Sicherheit in unserer Region
MdB Rudolph informiert sich beim THW über den Bevölkerungsschutz
Koblenz. Wenn Krisen oder Naturkatastrophen eintreten, kommt es auf gut vorbereitete Einsatzkräfte und funktionierende Strukturen an.
Welche Rolle das Technische Hilfswerk (THW) dabei spielt und vor welchen Herausforderungen der Zivil- und Bevölkerungsschutz aktuell steht, darüber informierte sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Schwerpunktthema „Sicherheit in unserer Region“ bei einem Austausch mit der THW-Regionalstelle Koblenz.
Empfangen wurde Rudolph auf dem Gelände des THW-Ortsverbandes Koblenz von Patrick Billert, Leiter der THW-Regionalstelle Koblenz, Bodo Listner, Sachgebietsleiter Einsatz, sowie Alexander Weiskopp, Bürosachbearbeiter Einsatz/Lage.
Nach einer Einführung in die Geschichte, Organisation und Aufgaben des THW durch Bodo Listner standen insbesondere die aktuelle sicherheitspolitische Lage und die Anforderungen an einen leistungsfähigen Zivil- und Bevölkerungsschutz im Mittelpunkt des Austauschs.
Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Das THW agiert bundes- und weltweit. Durch seine in ganz Deutschland verteilte Struktur mit 669 Ortsverbänden, 66 Regionalstellen, 8 Landesverbänden und der THW-Leitung in Bonn ist es bestens vernetzt. Dabei sind die Ortsverbände ehrenamtlich getragen, während in den Regionalstellen, Landesverbänden und der Leitung hauptamtliche Kräfte beschäftigt sind. Die mehr als 2.200 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den rund 88.000 ehrenamtlichen Kräften bei der Durchführung ihrer Einsätze unterstützend zur Seite. Auch die circa 800 Bundesfreiwilligendienstleistenden (Bufdis) sind durch ihre vielfältige Unterstützung ein wichtiger Bestandteil des THW.
Ein zentrales Thema bei dem Besuch war das aus Sicht der Gesprächsteilnehmer noch zu geringe Bewusstsein der Bevölkerung für mögliche Krisenlagen und bundesweite Gefahren. Gerade deshalb brauche es eine bessere Sensibilisierung für den Bevölkerungsschutz sowie klare Konzepte und Empfehlungen für unterschiedliche Krisenszenarien. Auch hybride Bedrohungen wurden in diesem Zusammenhang angesprochen. Zugleich ging es um praktische Herausforderungen: effizientere Beschaffungswege, eine bessere Kommunikation zwischen Bund, Regionalstellen und Ortsverbänden sowie die Frage, wie Erfahrungen aus Einsätzen schneller in die Weiterentwicklung von Material und Ausstattung einfließen können.
„Das THW leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz unserer Bevölkerung. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer übernehmen bei Hochwasser, Unwettern oder anderen Krisenlagen enorme Verantwortung und verdienen dafür unseren größten Respekt und unsere Unterstützung. Und daher ist es auch nur richtig, dass der Bund in den vergangenen Jahren massiv in die Gebäude und in die Ausrüstung des THW investiert hat und das auch weiterhin tut“, betonte Rudolph.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundestagsabgeordnete von der hohen Fachkompetenz und dem Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass moderne Ausstattung allein nicht ausreicht: Entscheidend seien funktionierende Strukturen, eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und eine vorausschauende Vorbereitung auf künftige Herausforderungen.
„Die Gespräche haben gezeigt, dass Bevölkerungsschutz heute eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Moderne Ausstattung, leistungsfähige Strukturen und gut ausgebildete Einsatzkräfte gehören ebenso dazu wie ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Krisenvorsorge uns alle angeht. Die Anregungen aus dem Austausch nehme ich gerne mit nach Berlin“, erklärte Dr. Thorsten Rudolph zum Abschluss.
Pressemitteilung MdB Rudolph
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Im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Thema „Sicherheit in unserer Region“ informierte sich Thorsten Rudolph bei der THW-Regionalstelle Koblenz über aktuelle Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Arbeit der ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräfte. Foto: Karin Küsel