Allgemeine Berichte | 10.03.2026

Wasserrettung und Katastrophenschutz brauchen Perspektive

DLRG Montabaur e.V. droht Verlust ihres Stützpunkts

Auch in der Region kommt die DLRG häufiger bei Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser zum Einsatz.

Montabaur. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Montabaur e.V. steht vor einer ungewissen Zukunft. Für den Bau des neuen Mons-Tabor-Bades wird das Gelände benötigt, auf dem sich derzeit das Vereinsheim der Ortsgruppe befindet. Die dort aufgestellten Container, die als Vereinsheim und Garagen dienen, müssten vollständig weichen.

Die DLRG Montabaur e.V. begrüßt den geplanten Neubau des Hallenbades ausdrücklich. Moderne Schwimmstätten sind eine wichtige Grundlage für qualifizierte Schwimmausbildung und damit für die Sicherheit im Wasser. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Situation, dass für die Ortsgruppe dringend eine langfristige Perspektive für ihre Infrastruktur benötigt wird.

Seit vielen Jahren sucht die Ortsgruppe nach einer dauerhaften Lösung für ihre Unterbringung. Der Bau des neuen Mons-Tabor-Bades macht nun deutlich, wie dringend eine solche Perspektive benötigt wird.

Mit dem Wegfall des Geländes würde die Ortsgruppe ohne Vereinsheim, Garagen und Lagerflächen dastehen, da das derzeitige Vereinsheim aus älteren Containern besteht. Auch wenn die Anlage nicht mehr zeitgemäß ist, war sie bislang die einzige Möglichkeit, Fahrzeuge, Boote und Einsatzmaterial unterzubringen.

Für die ehrenamtliche Arbeit der Ortsgruppe ist eine funktionierende Infrastruktur unverzichtbar. Die DLRG Montabaur e.V. verfügt über zwei Transporter, einen 7,5-Tonnen-Lkw, einen Kastenanhänger sowie zwei Rettungsboote mit Trailern. Diese Fahrzeuge und Boote werden für Ausbildung, Veranstaltungen und Einsätze benötigt.

Bereits heute reicht der vorhandene Platz nicht aus. Ein Teil der Fahrzeuge und Anhänger muss daher an mehreren Standorten untergebracht werden. Dadurch wird die Einsatzbereitschaft zusätzlich erschwert, da Fahrzeuge und Material nicht zentral verfügbar sind.

Die Ortsgruppe engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Sicherheit im und am Wasser und stellt unter anderem Kräfte für den Wasserrettungszug Westerwald-Taunus. Einsatzkräfte aus Montabaur waren zudem bei größeren Schadenslagen im Einsatz, unter anderem bei der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie beim Hochwasser im Saarland.

Auch in der Region wird die DLRG regelmäßig zu Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser alarmiert. Der mögliche Verlust des Standorts betrifft daher nicht nur den Verein selbst. Ohne geeignete Unterbringung für Fahrzeuge und Boote würde auch ein wichtiger Bestandteil des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes und der Wasserrettung in der Region geschwächt.

Trotz verschiedener Gespräche mit den zuständigen Stellen konnte bislang kein Ersatzstandort gefunden werden. Die Stadt Montabaur hat der Ortsgruppe inzwischen kostenfreie Schulungsräumlichkeiten sowie einen Stellplatz für eines der Rettungsboote zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot hat die Ortsgruppe dankend angenommen. Die Unterstützung wird ausdrücklich begrüßt, kann jedoch einen vollständigen Standort mit Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrzeuge, Boote und Material sowie Räumlichkeiten für Ausbildung und Jugendarbeit nicht ersetzen.

In diesem Jahr feiert die DLRG Ortsgruppe Montabaur ihr 80-jähriges Bestehen. Seit acht Jahrzehnten engagieren sich Menschen ehrenamtlich für Schwimmausbildung, Jugendarbeit und Wasserrettung in der Region. Das Jubiläum soll im Sommer gemeinsam mit Mitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern im Mons-Tabor-Bad gefeiert werden.

Die Ortsgruppe ist daher weiterhin dringend auf der Suche nach einer Perspektive für ihre Arbeit und hofft, im Jubiläumsjahr eine Lösung für die zukünftige Unterbringung finden zu können.

Konkret wird ein geeignetes Grundstück für ein Vereinsheim mit Fahrzeug- und Bootsgaragen gesucht oder alternativ ein passendes Gebäude. Dort müssten Fahrzeuge, Boote und Einsatzmaterial untergebracht werden können. Gleichzeitig werden Räumlichkeiten für Ausbildung, Jugendarbeit und Vereinsleben benötigt.

Die Ortsgruppe appelliert daher an Politik, Verwaltung, Unternehmen und mögliche Unterstützer in der Region, gemeinsam eine Perspektive zu finden, damit Wasserrettung, Jugendarbeit und Katastrophenschutz auch künftig in Montabaur gesichert bleiben.

Pressemitteilung Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Montabaur e.V.

Auch in der Region kommt die DLRG häufiger bei Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser zum Einsatz. Foto: pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Dienstleistungen
Lampionfest in Weißenthurm - KW25
Projektingenieur
Grillsaison Filiale Dernbach
Empfohlene Artikel
11

Montabaur. Durch gemeinsames Denken können wir neue Lösungen entwickeln und andere Blickwinkel öffnen.“ Mit diesem Grundgedanken hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis (wfg) in Kooperation mit der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf das Schloss Montabaur eingeladen.

Weiterlesen

Prävention mit viel Freude: Die Seniorenakademie bietet Kurse in Altersmedizin und Gesundheitssport an.
24

Montabaur. – Wenn Seniorinnen und Senioren die Schulbank drücken – so lässt sich mit wenigen Worten beschreiben, was der Verein „In Würde alt werden“ und der Hospitalfond Montabaur seit Ende 2023 in Form einer Seniorenakademie auf die Beine gestellt haben. Interessenten ab 65 Jahren können sich ab sofort für einen neuen Grundkurs anmelden.

Weiterlesen

Eine gelungene Überraschung: Postcode-Gewinner Dirk und seine Ehefrau Alexandra freuen sich gemeinsam mit der internationalen Botschafterin der Postcode Lottery Group, Katarina Witt, über die höchste Gewinnsumme des Tages.
241

Region. „Der Juni hat es in sich“ – zumindest für zahlreiche Teilnehmende der Postcode Lotterie im rheinland-pfälzischen Westerwaldkreis. Insgesamt 332 Glückspilze im Postleitzahlengebiet 56244 freuen sich über den Monatsgewinn in Höhe von zwei Millionen Euro. Vier Nachbar*innen erlebten dabei einen ganz besonderen Glücksmoment: Sie teilen sich dank ihres gezogenen Postcodes 56244 BP insgesamt eine Million Euro.

Weiterlesen

Weitere Artikel
417

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen

achtung baustelle
357

B 42 halbseitig gesperrt: Ampelanlage regelt Verkehr

Ab 18.06.: Hangsicherungsarbeiten zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein

Rheinbrohl/Niederhammerstein. Zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein sind an der B 42 nach einem Steinschlag dringend Hangsicherungsarbeiten notwendig. Diese Maßnahmen führen zu einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße vom 18. bis 20. Juni 2026. Der Verkehr wird in diesem Bereich mithilfe einer Ampelanlage geregelt, um den reibungslosen Ablauf trotz der Einschränkungen zu gewährleisten.

Weiterlesen

Wer kann Hinweise zur Identität des Tatverdächtigen geben?
697

Bonn. Das Kriminalkommissariat 14 der Bonner Polizei sucht öffentlich nach einem unbekannten Mann. Dieser steht im Verdacht, am 23. Dezember 2025 in der Bonner Innenstadt eine 21-jährige Frau angegriffen und verletzt zu haben. Der Vorfall ereignete sich, als die junge Frau an einer Rolltreppe im Bonner Hauptbahnhof an dem Mann vorbeiging. Plötzlich trat er ihr ohne Vorwarnung in den Rücken. Trotz intensiver Ermittlungen konnte die Identität des Tatverdächtigen bisher nicht geklärt werden.

Weiterlesen