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Dekanatschor Mayen-Mendig trug Kirchenmusik des Dekanates nach Thüringen

Anspruchsvoller Chorgesang berührte tief

Anspruchsvoller Chorgesang berührte tief

Der Dekanatschor Mayen-Mendig konzertierte in der barocken Klosterkirche Reifenstein. Foto: privat

17.06.2013 - 16:00

Reifenstein. Motiviert und gut vorbereitet brachen die Sängerinnen und Sänger des Dekanatschores Mayen-Mendig kürzlich zu einer dreitägigen Reise auf. Ziel war der idyllische Ort Reifenstein im thüringischen Eichsfeld. Zuvor war der Chor vom dort ansässigen Eichsfeld Klinikum eingeladen worden, um sein Können unter Beweis zu stellen. So fand dann am Samstagabend auch ein festliches Konzert in der barocken Klosterkirche Reifenstein statt, die auf eine bewegte Geschichte blicken kann. Ursprünglich als Kirche des Zisterzienserklosters Reifenstein genutzt, wurde sie in historischen Wirren später sogar zu Stallgebäude, Lagerhalle und Aufenthaltsort für die großen Heißwassertanks des benachbarten Krankenhauses umfunktioniert, welches sich heute auf dem ehemaligen Klostergrundstück befindet. Das ehrwürdige Gotteshaus ist dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden, nicht zuletzt, weil es auch als „Steinbruch“ für Ziegel verwendet wurde.


Innensanierung als nächste Etappe


Nachdem in den vergangenen Jahren die Außensanierung abgeschlossen wurde, soll die Innensanierung als nächste Etappe in Angriff genommen werden. Dabei steckt der frühere Geschäftsführer des Klinikums, H. Gödecke, viel Idealismus und Herzblut in seine Bemühungen. Über Konzerte und Ausstellungen, die in der Klosterkirche durchgeführt werden, versucht er immer wieder Spendengelder zusammenzutragen, um den Erhalt der geschichtsreichen Kirche sicherzustellen.

Gerne war auch der Dekanatschor Mayen-Mendig bereit, H. Gödeckes Arbeit zu unterstützen. Nachdem das Kammerorchester der Staatskapelle Weimar das Konzert mit dem „Divertimento“ in F-Dur von W. A. Mozart feierlich eröffnet hatte, brachte dieses gemeinsam mit dem Chor unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor V. Kaufung sodann die „Große Credomesse“, das „Te Deum“ und das „Ave verum“ (ebenfalls von Mozart) und die Kantate „Alles, was ihr tut“ von D. Buxtehude zu Gehör. Dabei kamen auch die hervorragenden Stimmen der Solisten F. Assion-Bolwin (Sopran), M. Palberg (Alt), S. Kliemt (Tenor) und S. Krings (Bass) auf anspruchsvolle Weise zum Einsatz. Die Solisten hatte sich der Chor, ebenso wie den Organisten Th. Schnorr, aus der Heimat mitgebracht, wo sie der Öffentlichkeit u. a. aus den Neujahrskonzerten des Dekanatschores bekannt sind.

Die erschienenen Konzertbesucher durften der lieblichen Sopranstimme von Assion-Bolwin dann noch einmal beim Vortrag des mozärtlichen Werkes „Exsultate, jubilate“ lauschen. Ersichtlich war, dass alle Aufführenden - Chor, Solisten, Ochester und Dirigent- mit viel Freude an der Musik am Werk waren.


Ein Funke sprang über


Ein Funke, der übersprang. So lobten die Zuhörerinnen und Zuhörer, die zu einem großen Teil aus Chorleiterinnen und Chorleitern aus dem Eichsfeld bestanden, den Chor für seine musikalische Ausgeglichenheit und nannten das Konzert „eines der schönsten, welches in der Klosterkirche stattfand“. Sie dankten es den Beteiligten mit lang anhaltendem Beifall.


Gestaltung des Hochamtes


Doch der Funke sprang nicht nur im Konzert über. Auch die Gestaltung des sonntäglichen Hochamtes, das auf Wunsch des Chores in der Klosterkirche gefeiert wurde, berührte Musizierende wie Messbesucher tief. Spätestens als der Dekanatschor, auch hier unter der einfühlsamen Leitung von V. Kaufung, das „Locus iste“ von A. Bruckner sang, konnten einige Anwesende die Tränen nicht zurückhalten. Dies musste für die Sängerinnen und Sänger der schönste Lohn für die harten Vorbereitungen auf die Konzertreise gewesen sein. Nach dem Hochamt ging es für diese dann über Eisenach auf den Heimweg, nicht, ohne einen Abstecher ins Bachhaus getätigt zu haben. Dekanatskantor Kaufung war auf der Rückreise sichtlich stolz. Stolz auf die Erlebnisse der Reise, stolz auf „seinen“ Chor. Und der Erfolg gibt ihm recht, kann er doch auf die Früchte seiner Arbeit blicken und dem zehnjährigen Geburtstag seines (Chor-)Kindes entgegenfiebern, zu dem dieses die „Große Mariazeller Messe“ von Haydn als Ständchen zu Gehör bringen wird. Was dann folgen wird, wird die Zeit zeigen. Die erste Klassenfahrt hat das Kaufung’sche Kind jedenfalls erfolgreich hinter sich gebracht.

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Kommentare
juergen mueller:
Frau Esken u.Erfahrung? Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen. Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.
Uwe Klasen:
Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!
juergen mueller:
Bei all dieser Lobhudelei wird wohl vergessen,dass durch SchuWi Koblenz in eine Schuldenfalle geraten ist,von der sie sich bis dato u.bis in die Zukunft nicht erholen wird.Auch unvergessen sollte sein,dass er Widerstände aus der Bevölkerung als "Blödsinn" abgetan hat.Und ja,zu seiner Zeit als OB durchgeboxte Projekte haben Koblenz auch geschadet.Apropo Umweltamt - eine Phantombehörde,deren Berechtigung über Jahrzehnte man als überflüssig bezeichnen kann,da sie in Sachen Umwelt total versagt hat.Vermessen u.voreingenommen ist zu behaupten,in seiner Amtszeit habe eine wohltuende/offenherzige Identifikation der Koblenzer Bevölkerung mit ihrer Heimatstadt stattgefunden.Ich finde,dass hier ein Mensch seine Arbeit gemacht hat nach dem Motto:"Mein Wort ist Gesetz",nach seinen Vorstellungen,keine Widerstände duldend,schon garnicht aus der Bevölkerung.Unter "etwas besonderes u.unverzichtbar" stelle ich mir etwas anderes vor.Es fehlt nur noch,dass Hofman-Göttig ebenfalls Ehrenbürger wird.
Christian S.:
Ich lebe seit Jahren in den USA. Eigentlich wollte ich zurückkehren nach Deutschland. Aber mir wird himmelangst bei diesen Entwicklungen. Ich fühle mich nicht mehr sicher bei meinen Besuchen in Deutschland. Es wird immer meine Heimat bleiben, doch eine die ich nicht wiedererkenne.
Karl:
Ein Deutschland in den wir gut und gerne leben!!!! Es kotzt einen an. Es wird einfach alles hingenommen!
Donald Trump:
An solche Vorfälle müssen wir uns erinnern, wenn wir auf dem Weg zur Wahlurne sind.
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