Allgemeine Berichte | 16.09.2026, 08:17 Uhr

Aktionstag der bundesgeförderten Migrationsdienste

Migrationsdienste als Türöffner für Integration und Teilhabe

Im offenen Austausch wurde über Herausforderungen und Lösungen der Integration in Deutschland gesprochen.
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Mayen. Wie gelingt Integration und was braucht es für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Fachdienst Migration des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e. V. beim Aktionstag der bundesgeförderten Migrationsdienste am 3. September im Mehrgenerationenhaus Mayen. Im Mittelpunkt standen die Arbeit der Migrationsdienste und der direkte Austausch zwischen Politik, Kirche und Vertreterinnen und Vertretern von Wohlfahrtsverbänden, Geflüchteten sowie weiteren Gästen. Mechthild Heil (MdB für die CDU) und Joachim Otterbach (Fachstelle Jugend im Visitationsbezirk Koblenz) sind der Einladung gerne gefolgt.

„Menschen, die neu nach Deutschland kommen, benötigen Orientierung, Unterstützung und faire Chancen, um ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden“, so die zentrale Botschaft des Aktionstages. Jugendmigrationsdienst (JMD), Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) und das Psychosoziale Zentrum Rhein-Mosel-Ahr (PSZ) begleiten Menschen beim Ankommen, eröffnen Zugänge zu Bildung und Ausbildung und fördern gesellschaftliche Teilhabe.

Die enge Zusammenarbeit der Dienste – auch zwischen verschiedenen Wohlfahrtsverbänden – wurde dabei betont: „Wir müssen Hand in Hand mit anderen Diensten gehen“, betonte MBE-Beraterin Maria Schön vom DRK Kreisverband Ahrweiler e. V.. Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wurden diskutiert. Mitarbeitende des JMD berichteten von zunehmendem Gegenwind und davon, dass es schwieriger geworden sei, Ehrenamtliche zu gewinnen. Zugleich verstehen sie sich als „Wegbereiter für gelingende Integration“.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Demokratieförderung junger Menschen. Das Programm Respekt Coaches unterstützt Jugendliche an Schulen mit Workshops und Projekten zu Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Auf die Frage von Caritas-Mitarbeiterin Frau Müller-Irrek, wie Politik das Demokratieverständnis künftig fördern wolle, antwortete Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil: „Die Frage hier lautet: Wann sind wir falsch abgebogen?“

Im Café International, offener Treffpunkt für Zugewanderte und Einheimische, ging es anschließend um persönliche Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung Begegnungsorte und Unterstützung haben. Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Ich kam nach Deutschland und hatte Probleme. Dann kam ich ins Café International und das Problem war weg!“

Der Austausch zeigte: Integration entsteht dort, wo Menschen Unterstützung erfahren, miteinander ins Gespräch kommen und Möglichkeiten zur Teilhabe erhalten. Der Caritas-Fachdienst Migration versteht sich dabei als Begleiter, Wegbereiter und Brückenbauer.

Pressemitteilung Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e. V.

Im offenen Austausch wurde über Herausforderungen und Lösungen der Integration in Deutschland gesprochen. Foto: Luise Kofel

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