Mutmaßlicher Drahtzieher eines Drogenlabors in Aachen festgenommen
24.06.: Drogenlabor-Razzia in Bonn: Ermittlungen führen zu weiteren Festnahmen
Bonn. Im August 2024 stieß die Bonner Polizei in Bonn-Dransdorf auf ein Drogenlabor und legte es still. In dem bunkerähnlichen Gebäude wurden etwa 75.000 Liter chemische Substanzen sowie zahlreiche Apparaturen zur Herstellung synthetischer Drogen entdeckt. Auf dem Gelände wurden fünf Männer aus Georgien im Alter von 24 bis 31 Jahren angetroffen und zunächst vorläufig festgenommen. Aufgrund fehlender Haftgründe kamen sie jedoch wieder frei.
Die Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat 25 der Bonner Polizei, die in enger Zusammenarbeit mit der Bonner Staatsanwaltschaft arbeitete, führte intensive Ermittlungen durch. Diese führten im September 2024 zur Festnahme eines 66-jährigen Mannes. Im August 2025 wurde er vor dem Bonner Landgericht wegen Beihilfe zum Handel mit Drogen in nicht geringer Menge zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Im Juli 2025 wurde ein weiterer Tatbeteiligter, ein 46-Jähriger, festgenommen. Der gegen ihn erlassene Untersuchungshaftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.
Eine weitere Festnahme erfolgte am 26. Mai 2026 in Berlin, als ein 41-jähriger Tatverdächtiger verhaftet wurde, der sich nun in Untersuchungshaft befindet.
Am Dienstag, dem 23. Juli 2026, gelang im Raum Aachen die Festnahme eines 45-Jährigen, der als mutmaßlicher Drahtzieher des Verbrechens gilt. Ein Haftrichter verkündete ihm am folgenden Mittwoch den Untersuchungshaftbefehl.