Politik | 05.12.2014

Großsiedlung Neuendorf: Jugendliche auf Krawall aus

Randale hält Polizei und Rettungskräfte in Atem

Randale hält Polizei und Rettungskräfte in Atem

Koblenz. Seit einigen Wochen kommt es vornehmlich nachts in der Großsiedlung Neuendorf vermehrt zu Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt, die von gewaltsuchenden Jugendlichen initiiert worden waren. Einmal brennen nachts Mülltonnen oder Müllcontainer, Zigarettenautomaten werden aufgesprengt und zum anderen werden über Notruf fingierte Sachverhalte angezeigt, um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Ordnungskräften auszulösen. Hierbei sucht das meist jugendliche Klientel dann wiederholt die Konfrontation. Es kommt zu massiven Beleidigungen, Störungen der Löscharbeiten der Feuerwehr und mündet in hinterhältigen Angriffen wie zum Beispiel durch Steinewerfen auf Einsatzkräfte oder Einsatzfahrzeuge. In einem Fall wurde ein Streifenfahrzeug der Polizei mit einem selbst gebauten, brennenden Molotov-Cocktail beworfen. Bisher gab es glücklicher Weise keine nennenswerten Verletzungen bei den Einsatzkräften, sondern es blieb bei Sachbeschädigungen an den Einsatzmitteln.

„Das sind keine Kavaliersdelikte mehr!“ so der Leiter der zuständigen Polizeidirektion Koblenz, Polizeidirektor Thomas Fischbach. „Wir können von Glück sagen, dass es bei den Bränden der Abfallbehältnisse blieb und keine Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen wurden, mit unter Umständen schlimmen Folgen für die Bewohner.“

Am Donnerstag, den 04.12.14, brannten in den frühen Abendstunden über die Großsiedlung räumlich verteilt insgesamt 5 Müllcontainer. Die Polizei reagierte darauf umgehend mit zielgerichteten Einsatzmaßnahmen zur Bekämpfung dieser Phänomene mit dem Ziel, die Täter zu ermitteln und weitere Brandstiftungen zu verhindern. Dabei kam auch der Polizeihubschrauber zum Einsatz. Leider ist der Betrieb dieses Einsatzmittels mit einer nicht unerheblichen Lärmbelästigung verbunden, die insbesondere zur Nachtzeit sehr störend sein kann. Deshalb ist die Polizei bemüht, die Hubschraubereinsatzzeiten auf das unvermeidbare Maß zu beschränken. "Unser Ziel ist es, die Ruhe und Sicherheit für die Menschen in der Großsiedlung wieder herzustellen und die Täter einem gerichtlichen Verfahren zuzuführen“, führt Thomas Fischbach dazu weiter aus. „Die Polizei setzt aufgrund der neuerlichen Vorfälle aber auch auf die Mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich als Zeugen zur Verfügung stellen“, so der Leiter der Polizeidirektion Koblenz weiter. Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Koblenz-Metternich unter Tel. (02 61) 1 03 29 11 entgegen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz

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