Neues Trauzimmer im RVK-Turm
Heiraten über den Dächern Meckenheims
Meckenheim. Freudige Gesichter gab es im Meckenheimer RVK-Turm. Gemeinsam mit Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK Köln GmbH, konnte Bürgermeister Bert Spilles sowie der 1. Beigeordnete der Stadt, Holger Jung, ein zusätzliches Trauzimmer einweihen. Damit verfügt die Stadt Meckenheim neben dem Herrenhaus in Altendorf und der Wasserburg Lüftelberg über eine dritte Möglichkeit, heiratswilligen Paaren das „Ja-Wort“ zu ermöglichen. Standesbeamtin Anita Neuenfeld betonte, dass es in Meckenheim im Jahr rund 70 Trauungen gebe und viele Paare bereits verheiratet in die Apfelstadt kämen. Auch Fachbereichsleiterin Ursula Schmitz würde sich sicher über noch mehr Trauungen an diesem auch geschichtlich interessanten Ort freuen.
Aufwendige Renovierung
Das Trauzimmer ist im 5. Stockwerk des prägnanten Turms, der bereits von Weitem gut sichtbar ist, ein weiterer Raum kann für einen Sektempfang dazu gebucht werden. Für die Nutzung des Raumes fällt eine Gebühr von 50 Euro an. RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach erinnerte an die Geschichte des Gebäudes, welches im Jahre 2012 von der RVK aufwendig renoviert wurde. Dabei wurde nicht nur Neues geschaffen, sondern das Alte harmonisch integriert. Errichtet wurde das Gebäude 1953 als Raiffeisen Waren-Zentrale für Saatgut. 2012 begannen die umfangreichen Abriss- und Umbaumaßnahmen und wurden innerhalb eines Jahres fertig gestellt. Die erweiterte RVK-Betriebshofanlage, in der unter anderem die Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises mit den Dienstellen des Straßenverkehrsamtes und des Jugendhilfezentrums ansässig sind, bietet heute 1.700 qm Büro- und Lagerfläche sowie 140 kostenlose Parkplätze.
Scherzhaft betonte Eugen Puderbach, dass früher die Männer die Säcke mit Saatgut in das Gebäude getragen hätten und heute die Bräute über die Schwelle in das Trauzimmer. Schleppen mussten die Männer so oder so. Bürgermeister Bert Spilles erinnerte in der kleinen Feierstunde bei bester Laune daran, dass er sich ebenfalls gut an die Anfänge des Gebäudes erinnern konnte, schließlich würde seine Familie ja auch aus der Landwirtschaft kommen. Er betonte, dass mit diesem neuen Angebot auch die Nachfrage nach einem Raum bedient werden kann, welche ein moderneres Ambiente wünschen.
