Gut besuchte Berufsbörse für Mädchen in Meckenheim
Klassischer Frauenberuf ja oder nein?
Rhein-Sieg-Kreis. Garten- und Landschaftsbau, Elektrotechnik oder auch das Glashandwerk sind neben vielen anderen handwerklichen Branchen auch im 21. Jahrhundert nach wie vor eher eine Männerdomäne. Dabei hätten und haben Mädchen oder Frauen in vielen Handwerksberufen besonders gute Karten: Sie sind meist besser in der Feinmotorik und oft auch geduldiger. Dennoch entscheiden sich die jungen Damen bei der Berufswahl häufig immer noch für die „Klassiker“ wie Kindergärtnerin oder Friseurin. Grund genug für die Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe des Kreisjugendamtes, gemeinsam mit Gleichstellungsbeauftragten aus dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Mosaik-Kulturhaus Meckenheim auch in diesem Jahr die schon traditionelle Berufsbörse für Mädchen auszurichten. Sie will motivieren, neugierig machen und das Selbstbewusstsein der Mädchen stärken, damit die nach dem Schulabschluss die richtige Berufswahl treffen können.
Handwerkliches stand auf dem Programm
Rund 120 Schülerinnen der achten Klassen aus den Haupt- und Förderschulen im linksrheinischen Kreisgebiet nutzten jetzt in der Meckenheimer Jungholzhalle die Chance, ihr „Berufs-Spektrum“ zu erweitern und schnupperten in die eher „untypischen“ Frauenberufe rein. Auf dem Programm stand vor allem Handwerkliches: Es wurde mit Glas und Lötkolben gearbeitet, es galt Verteilerdosen zu „verklemmen“ und sich mit verschiedenen Techniken der Farbgestaltung zu befassen. Gleichzeitig gab es vielfältige Informationen und Hilfestellungen zu den Themenbereichen Ausbildung und Lebensplanung. „Natürlich muss der Beruf zu den eigenen Fähigkeiten passen. Wir möchten Mädchen aber auch für die Frage sensibilisieren, welchen Lebensstandard sie sich für ihre Zukunft vorstellen und was sich mit dem ins Auge gefassten Beruf tatsächlich verdienen lässt“, erläutert Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises.
Pressemitteilung des
Rhein-Sieg-Kreises
