Männer, Musik und beste Stimmung – 35.Herrensitzung in Herschbach begeistert die Besucher
Herschbach. Wenn ein Saal voller Männer aus voller Kehle das Westerwaldlied anstimmt, dann ist klar: In Herschbach wird Herrensitzung gefeiert.
Am vergangenen Samstag luden die Närrischen Ritter Westerwald e. V. zur 35. Herrensitzung ins Haus Hergispach ein und bewiesen eindrucksvoll, dass rheinischer Humor und ausgelassene Stimmung auch im Westerwald bestens funktionieren.
Schon beim Einmarsch des Elferrates hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen. Begleitet von den Westerwaldsternen des Tanzcorps Blau-Weiß Uckerath und musikalisch unterstützt von Kölsch Club, der Hausband, sprang der Funke sofort über. Die Herren im Saal waren textsicher, stimmgewaltig und bestens aufgelegt
Erstmals moderierte der neue Sitzungspräsident Philipp Kuhlmann meisterhaft, locker und souverän und mit einem sicheren Gespür für sein Publikum das Programm und forderte die Gäste auf, für einige Stunden den Alltag vor der Tür zu lassen. Dieser Aufforderung kamen die Anwesenden nur allzu gerne nach.
Wie immer wurden die einzelnen Programmpunkte durch ein Burgfräulein, in diesem Jahr übernahm dies Nathalie, in verschiedenen aufreizenden Outfits angekündigt.
Den rednerischen Auftakt übernahm Ausbilder Schmidt in olivfarbener Uniform und mit rotem Barett , der mit 25 Jahren Bühnenerfahrung nicht zum ersten Mal in Herschbach zu Gast war. Zunächst lobte er das Publikum und erinnerte an seinen letzten Auftritt in Herschbach, den er mit der Note 1+ bewertet hatte.
Für die Wehrpflicht in Deutschland sieht er jedoch schwarz- bei dem vorhandenen „Material“ gebe es nur „Mimimimis und Luschen“. aber auch gute Nachrichten hatte er parat: In Deutschland leben über 17.000 Hundertjährige. die Frage sei nur, was sie noch spielen sollen, da auf den Verpackungen immer nur von 0 bis 99 die Rede ist.
Für einen ersten tänzerischen Höhepunkt sorgten die Sugar Girls aus dem Kreis Euskirchen. Unter dem Motto „Space Train – One Way Ticket ins Unbekannte“ enterten 35 Tänzerinnen die Bühne und nahmen das Publikum mit auf eine rasante Reise. Mit einer großartigen Performance, spektakulären Würfen, akrobatischen Einlagen und passender Musik zu ihrer Choreographie wie „Der Zug hat keine Bremse“ und „Bella Napoli“ eroberten sie die Herzen der Männer im Sturm.
Es folgten die Heddemer Twix mit ihrer ideenreichen Zwergen Show. In rasant schnell wechselnden Outfits parodierten sie bekannte Künstler mit deren Hits wie „Y.M.C.A.“, „Über den Wolken“, „You‘re My Heart, You‘re My Soul“, „Sweet Caroline“, „Polka, Polka, Polka“ und sorgten damit für beste Unterhaltung.
Thorsten Bär, bekannt als „Uwe – der Kreisligatrainer“ und direkt aus Hamburg angereist, berichtete unter anderem von seinem Besuch auf der Reeperbahn. Beim Bezahlen überreichte er der Dame Monopolygeld. Auf ihre entsetzte Frage antwortete er trocken: „Falsche Titten, falsches Geld.“ Auch bei Julian Nagelsmann fragte er sich, ob dieser nicht gerade erst zur Konfirmation gegangen sei – die Kabinenansprachen erinnerten ihn eher an eine Kita.
Zum zweiten Mal an diesem Tag zogen die Westerwaldsterne von Blau-Weiß Uckerath ein. Mit 48 Tänzerinnen und Tänzern begeisterte das Tanzcorps erneut: Gardetanz in höchster Perfektion, Würfe bis unter die Decke und dreifache Saltos raubten dem Publikum sprichwörtlich den Atem. Gekrönt wurde der Auftritt, als Sitzungspräsident Philipp Kuhlmann auf die Bühne gebeten und von den Gardetänzern gleich dreimal in die Luft geworfen wurde. Seine Aufregung war damit im wahrsten Sinne des Wortes „verflogen“. Natürlich durfte auch eine Zugabe mit, „Ne kölsche Jung“ von Brings, nicht fehlen.
Dann wurde es noch einmal richtig laut: Die Kölner Partyband Tante Käthe zog in schwarz-goldenen Bademänteln zu Vangelis‘ „Conquest of Paradise“ auf die Bühne. Zwei Frauen und fünf Männer heizten dem Publikum mit Liedern wie „Nie mehr Fastelovend“, „Für die Iwigkeit“ und „Eisgekühlter Bommerlunder“ kräftig ein.
Selten sieht man Männer so textsicher, tanzend und schunkelnd vereint. Bei der Zugabe holte Tante Käthe den Elferrat der Närrischen Ritter auf die Bühne. Zu „Nach links, nach rechts“ wurden alle zum Mitmachen animiert. An der Synchronität kann zwar noch gearbeitet werden, doch der Spaß war garantiert.
Den Schlusspunkt des Programms gestaltete Burgfräulein Nathalie gesanglich mit „Give it to me“ und „Sway“.
Traditionell stimmte Kölsch Club zum Abschluss noch „Oos Herschber Fastnacht“ an, bevor die Sitzung friedlich endete.
Fröhlich und bestens gelaunt verließen die Gäste schließlich den Saal. Nach dieser gelungenen Sitzung darf man sich schon jetzt auf die 36. Herrensitzung freuen, die am 9. Januar 2027 stattfinden wird. Pressemitteilung Närrischen Ritter Westerwald
So gut die Stimmung im Saal war, so abwechslungsreich und unterhaltsam zeigte sich das Programm der Sitzung.
Mit bester Laune und jeder Menge Frohsinn begeisterten die Acts des Abends ihr Publikum.
