Frauentreff Meckenheim e.V.
Die Geschichte Deutschlands hautnah erleben
Meckenheim. 16 Frauen des Frauentreffs Meckenheim besuchten das „Haus der Geschichte“ in Bonn. Zuerst schauten sie sich die Wechselausstellung „IS(S) Was? Essen und Trinken in Deutschland“ an. Hier erfuhren sie, wie Mangel und Überfluss, Preis und Qualität den Umgang mit Lebensmitteln in den letzten 60 Jahren in der BRD und der DDR grundlegend geändert haben.
Christiane Propeller-Leicht machte anschließend mit den Damen einen Rundgang durch die Dauerausstellung, bei der sie die Geschichte Deutschlands - mit Hilfe historischer Gegenstände, Tondokumente und Filme - hautnah erleben konnten. Seit der Eröffnung 1994 haben 10 Millionen Besucher das Haus besucht, dessen Dauerausstellung, bereits zweimal den politischen Ereignissen angepasst wurde. So ist seit 1989 die „Deutsche Einheit“ ein Themenschwerpunkt, weitere Themen sind die Auswirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsalltag, auf das Leben der Migranten in Deutschland oder den Einsatz der Bundeswehr im Ausland. Der Rundgang führte an einem Kino aus den 1950er Jahren vorbei, durch einen „Rosinenbomber“ zur Originalbestuhlung aus dem „Ersten Deutschen Bundestag“, am legendären VW-Käfer mit Brezelfenster und dem Kleinst-PKW „Isetta“ entlang zum nächsten Thema DDR-Geschichte, Flucht vor 1961, Mauerbau, Kennedybesuch, Alltag in der Diktatur, Fall der „Berliner Mauer“. Weiter ging es zu der Bronzestatur „Der Ausländer“ von Guido Messers, der damit zu mehr Toleranz in einer von Einwanderung geprägten Gesellschaft aufruft, und symbolisch für die ersten Gastarbeiter steht, die seit 1950 in die BRD kamen. Der millionste Gastarbeiter erhielt 1964 als Gastgeschenk ein Zündapp-Moped. Ende der 60er Jahre brachen viele junge Menschen, die neue Erfahrungen sammeln wollten, aus ihrem familiären und sozialen Umfeld aus. Neue Trends in Kunst und Kultur haben sich daraus ergeben, die Anti-Baby-Pille wurde eingeführt, die Lebensbedingungen des Alltags änderten sich. In einer weiteren Abteilung konnten Haushaltsgegenstände, Möbel und Petticoats bestaunt werden. Dazu erklangen Schlager aus der Musikbox. Der nächste Themenbereich war dem Wettlauf der westlichen und östlichen Welt ins All gewidmet. Jeder wollte der Erste auf dem Mond sein.
Auf dem Rückweg kamen die Frauen zu einem Panzer und der Bibliothek des Hauses. Am Restaurant endete die interessante Führung, wo eine Tasse Kaffee und ein Stückchen Kuchen auf die Frauen wartete.
Im Keller des Hauses besuchte man dann anschließend noch die Ausstellung der Funde aus dem römischen Bonn und kam auf dem Weg zur U-Bahn noch am Dienstwagen von Konrad Adenauer und am Salonwagen des Bundeskanzlers vorbei.
