Allgemeine Berichte | 26.02.2026, 08:47 Uhr

Mehr Sicherheit, mehr Flexibilität, mehr Teilhabe

Neuer Kleinbus für die Caritas-Tagesförderstätte Wirges

Felix Krah (rechts) und Wolfgang Krah (Mitte) vom Autohaus Krah übergeben den neuen VW Crafter für die Caritas-Tagesförderstätte offiziell an Caritasdirektorin Stefanie Krones (von links), Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten, sowie Hannah van Bonn, Leiterin der Tafö in Wirges.
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Wirges. Ein sichtbares Zeichen für mehr Mobilität und weiterer Verbesserung der sozialen Teilhabe für Menschen mit schweren Behinderungen: Die Tagesförderstätte (Tafö) des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn in Wirges verfügt ab sofort über einen neuen Kleinbus. Offiziell übergeben wurde der VW Crafter im Autohaus Krah in Herschbach/Uww. durch Autohaus-Chef Wolfgang Krah und seinen Sohn Felix Krah an die Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes. Caritasdirektorin Stefanie Krones, Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, sowie Hannah van Bonn, Leiterin der Tagesförderstätte, nahmen das neue Fahrzeug dankbar entgegen.

„Mobilität bedeutet für unsere Beschäftigten immer auch Lebensqualität, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe“, betonte Caritasdirektorin Stefanie Krones bei der Übergabe. „Mit dem neuen Bus schaffen wir bessere Voraussetzungen, um individuelle Bedarfe noch flexibler und sicherer zu berücksichtigen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Der bisherige Bus – ein Ford Transit – hatte nach zwölf Jahren im Einsatz ausgedient. „Er hat seine Dienste geleistet“, sagte Armin Gutwald. „Aber Technik und Anforderungen entwickeln sich weiter. Deshalb freuen wir uns sehr über dieses deutlich modernere, Fahrzeug.“

Möglich wurde die Anschaffung dank der Förderung durch die Aktion Mensch. Ohne diese Unterstützung wäre die Investition in dieser Form nicht realisierbar gewesen.

Der neue VW Crafter bietet Platz für acht Personen und überzeugt vor allem durch sein flexibles Innenraumkonzept. Das modulare Smartfloor-Sitzsystem erlaubt einen gruppenbezogenen Umbau – je nachdem, wie viele Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer oder Läufer mitfahren. Sitze können individuell angepasst, umgestellt oder entfernt werden. „So können beispielsweise vier Läufer und zwei Rollstuhlfahrer gemeinsam unterwegs sein“, erläuterte Hannah van Bonn. „Das gibt uns enorme Flexibilität im Alltag.“

Ein wesentlicher Fortschritt ist zudem der mitgelieferte AMF Linear-Rollstuhllifter. Während beim alten Fahrzeug eine Rampe ausgeklappt und die Rollstühle hochgeschoben werden mussten, ermöglicht der neue Lift ein besonders angenehmes und sicheres Heben. „Unsere Beschäftigten empfinden das als deutlich komfortabler“, so van Bonn. Ergänzt wird die Ausstattung durch zusätzliche elektronische, ausfahrbare Trittstufen für einen möglichst flachen und barrierefreien Einstieg. Eine Rückfahrkamera sowie größere Fenster sorgen für mehr Sicherheit und bessere Sichtverhältnisse.

Die Entscheidung für das Autohaus Krah fiel bewusst. „Das Unternehmen, das die Beschäftigten in den Werkstätten befördert, kommt ebenfalls aus Herschbach. Zudem genießt das Autohaus einen sehr guten Ruf“, erklärte Armin Gutwald. Auch der regionale Bezug spielte eine zentrale Rolle. „Gerade mit Blick auf künftige Serviceleistungen war uns die regionale Partnerschaft wichtig“, ergänzte Stefanie Krones.

Zwischen dem Autohaus und der Caritas gibt es bereits Berührungspunkte: Über die Viweca – die Abteilung für Arbeitsmarktintegration der Caritas-Werkstätten – waren in der Vergangenheit Praktikantinnen und Praktikanten im Autohaus Krah tätig. „Wir haben bislang immer sehr gute Erfahrungen mit der Caritas gemacht und freuen uns jetzt, sie auch als Kunden gewonnen zu haben“, sagte Wolfgang Krah.

Künftig wird der neue Bus in der Tagesförderstätte für regelmäßige Tagesausflüge, Besorgungen oder Ferienfreizeiten eingesetzt. „Fahrten nach Holland und Norddeutschland sind bereits in Planung“, berichtete Hannah van Bonn mit einem Lächeln.

Die 1988 eröffnete Tagesförderstätte des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn in Wirges bietet erwachsenen Menschen mit schweren geistigen und körperlichen Behinderungen – bis zum 65. Lebensjahr – einen lebensnahen undzugleich inklusiven Förder- und Lebensraum. In fünf Gruppen stehen insgesamt 32 Plätze zur Verfügung. Seit September 2016 werden zusätzlich Leistungen für eine werkstattnahe Gruppe der Tagesförderstätte in den Caritas-Werkstätten in Montabaur angeboten. Diese bietet acht Personen, die den Anforderungen einer Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen noch nicht oder nicht mehr gewachsen sind, eine enge Anbindung an die Arbeitswelt. „Wir schaffen einen Lebensraum, in dem Individualität und soziale Integration einen hohen Stellenwert haben“, betonte van Bonn. „Der neue Bus hilft uns dabei ganz konkret – jeden Tag.“

Pressemitteilung

Felix Krah (rechts) und Wolfgang Krah (Mitte) vom Autohaus Krah übergeben den neuen VW Crafter für die Caritas-Tagesförderstätte offiziell an Caritasdirektorin Stefanie Krones (von links), Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten, sowie Hannah van Bonn, Leiterin der Tafö in Wirges. Foto: WWRL/Holger Pöritzsch

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