Politik | 18.02.2014

Bürgerinformationsveranstaltung in Münstermaifeld

Stadtsanierung, Tourismus und Verkehrsführung waren Themen

Informierten die interessierten Gäste: Jürgen Sommer, Stadtplaner, Maximilian Mumm, Bürgermeister VG-Maifeld, Robert Müller, Stadtbürgermeister Münstermaifeld, Ute Hub, Touristinfo VG-Maifeld, Dietmar Rüber, Fachbereichsleiter Bürgerservice VG-Maifeld (v.l.). L. Pies

Münstermaifeld. Sechzig interessierte Münstermaifelder Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Mittwoch einer Einladung der Stadt, um sich über die Themen Stadtsanierung, Tourismus und Verkehrsführung informieren zu lassen.

Stadtbürgermeister Robert Müller konnte neben dem Stadtplaner Jürgen Sommer auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, Maximilian Mumm, sowie die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Maifeld, Dietmar Rüber und Ute Hub begrüßen, die über die jeweiligen Themen informierten und für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung standen.

Robert Müller verwies darauf, dass das auf dreißig Jahre angelegte Stadtsanierungsprogramm 2013 ausgelaufen und die Beantragung eines Sanierungsfolgeprogramms vorgesehen sei, um den Wohnwert, die Lebensqualität und die touristischen Möglichkeiten weiter zu verbessern.

Was ist in den bisherigen 30 Jahren Stadtsanierung passiert? Diese Frage beantwortete Stadtplaner Jürgen Sommer. Als Beispiele erwähnte er den Straßenausbau (Eltzerhofstraße, Martinstraße etc.) und die Gestaltung rund um den Marktplatz. So sei die Probstei für ca. 1 Million saniert worden und eine Tourismuszentrale des Maifelds mit dem Einverständnis der Gemeinde Ochtendung sowie der Stadt Polch entstanden. Für die weitere Erhaltung des historischen Stadtbildes und den Ausbau des Tourismus wies er auf die Notwendigkeit eines Sanierungsfolgeprogramms hin.

Ute Hub referierte über das neue Tourismuskonzept mit dem Logo „Weite, Natur, Kultur“ und informierte über die zukünftigen Zielsetzungen. Als kurzfristige Ziele nannte sie Beispiele wie „Neues Museum“, die Einführung eines strukturierten Tourismusmanagements sowie einen neuen Internetauftritt. Mittelfristig sollen die touristischen Stärken und die Qualität des touristischen Angebots gefördert werden. Die Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen sowie die Sicherung und Erhöhung der Zahl der Arbeitsplätze werden langfristig angepeilt.

Schwerpunktthema des Informationsabends bildete die seit neun Monaten probeweise eingeführte veränderte Verkehrsführung in der Stadt. Die Einbahnregelung sorgt zwar dafür, dass der Verkehr in der Unter- und Obertorstraße besser fließt, die Anwohner des Stationenwegs müssen seither jedoch verstärkt den Süd-Nord-Verkehr ertragen. Hierzu kamen von mehreren anwesenden Bürger kritische Stimmen. Doch wird diese kleine Lösung von den meisten Beteiligten akzeptiert, weil das Land die bereits geplante große Lösung mittels einer Umgehungsstraße aufs Eis gelegt. Dietmar Rüber, Fachbereichsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung, hatte die Verkehrsströme messen lassen und dabei generell festgestellt, dass sich der Verkehrsfluss verbessert hat. Die Problematik, dass sich Fahrzeuge begegnen, hätte sich wesentlich verbessert. Bei einer endgültigen Regelung müsse jedoch an der Einmündung Stationenweg/Raiffeisenstraße in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine andere Lösung gefunden werden. Zudem müsse das Parken in der Ober- und Untertorstraße besser geregelt und ein Leitsystem für die Stadtbesucher entwickelt werden.

Sein Fazit war jedoch eindeutig: „In der Gesamtheit wurden die Ziele erreicht. Dieses Resultat sahen die anwesenden Anwohner kritischer und es gab eine Reihe von Einwänden. So wurde die zu hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Stationenweg angemahnt. Als größtes Problem wurde vorgebracht, dass die Einbahnregelung nach wie vor von etlichen Fahrzeugen aller Klassen ignoriert wird. Dietmar Rüber sagte hierzu: „Wir hoffen auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer und die Polizei. Die Verbandsgemeindeverwaltung habe nicht das Recht, Fahrzeuge anzuhalten.

Ein kritischer Bürger hält die Nord-Süd-Richtung für falsch. Diese Richtung wurde jedoch allein vom LBM bestimmt, obwohl die Probleme schon vorher bekannt gewesen seien. Ein besonders wichtiges Anliegen ist den Anwohnern des Stationenwegs der fällige Ausbau der Straße. Stadtbürgermeister Robert Müller beruhigte die Grundstückseigentümer: „Wir haben die Zusage, dass der Stationenweg zur Landesstraße aufgestuft wird“. Sollte eine Aufstufung erfolgen, würde das Land die dringend notwendige Sanierung der Straße übernehmen.

In seiner noch im Februar stattfindenden Sitzung wird der Stadtrat über die Einbahnregelung entscheiden.

Informierten die interessierten Gäste: Jürgen Sommer, Stadtplaner, Maximilian Mumm, Bürgermeister VG-Maifeld, Robert Müller, Stadtbürgermeister Münstermaifeld, Ute Hub, Touristinfo VG-Maifeld, Dietmar Rüber, Fachbereichsleiter Bürgerservice VG-Maifeld (v.l.). Foto: L. Pies

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