der Mayener Weg beweist, dass Fördergelder dann die größte Wirkung entfalten, wenn sie nicht isoliert verpuffen, sondern die Wertschöpfung die oberste Leitlinie sein muss und man sich strikt an den lokalen Wirtschaftskreislauf und die Lebensqualität vor Ort gekoppelt werden. Beeindrucken war ebenfalls mit welcher Effektivität in Mayen das Leerstandmanagement der Ladenlokale betrieben wird und Nachvermietungen dauerhaft initiiert werden konnten.

Pressemitteilung Koblenzer SPD-Fraktion

Ratsmitglied Fritz Naumann, Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Oberbürgermeiister der Stadt Mayen Dirk Meid. Foto: Anja Steinböck

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Titel plus Innenteil
Imageanzeige Dauerauftrag 09/2025
Pellenzer Lehrstellenbörse
Sonderseiten Pellenzer Ausbildungsmesse
Flowcraft
Empfohlene Artikel
Der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU-Koblenz, Philip Rünz (links), Umweltministerin Christine Schneider (Mitte) und SGD Nord-Präsident Joachim Rodenkirch (rechts) beim gemeinsamen Besuch des Mosellums an der Moselstaustufe in Koblenz.
22

Koblenz. Gemeinsam mit Joachim Rodenkirch, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, und Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, hat sich der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU-Koblenz, Philip Rünz, das Mosellum an der Moselstaustufe angesehen. Das Besucherzentrum wirkt von außen unscheinbar, bietet innen aber weit mehr, als man vermuten würde.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Baustelle der neuen Kurparkrandbebauung im Bad Neuenahr im Juli.
380

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Kurpark Bad Neuenahr, dem grünen Herzen und Veranstaltungszentrum der Kurstadt, finden derzeit äußerst umfangreiche Baumaßnahmen statt. Zum einen werden der flutgeschädigte Park selbst sowie das Kurparkterrassengebäude mit der Kleinen Bühne wiederhergestellt, zum anderen entsteht die neue Kurparkrandbebauung, die bereits vor der Flut im Sommer 2021 in Planung war. Sie umfasst...

Von Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
1120

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
480

Ritter: „Übernehme Verantwortung mit großem Respekt und hoher Motivation“

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Jan Ritter ist neuer Erster Beigeordneter

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen