Bürgerinformationsveranstaltung in Münstermaifeld
Stadtsanierung, Tourismus und Verkehrsführung waren Themen
Münstermaifeld. Sechzig interessierte Münstermaifelder Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Mittwoch einer Einladung der Stadt, um sich über die Themen Stadtsanierung, Tourismus und Verkehrsführung informieren zu lassen.
Stadtbürgermeister Robert Müller konnte neben dem Stadtplaner Jürgen Sommer auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, Maximilian Mumm, sowie die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Maifeld, Dietmar Rüber und Ute Hub begrüßen, die über die jeweiligen Themen informierten und für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung standen.
Robert Müller verwies darauf, dass das auf dreißig Jahre angelegte Stadtsanierungsprogramm 2013 ausgelaufen und die Beantragung eines Sanierungsfolgeprogramms vorgesehen sei, um den Wohnwert, die Lebensqualität und die touristischen Möglichkeiten weiter zu verbessern.
Was ist in den bisherigen 30 Jahren Stadtsanierung passiert? Diese Frage beantwortete Stadtplaner Jürgen Sommer. Als Beispiele erwähnte er den Straßenausbau (Eltzerhofstraße, Martinstraße etc.) und die Gestaltung rund um den Marktplatz. So sei die Probstei für ca. 1 Million saniert worden und eine Tourismuszentrale des Maifelds mit dem Einverständnis der Gemeinde Ochtendung sowie der Stadt Polch entstanden. Für die weitere Erhaltung des historischen Stadtbildes und den Ausbau des Tourismus wies er auf die Notwendigkeit eines Sanierungsfolgeprogramms hin.
Ute Hub referierte über das neue Tourismuskonzept mit dem Logo „Weite, Natur, Kultur“ und informierte über die zukünftigen Zielsetzungen. Als kurzfristige Ziele nannte sie Beispiele wie „Neues Museum“, die Einführung eines strukturierten Tourismusmanagements sowie einen neuen Internetauftritt. Mittelfristig sollen die touristischen Stärken und die Qualität des touristischen Angebots gefördert werden. Die Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen sowie die Sicherung und Erhöhung der Zahl der Arbeitsplätze werden langfristig angepeilt.
Schwerpunktthema des Informationsabends bildete die seit neun Monaten probeweise eingeführte veränderte Verkehrsführung in der Stadt. Die Einbahnregelung sorgt zwar dafür, dass der Verkehr in der Unter- und Obertorstraße besser fließt, die Anwohner des Stationenwegs müssen seither jedoch verstärkt den Süd-Nord-Verkehr ertragen. Hierzu kamen von mehreren anwesenden Bürger kritische Stimmen. Doch wird diese kleine Lösung von den meisten Beteiligten akzeptiert, weil das Land die bereits geplante große Lösung mittels einer Umgehungsstraße aufs Eis gelegt. Dietmar Rüber, Fachbereichsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung, hatte die Verkehrsströme messen lassen und dabei generell festgestellt, dass sich der Verkehrsfluss verbessert hat. Die Problematik, dass sich Fahrzeuge begegnen, hätte sich wesentlich verbessert. Bei einer endgültigen Regelung müsse jedoch an der Einmündung Stationenweg/Raiffeisenstraße in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine andere Lösung gefunden werden. Zudem müsse das Parken in der Ober- und Untertorstraße besser geregelt und ein Leitsystem für die Stadtbesucher entwickelt werden.
Sein Fazit war jedoch eindeutig: „In der Gesamtheit wurden die Ziele erreicht. Dieses Resultat sahen die anwesenden Anwohner kritischer und es gab eine Reihe von Einwänden. So wurde die zu hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Stationenweg angemahnt. Als größtes Problem wurde vorgebracht, dass die Einbahnregelung nach wie vor von etlichen Fahrzeugen aller Klassen ignoriert wird. Dietmar Rüber sagte hierzu: „Wir hoffen auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer und die Polizei. Die Verbandsgemeindeverwaltung habe nicht das Recht, Fahrzeuge anzuhalten.
Ein kritischer Bürger hält die Nord-Süd-Richtung für falsch. Diese Richtung wurde jedoch allein vom LBM bestimmt, obwohl die Probleme schon vorher bekannt gewesen seien. Ein besonders wichtiges Anliegen ist den Anwohnern des Stationenwegs der fällige Ausbau der Straße. Stadtbürgermeister Robert Müller beruhigte die Grundstückseigentümer: „Wir haben die Zusage, dass der Stationenweg zur Landesstraße aufgestuft wird“. Sollte eine Aufstufung erfolgen, würde das Land die dringend notwendige Sanierung der Straße übernehmen.
In seiner noch im Februar stattfindenden Sitzung wird der Stadtrat über die Einbahnregelung entscheiden.
Artikel melden
Die alte Ockenfelser Linde soll fallen
- Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
- Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
Verschiebung wegen Planungsunsicherheit
- Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
Antik- und Trödelmarkt in Linz am Rhein im Mai 2026 mit vielfältigem Angebot
- Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Fluthilfe: Frist für neue Anträge endet am 30. Juni 2026
Wiederaufbau-Beratung im Rhein-Sieg-Kreis bis Ende 2026 verlängert
Rhein-Sieg-Kreis. Die Beratungsstellen des Rhein-Sieg-Kreises zur Unterstützung beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 2021 bleiben bis Ende 2026 zugänglich. Personen, die bereits einen Antrag auf Wiederaufbauhilfe beim Land gestellt haben, können sich bis zu diesem Zeitpunkt zur ordnungsgemäßen Erstellung des notwendigen Verwendungsnachweises beraten lassen, der erforderlich ist, um den Förderantrag abzuschließen.
Weiterlesen
Sinzig. Derzeit befinden sich zahlreiche Polizeikräfte im Bereich Sinzig im Einsatz. Es handelt sich um einen Banküberfall auf die Volksbank in Sinzig. Die Polizei hat angewiesen, dass alle Geschäftsleute die Türen verschließen und alle Kindergarten- sowie Schulkinder in der Innenstadt die Schulen und Kindergärten vorerst nicht verlassen sollen. Anwohner sollen in ihren Häusern bleiben.BA
Weiterlesen
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Streckenabschnitt mit besonderer Vorsicht zu befahren
Ab 11.05.: Brückensicherung am Wirftbach
Wirft. Ab dem 11. Mai bis voraussichtlich Anfang Juli 2026 werden am Bauwerk über den Wirftbach bei Wirft im Verlauf der L 10 Sicherungsarbeiten durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist die bauliche Sicherung und der langfristige Erhalt des Bauwerks. Um die Arbeiten sicher ausführen zu können, wird der Seitenstreifen im betroffenen Bereich für den Verkehr gesperrt. Der fließende Verkehr kann die Strecke weiterhin passieren, jedoch steht der Seitenbereich auf diesem Abschnitt nicht zur Verfügung.
Weiterlesen
