Blaulicht | 10.04.2026, 08:06 Uhr

Leserbrief: „Die Polizei, dein Freund und Helfer!“

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
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Das Vertrauen in den Rechtsstaat scheint verloren zu gehen. Wie Feuerwehr, Rettungsdienste, Sanitäter und andere Helfer in der Not trifft auch unsere Polizei leider in der letzten Zeit oft auf Misstrauen und Aggression und findet wenig Anerkennung für ihre Arbeit. Dem möchte ich ein positives Gegenbeispiel entgegensetzen: Nach einem Besuch bei uns machte sich unser sehbehinderter und betagter Freund (fast 79) am vergangenen Karfreitag wieder auf den Heimweg nach Ludwigshafen.

Am frühen Nachmittag bestieg er in Bad Breisig den völlig überfüllten RB26, bemerkte dann aber schon vor Koblenz, dass man ihm offenbar im Gedränge das Portemonnaie aus seiner Umhängetasche gestohlen hatte. Darin waren neben einem größeren Geldbetrag auch alle wichtigen Ausweisdokumente (Personalausweis, Schwerbehindertenausweis, Rentenausweis, AOK-Karte etc.) sowie die EC-Karte und das Deutschlandticket. Völlig aufgelöst kam er mit dem nächsten Zug zu uns zurück. Wir halfen ihm, sofort die EC-Karte zu sperren und riefen die Polizeidienststelle in Remagen an. Und siehe da: 2 Beamte kamen direkt zu uns nach Bad Breisig, um die Strafanzeige aufzunehmen, die Ermittlungen einzuleiten (zuständig für die Deutsche Bahn ist die Bundespolizei) und mit gutem Rat in der Sache weiterzuhelfen. Leider häufen sich zurzeit offenbar Taschendiebstähle in der Bahn auf der Rheinschiene, erklärten die netten Beamten – kein Wunder bei den regelmäßig überfüllten Zügen.

Es ist unverständlich, dass zusätzlich zu den häufigen Zugausfällen in Remagen stets ein Teil des Zuges abgekoppelt wird und alle Passagiere in den vorderen Zugteil umziehen müssen, der dadurch natürlich völlig überfüllt wird. Im dichten Gedränge der stehenden Passagiere haben Taschendiebe ein leichtes Spiel. Mit dem Protokoll der Anzeige konnte unser Freund am folgenden Tag seine Rückreise auch ohne sein Deutschlandticket antreten. Herzlichen Dank den verständnisvollen Polizisten, den Helfern in der Not, die nicht einmal ein paar Schokoladen-Ostereier annehmen durften!

Monika Morgenstern, Bad Breisig

Symbolbild. Foto: Adobe Stock Foto: VGV - stock.adobe.com

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