Mehrfach mussten Fußgänger der gut besuchten Fußgängerzone dem Fahrer ausweichen
Autofahrer rast durch die Troisdorfer Fußgängerzone
Troisdorf. Am Karfreitagmorgen (07. April) gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, in denen gemeldet wurde, dass ein Auto mit hoher Geschwindigkeit durch die Troisdorfer Fußgängerzone fahren würde. Außerdem meldeten die Anrufer, dass der Fahrer vor einem Geschäft randalieren würde. Zu dieser Zeit hielten sich viele Fußgänger, darunter auch Familien mit Kindern, in der Innenstadt auf.
Ein 43 Jahre alter Mann aus Köln war mit seinem blauen Kastenwagen über die Klevstraße in die Fußgängerzone gefahren. Zeugen schilderten, wie der Kölner mit hoher Geschwindigkeit und rücksichtsloser Fahrweise sein Auto vor einem Ladenlokal in der Kölner Straße anhielt. Dort stieg er aus und begann, Tische und Stühle, die vor dem Geschäft standen, umherzuwerfen und dabei aufgebracht und lautstark auf Türkisch etwas in sein Mobiltelefon zu rufen. Schließlich setzte der Randalierer sich wieder in seinen Kastenwagen, fuhr mit quietschenden Reifen los und verließ auf gleichem Weg die Fußgängerzone.
Auch hier mussten mehrfach Fußgänger der gut besuchten Fußgängerzone dem Fahrer ausweichen. Eine Zeugin sagte später: „Man kann nur von Glück sprechen, dass niemand verletzt wurde.“
Hinzugerufene Polizisten konnten den 43-Jährigen schließlich mit seinem Auto in der Kirchstraße anhalten. Dort gab der Mann an, er sei so aufgebracht in die Fußgängerzone gefahren, weil er dort Geld von einem Bekannten zurückfordern wollte. Die Polizisten führten einen Drogenschnelltest durch, der positiv ausfiel. Daher wurde dem Kölner auf der Polizeiwache Troisdorf eine Blutprobe entnommen.
Den Mann erwarten nun Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und Straßenverkehrsgefährdung mit Fahrunsicherheit infolge von Genuss anderer berauschender Mittel. Der Führerschein wurde sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt.
Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
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