Allgemeine Berichte | 03.12.2025

Naturschutzgebiet Nauberg

Endlich Frieden mit der Natur und den Menschen schließen

Die Bürgerinitiative „Erhaltet den Nauberg“ kämpft seit mehr als 15 Jahren für den Erhalt des Naturraums. Foto: Harry Neumann/Naturschutzinitiative e.V.

Nister. Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Rheinland-Pfalz, das die die Ausweisung des Naubergs als Naturschutzgebiet bestätigt. Hiergegen hatte die Basalt AG eine Normenkontrollklage beim OVG in Koblenz eingereicht.

Der Schutz und die Förderung der Biodiversität sind gemeinsam mit dem Erhalt der (alten) Wälder und der Lebensräume für Menschen und Tiere die wichtigsten Faktoren, um der ökologischen Krise zu begegnen.

Besonders die Altbaumbestände mit über 180-jährigen Rotbuchen und einem hohen Totholzanteil bieten für zahlreiche Arten einen wichtigen Lebensraum. Denn die Altbäume sind die Stützpfeiler des Ökosystems Wald. Jetzt kann er sich endlich ungestört zu einem wilden alten Wald entwickeln“, erklärten Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative (NI) und Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) hat als bundesweit anerkannter Verband die Bürgerinitiative „Erhaltet den Nauberg“ und die Menschen der Region seit über 15 Jahren in ihrem Einsatz für den Erhalt dieses ökologischen Juwels unterstützt. Ohne dieses Bündnis wäre der Nauberg längst zum Industriegebiet geworden, so der Naturschutzverband.

„Wir brauchen große zusammenhängende Gebiete, in denen sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann. Diese sind unverzichtbar für den Schutz der biologischen Vielfalt. Zahlreiche Arten wie Wildkatze, Luchs, Wolf, Biber, Rotwild und Schwarzstorch brauchen ungestörte Rückzugsräume mit hohem Strukturreichtum, die sie nur in großen, ungestörten Gebieten vorfinden. Wir brauchen auch als Menschen Wildnisgebiete, um Natur wieder in ihrer Ursprünglichkeit erfahren zu können und um unsere Sehnsucht nach Unberührtheit zu stillen“, betonte Wildkatzenforscherin Gabriele Neumann von der NI.

„Wir freuen uns sehr, dass der Nauberg vor einer Industrialisierung durch den geplanten Basaltabbau gerettet werden konnte. Er kann von nun an einen Beitrag zu mehr Waldwildnis leisten.

Dazu gehört auch, dass die an das Naturschutzgebiet angrenzenden Lebensräume nicht durch die Errichtung von Windindustrieanlagen zerstört werden dürfen. Der geplante Windpark „Mörlen“ sei daher unverantwortlich und würde die Schutzzwecke des neuen Naturschutzgebietes konterkarieren“, so der Natur- und Umweltschutzverband.

Endlich Frieden mit der Natur und den Menschen schließen

„Der lange Kampf hat sich gelohnt: Mit 24 Exkursionen und Demonstrationen haben wir den Menschen seit vielen Jahren die Kostbarkeit des Naubergs näher gebracht. Die Zerstörung von Natur und Landschaft muss aufhören.

Die Basalt AG sollte endlich Frieden schließen mit der Natur und den Menschen“, so Harry und Gabriele Neumann und Immo Vollmer. „Wir danken aber auch den Mitarbeitern der Oberen Naturschutzbehörde für Ihren langjährigen Einsatz und ihre Unterstützung.

Auch das Nationale Naturerbe Stegskopf muss Naturschutzgebiet werden

Damit die Politik glaubwürdig bleibe, müsse nun der nächste wichtige Schritt durch das Umweltministerium folgen: Das Nationale Naturerbe Stegskopf müsse auf seiner gesamten fast 2000 ha großen Fläche Naturschutzgebiet werden, zumal Rheinland-Pfalz mit 1,9% der Landesfläche zu den bundesweiten Schlusslichtern bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten gehöre, so der Verband.

„Nur durch die Ausweisung des Stegskopfs als Naturschutzgebiet können das nationale Tafelsilber und die europäischen FFH- und Vogelschutzgebiete dauerhaft gesichert werden.

Dies sind wir den nachfolgenden Generationen und dem Schutz der Biodiversität schuldig. Wir dürfen Wildnis und deren Schutz nicht nur im Regenwald einfordern, sondern müssen ihn auch bei uns umsetzen“, so Gabriele Neumann. Pressemitteilung Naturschutzinitiative e.V.

Die Bürgerinitiative „Erhaltet den Nauberg“ kämpft seit mehr als 15 Jahren für den Erhalt des Naturraums. Foto: Harry Neumann/Naturschutzinitiative e.V.

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