Allgemeine Berichte | 19.10.2018, 15:53 Uhr

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht wird auch 2018 durchgeführt

Der Schweigeweg führt auch zum Jüdischen Friedhof. Marie Ho/Stadt Mayen
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Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 - die Reichspogromnacht - hat in der ganzen Welt für Erschütterung gesorgt. Gewalt gegen jüdische Mitbürger und deren Hab und Gut waren nur der Anfang für eine Verfolgung von Menschen, die im Rückblick auch nach so vielen Jahrzehnten noch unerklärlich ist.

In der Reichspogromnacht vor nunmehr 80 Jahren wurden über 1.000 jüdische Bürger ermordet und 30.000 deportiert sowie 1.600 Synagogen geschändet oder zerstört.

Auch Mayen war von diesen schrecklichen Ereignissen nicht verschont: Die Synagoge im Entenpfuhl stand in Flammen. Es wurden Schaufenster eingeschlagen, Geschäftsräume und Wohnungen demoliert. Juden wurden verhaftet und misshandelt. Damit die schlimmen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, findet auch in diesem Jahr wieder eine Gedenkveranstaltung mit Schweigeweg statt: Treffpunkt für alle Interessierten ist am Freitag, 9. November, um 17 Uhr am Alten Rathaus. Der Schweigeweg durch Mayen wird zu verschiedenen Gedenkpunkten wie dem ehemaligen Standort der zerstörten jüdischen Synagoge im Entenpfuhl und dem jüdischen Friedhof in der Waldstraße führen. Der Schweigeweg endet am Mahnmal für jüdische Mitbürger in der Bürresheimer Straße. Begleitet werden die Teilnehmer dankenswerterweise auf der gesamten Strecke durch Beamte der Polizeiinspektion Mayen, die an verkehrsreichen Punkten in der Innenstadt die notwendige Sicherheit gewährleisten.

Anschließend sind die Teilnehmer des Schweigeweges, aber natürlich auch alle anderen Interessierten zu einer Andacht in der „Heilig-Geist-Kapelle“, der Mayener Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewalt, Stehbach, eingeladen.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Mayen

Der Schweigeweg führt auch zum Jüdischen Friedhof. Foto: Marie Ho/Stadt Mayen

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