Kultur und Geschichte | 22.04.2025

Löwenburg und Philippsburg in Monreal

Historische Burgen im Elzbachtal entdecken

Sonnenaufgang bei den Monrealer Burgen.Foto: Laura Rinneburger

Monreal. Die benachbarten Ruinen der Löwenburg – auch als Burg Monreal bekannt – und der Philippsburg – im Volksmund „das Rech“ (Reh) genannt – thronen erhaben über dem idyllisch im Elzbachtal gelegenen Fachwerkdorf Monreal auf einem 350 Meter hohen Bergsporn.

Die Löwenburg

Die Löwenburg oberhalb des Fachwerkdorfs Monreal ist eine sogenannte Spornburg und wurde erstmals im Jahre 1229 urkundlich erwähnt.

Graf Hermann III. von Virneburg gilt als Erbauer der Löwenburg. Überlieferungen zufolge, soll er die Anlage nach einem Teilungsvertrag auf dem Grund und Boden seines Bruders Philipp erbaut haben. Die dadurch entstandenen Streitigkeiten unter den Brüdern, wurden jedoch später beigelegt und Philipp trat seine Rechte an der Region an seinen Bruder ab.

Die Philippsburg

Die Philippsburg in Monreal wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert errichtet. Den Beinamen "Rech" (Reh) im Volksmund hat die Philippsburg aufgrund ihrer geringeren Größe im Vergleich zur Löwenburg erhalten.

Hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte gibt es zwei unterschiedliche Theorien: So soll die Philippsburg einerseits lediglich als Vor- bzw. Außenwerk der Löwenburg erbaut worden sein oder andererseits als „Antwort“ Philipps auf den unerlaubten Bau der Löwenburg durch seinen Bruder erfolgt sein.

Geschichtliche Entwicklung

Die Grafen von Virneburg unterhielten gute Beziehungen zum Kurfürstentum Köln. Hierdurch und begründet durch die Überfälle von Heinrich II. von Virneburg auf die kurtrierische Stadt Mayen, entwickelte sich eine Fehde zwischen dem Trierer Erzbischof und den Grafen von Virneburg. Unter Intervention des Kölner Erzbischofs wurde sich daher darauf geeinigt, dass Heinrich II. die Löwenburg Trier zu Lehen auftragen sollte, sobald sein Vater Robert III. von Virneburg verstorben war.

Zwischen den Jahren 1384 und 1445, als Robert IV. von Virneburg der Herr von Monreal war, wurde die Anlage weiter ausgebaut und diente im 14. und 15. Jahrhundert unter anderem als Witwensitz der Grafenfamilie. Die Stammburg der Virneburger Grafen in Virneburg selbst, wurde bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Hauptsitz durch Monreal abgelöst.

Im Jahre 1545 erlosch das Geschlecht derer von Virneburg mit dem letzten Grafen Cuno und Heinrich von Leiningen folgte als Lehnsmann. Nach 1555 wurde das Lehen jedoch nicht wieder vergeben und der Trierer Kurfürst setzte einen eigenen Amtmann ein.

Bei dem vergeblichen Versuch, die Stadt gegen schwedische Truppen zu verteidigen, nahmen die Befestigungsanlagen 1632 schweren Schaden und wurden schließlich im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs im Jahre 1689 von französischen Truppen endgültig zerstört.

1815 gelangten die beiden Monrealer Burgruinen in Staatsbesitz, bis die heutige Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) Eigentümerin wurde.

Heute sind von der Löwenburg noch große Teile erhalten, die einen guten Eindruck davon geben, wie stattlich das einstige Erscheinungsbild der Burg wohl gewesen ist. In erster Linie die Überreste des 25 Meter hohen Bergfrieds mit seinen drei Meter dicken Mauern sind weithin sichtbar. Der Hocheingang des imposanten Bergfrieds zeigt in Richtung Tal und damit strategisch günstig, zu der dem Feind abgewandten Seite. Der Turm ist ebenfalls als Aussichtsturm frei zugänglich.

Von der Philippsburg sind – mit dem Nordwestturm sowie der restaurierten Südmauer – ebenfalls noch einige substanzielle Mauerreste erhalten geblieben, die einen guten Eindruck der ursprünglichen Anlage vermitteln.

Pressemitteilung Touristik-Büro VG Vordereifel

Sonnenaufgang bei den Monrealer Burgen. Foto: Laura Rinneburger

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Anzeige Alles für die Schule
 50% Sommeraktion
50% Sommeraktion
Premium-Titel 1
Imageanzeige, 2. Anzeige "2+1" Aktion
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Am Freitagabend, 4. September, wird es spannend, wenn verkündet wird, wer die Nachfolgerin von Burgundia Hannah Schooß wird.
921

Ahrweiler. Die vier mächtigen Stadttore der historischen Altstadt empfangen die Gäste an den ersten beiden Septemberwochenenden zu den Ahrweiler Weinwochen, dem größten und traditionsreichsten Weinfest des Ahrtals. Zwischen Fachwerkhäusern und lauschigen Gassen verwandelt sich das Städtchen vom 4. bis 6. September sowie vom 11. bis 13. September in eine stimmungsvolle Festmeile voller Genuss, Musik und Lebensfreude.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Pixabay.com
523

Schweres Unwetter im Gebiet der Verbandsgemeinde Bad Breisig:

21.08.: Nach tödlichem Unfall in Waldorf: Verwaltung drückt Mitgefühl aus

Waldorf. In der Ortsgemeinde Waldorf ereignete sich am Abend des 19.08.2026 bei einem der insgesamt 12 Feuerwehreinsätze in der Verbandsgemeinde Bad Breisig ein tragischer Unglücksfall im Zusammenhang mit dem Unwetter, bei dem es zu einem tödlichen Unfall kam. Zwei Spaziergängerinnen suchten bei einer überdachten Sitzgruppe an einem Wirtschaftsweg Schutz vor dem Unwetter, wobei ein dahinter befindlicher Baum entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte.

Weiterlesen

von links Holger Klemm (TI Bad Breisig), Petra Reuter, Klaus Reuter, Ursula Reuter-Breith, Frau Rückes (cbg), Dr. Raimund Lassak (cbg)
442

Bad Breisig. Das Hotel Zur Mühle an der Rheinpromenade in Bad Breisig trägt auch in den kommenden drei Jahren die Klassifizierung Drei Sterne Superior. Mit der erfolgreichen Nachklassifizierung bestätigt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Rheinland-Pfalz dem traditionsreichen Familienbetrieb einen hohen Qualitätsstandard.

Von Tourist-Information Bad Breisig aus Bad Breisig

Weiterlesen