Blaulicht | 14.08.2026, 08:17 Uhr

Waldbrand am höchste Berg der Eifel

12.08.: Adenau: 700 Quatratmeter Wald an der Hohen Acht in Flammen

Bei einem Vegetationsbrand wird das Feuer zunächst eingedämmt, da im ersten Moment ein verhältnismäßiger Mangel an Personal und Löschmitteln vorliegt. Erst im Verlauf, mit mehr Ressourcen, wird das Feuer endgültig abgelöscht.
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Adenau. An der Hohen Acht kam es am Mittwochabend, 12. August 2026, um 21:22 Uhr zu einer Meldung eines Vegetationsbrandes. Unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Turms brannten etwa 700qm Wald in schwer zugänglichem Gelände.

Sowohl am Boden liegendes Holz, Gestrüpp als auch Bäume brannten, es drohte unmittelbar ein Wipfelfeuer, welches noch rechtzeitig verhindert werden konnte.

Der Zugangsweg zum Aussichtsturm diente als natürliche Brandbarriere, das Feuer wurde über die beiden übrigen Flanken mittels Waldbrandkomponenten beherrscht und die Front im Verlauf abgelöscht.

Nach dieser ersten Eindämmung wurde am Boden liegendes Holz mittels Motorsägen beseitigt. Wackersteine zur Böschungsbefestigung hatten viel Hitze aufgenommen und mussten händig umgedreht und abgekühlt werden. Feuer im Boden und vorallem an den Wurzeln wurde mittels Netzmittel final gelöscht.

Glutnester wurden mittels Wärmebildkameras ausfindig gemacht. Hierbei kam auch die Drohne der VG Adenau zum Einsatz, die ebenfalls über eine Wärmebildkamera verfügt.

Herausfordernd war die Wasserversorgung: mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr wurde Wasser über eine lange Wegstrecke gefördert, da Großfahrzeuge nicht bis an die Einsatzstelle heran fahren konnten. Mittels UTVs wurde Material zur Einsatzstelle gebracht.

Besonders wichtig bei den derzeitigen Temperaturen ist der Schutz der Einsatzkräfte. Es wurden ausreichend Getränke bereitgestellt. Ein Rettungswagen zum Eigenschutz wurde zwar glücklicherweise nicht eingesetzt. Eine Einsatzkraft zog sich allerdings ein Umknicktrauma zu.

12.08.: Adenau: 700 Quatratmeter Wald an der Hohen Acht in Flammen

Foto: Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau

Hintergrundinformation

Unter einer Waldbrandkomponente versteht man kleinere D-Schläuche mit Strahlrohren, die insgesamt weniger Wasser abgeben. Bei einem Vegetationsbrand mit einem natürlichen Ressourcenmangel Wasser kann so ein sparsamer, aber effektiver Löschangriff durchgeführt werden. Die Menge an Wasser in den Schläuchen ist geringer und die abgegebene Wassermenge ebenfalls.

Bei einem Vegetationsbrand wird das Feuer zunächst eingedämmt, da im ersten Moment ein verhältnismäßiger Mangel an Personal und Löschmitteln vorliegt. Erst im Verlauf, mit mehr Ressourcen, wird das Feuer endgültig abgelöscht.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Kaltenborn, Adenau, Antweiler, Nürburg, Schuld und Wiesemscheid, sowie die Feuerwehr Kempenich (VG Brohltal) und ein Rettungswagen. Auch die Polizei war vor Ort.

Parallel kam es zu einem weiteren Einsatz in der VG Adenau. Im Bereich Wershofen wurde Brandgeruch im Freien wahrgenommen. Die Feuerwehren Aremberg und Wershofen konnten glücklicherweise kein Feuer feststellen.

Gesamt 66 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Pressemitteilung Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau

12.08.: Adenau: 700 Quatratmeter Wald an der Hohen Acht in Flammen

Foto: Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau

Bei einem Vegetationsbrand wird das Feuer zunächst eingedämmt, da im ersten Moment ein verhältnismäßiger Mangel an Personal und Löschmitteln vorliegt. Erst im Verlauf, mit mehr Ressourcen, wird das Feuer endgültig abgelöscht. Foto: Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau

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