Politik | 05.07.2013

Loyal zum Nürburgring

Wir sind Teil des Nürburgings

Die gegenwärtige Situation stellt für die Mitarbeiter mittelfristig eine unsichere und ungewisse Zukunft dar.

Seit jeher haben wir Mitarbeiter des Nürburgrings mit unserem Fleiß, Können und Enthusiasmus bewiesen, dass wir - egal wem der „Ring“ gehört - das „Herz“ des Nürburgrings sind. Ohne unser Know-How, unserem unermüdlichen Einsatz und unsere überdimensionale Identifikation mit dem Nürburgring würden die Veranstaltungen nicht stattfinden können. Wir arbeiten in über 50 Berufsfeldern vom Kfz-Mechatroniker über den Bürokaufmann bis hin zur Hotelfachfrau und sind alle ein Teil der Region. Für Außenstehende ist es schwer nachvollziehbar, wie sehr wir Mitarbeiter durch die ständig wechselnde Gesellschafterstruktur, die Betriebsübergänge und letztlich der Insolvenz der Nürburgring GmbH belastet wurden und die aktuelle Situation unsere tägliche Arbeit beeinflusst.

Vielmehr festigt sich bei der Belegschaft der Eindruck, dass die aktuelle Situation um den Verkauf des Rings auch auf unseren Schultern ausgetragen wurde und wird. Insbesondere wir Mitarbeiter mussten die Fehler der Vergangenheit mit dem Weggang kompetenter Kollegen und der damit verbundenen Mehrarbeit, ausbaden. Dies haben wir auf uns genommen, weil wir alle unseren „Ring“ lieben, gerne hier arbeiten und das auch weiterhin möchten. Uns umtreiben die gleichen Ängste und Sorgen wie die der gesamten Region. Weder die Politik noch die Gesellschafter wollen uns eine verlässliche Zusage zur Zukunft des Rings, unserer Arbeitsplatzerhaltung oder eine Beschäftigungsgarantie geben. Der Nürburgring bietet in seiner ganzen Bandbreite - ausgehend vom Motor-und Freizeitsport bis hin zu Businessveranstaltungen und Tagungen - weltweit einmalige Möglichkeiten und ist für unsere Partner, Kunden und Besucher ein Ort, der seines Gleichen sucht. Der Nürburgring ist in unseren Augen e ine historische, einzigartige und wichtige Renn- und Teststrecke für den Motorsport, die Automobilindustrie, Firmen- und Einzelkunden sowie die Region. Aber er ist auch ein Stück weit Existenz für uns und unsere Familien. Die gegenwärtige Situation stellt für die Mitarbeiter mittelfristig eine unsichere und ungewisse Zukunft dar. Daher müssen die momentan geführten Tarifverhandlungen zwischen der zuständigen Gewerkschaft Verdi und der Nürburgringgesellschaftern zum Erhalt der direkten und indirekten Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region umgehend zu einem positiven Abschluss gebracht werden. Der Nürburgring wird nicht mehr in die öffentliche Hand zurückfallen. Die Regelungen aus dem Beihilfe-/ und dem Insolvenzrecht als Grundlage des Verkaufsprozesses sind definiert und die Erklärungen aus der Politik hierzu sind eindeutig. Der Verkauf des Nürburgrings und die Fortführung als privatwirtschaftliches Unternehmen sind die Folge. Zwar können wir die Intentionen mancher Akteure durchaus verstehen, jedoch sind diese Bemühungen nur vereinzelt hilfreich und werden das „rollende Rad des Verfahrens“ nicht stoppen. Zudem ist es unbestritten, dass die Region aus dem substantiellen Wachstum des Geschäftsvolumens am Nürburgring seit seinem Bestehen mehr Nutzen gezogen als Schaden genommen hat. Daher erachten wir es als unumgänglich, dass alle Interessensgruppen an einem Strang ziehen, um unseren „Ring“ in eine nachhaltig gesicherte Zukunft zu führen. Wir Mitarbeiter akzeptieren den notwendig gewordenen Verkaufsprozess. Jede Behinderung birgt die Gefahr, dass den Motoren am Nürburgring sprichwörtlich der Sprit ausgeht. Das haben wir Mitarbeiter, die Region, unsere Kunden und Partner nicht verdient. Wir Mitarbeiter stehen zu 100 Prozent loyal zum Nürburgring und wollen zusammen mit neuen Gesellschaftern den Ring in eine hoffentlich noch sehr lange und gute Zukunft führen.

Die Betriebsräte der NBG und NG

im Namen der Mitarbeiter des Nürburgring

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