Verzögerungen beim Ahr-Radweg
06.10.: Radweg-Öffnung verschiebt sich wegen Hochwasserschutzmaßnahmen
Altenahr. Die Fertigstellung des etwa zwei Kilometer langen Abschnitts des Ahr-Radwegs zwischen dem Bahnhof Altenahr und der zerstörten Radwegebrücke bei Reimerzhoven verzögert sich.
Ursprünglich war die Freigabe für den Radverkehr für September 2026 geplant, doch nun kann dieser Termin aufgrund benachbarter Bauarbeiten nicht eingehalten werden.
Die Arbeiten am Radweg selbst hatten zunächst gut begonnen. Während der zweiwöchigen Sperrung der Ahrtalbahn während der Sommerferien konnten wichtige Bauvorhaben gebündelt und schnell umgesetzt werden.
Dazu gehörte unter anderem die Errichtung einer erforderlichen Winkelstützwand sowie die Asphaltierung großer Teile des Radwegs. Aufgrund dieses Fortschritts bestand zwischenzeitlich sogar die Aussicht, den Radweg früher als geplant freizugeben.
Jedoch beeinträchtigen nun zwei angrenzende Baumaßnahmen anderer Projektträger die weiteren Arbeiten. Am Bahnhof Altenahr haben kürzlich Arbeiten an einer Stützmauer begonnen, die im Rahmen des Hochwasserschutzes im Auftrag der Kreisverwaltung für die Ortsgemeinde Altenahr errichtet wird. Der Bau dieser Mauer erfordert eine großflächige Baugrube, die fast die gesamte Breite des zukünftigen Radwegs einnimmt. Die finalen Arbeiten am Radweg können dort erst nach dem Verfüllen der Baugrube und der Wiederherstellung der Fläche erfolgen.
Auch östlich des Viadukts in Richtung Reimerzhoven stehen noch wichtige Vorarbeiten an. Im Zuge des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn hatte die Deutsche Bahn dort eine Baustraße errichtet, die nun zurückgebaut werden soll, um die Böschung wiederherzustellen. Die Planungen dafür befinden sich noch im Genehmigungsverfahren bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Erst nach Abschluss dieser Böschungsarbeiten kann der Radweg auch in diesem Bereich fertiggestellt werden.
Die noch ausstehenden Arbeiten am Ahr-Radweg müssen daher bis zu einem ausreichenden Fortschritt der angrenzenden Maßnahmen zurückgestellt werden. Eine provisorische Lösung, möglicherweise mit einer kurzen Schiebestrecke, wird derzeit geprüft, wobei die Sicherheit der Radfahrer während des laufenden Baustellenbetriebs oberste Priorität hat.
Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal des LBM Cochem-Koblenz steht in engem Austausch mit allen Beteiligten. Sobald eine verlässliche Terminplanung für die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe vorliegt, wird darüber informiert.
Das Projektbüro bedauert die erneute Verzögerung der Freigabe dieses wichtigen Radwegeabschnitts, arbeitet jedoch daran, die noch erforderlichen Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen.
Das Ziel bleibt, den Ahr-Radweg nach Abschluss der angrenzenden Bauarbeiten schnellstmöglich fertigzustellen und für den Radverkehr freizugeben. Für die weiterhin notwendigen Einschränkungen wird um Verständnis gebeten.
BA
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