Blaulicht | 10.12.2025, 11:33 Uhr

Falsche Beamte täuschen Seniorin in Königswinter

9.12.: Betrüger erbeuten Geld und Schmuck in Millionenhöhe

Symbolbild. Foto:lettas - stock.adobe.com
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Königswinter. In Königswinter ereignete sich am Dienstag, den 9. Dezember 2025, ein schwerwiegender Betrugsfall. Telefonbetrüger erbeuteten von einer 82-jährigen Frau Bargeld im sechsstelligen Eurobereich sowie wertvollen Schmuck.

Der Betrug begann mit einem Anruf über das Festnetztelefon, bei dem sich eine Frau als Nachbarin der Seniorin ausgab. Diese behauptete, in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen zu sein, bei dem mehrere Menschen ums Leben gekommen seien.

Anschließend übernahmen ein angeblicher Polizeibeamter und ein vermeintlicher Staatsanwalt das Gespräch. Sie überzeugten die Seniorin, dass die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen als Kaution notwendig sei, um die Inhaftierung der angeblichen Nachbarin zu verhindern.

Der eingeschüchterten Frau blieb aus ihrer Sicht keine Wahl, als zwischen 17 Uhr und 17:45 Uhr sowohl Bargeld als auch Schmuck an eine bislang unbekannte Person zu übergeben.

Der Abholer wird als etwa 35 Jahre alt, mit einer Größe von ca. 175-180 cm und kurzen Haaren sowie dunkler Hautfarbe beschrieben.

Das Kriminalkommissariat 24 hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Zeugen, die mögliche Beobachtungen in Zusammenhang mit der Übergabe gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an kk24.bonn@polizei.nrw.de zu melden.

Die Polizei warnt vor derartigen Betrugsmaschen, bei denen sich Kriminelle als Polizisten oder Staatsanwälte ausgeben und von Verkehrsunfällen berichten, die angeblich von bekannten oder nahestehenden Personen verursacht wurden.

Ein gesundes Misstrauen bei solchen Anrufen sei angebracht. Es wird geraten, vermeintliche Verwandte oder Bekannte unter einer bekannten Nummer zurückzurufen, um die Echtheit der Notlage zu überprüfen.

Zudem sollten am Telefon keine Angaben zu familiären oder finanziellen Verhältnissen gemacht werden, da die Polizei niemals per Telefon nach Bargeld oder Wertgegenständen fragen würde.

Sollte ein solcher Anruf erfolgen, wird geraten, das Gespräch umgehend zu beenden und die Polizei über den Notruf 110 zu informieren.

Darüber hinaus bietet die Seniorenberatung der Bonner Polizei betroffenen Personen und deren Familienangehörigen nach einem solchen Vorfall Beratung in einem persönlichen Gespräch sowie weiterführendes Informationsmaterial an.

Interessierte können sich unter 0228 15-7666 oder 0228 15-7676 (Geschäftszimmer) melden oder eine E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de schreiben.

Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen sind online verfügbar.

bonn.polizei.nrw/sites/default/files/2021-06/Artikel%2002_2021.pdf

BA

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