Sicherheitskonzept beim Rhein-Derby
Polizei Köln setzt auf neuen Ansatz für mehr Sicherheit
Köln. Am Sonntag, dem 11. Oktober, findet im RheinEnergieSTADION das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach statt, das um 15.30 Uhr beginnt.
Die Polizei Köln ist auf die als risikoreich eingestufte Begegnung vorbereitet, wobei der Fokus auf der Sicherheit aller Beteiligten und Zuschauer liegt.
Erstmals wird bei diesem Einsatz die im Juli erneuerte Stadionallianz NRW genutzt, die eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium NRW, den Vereinen der ersten drei Profiligen, der Polizei NRW und der Bundespolizei ermöglicht.
Diese Allianz fördert eine frühzeitige Abstimmung, klare Zuständigkeiten und gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit rund um die Spiele. Während die Vereine für die Veranstaltungssicherheit verantwortlich sind, obliegt der Polizei die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Die Polizei kann so gezielt Kräfte einsetzen, um ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.
Einsatzleiterin Mareike de Valck betont, dass die Polizei Köln in Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln, der Stadt, der Bundespolizei und den Fanorganisationen für Sicherheit im Fußball sorgt. Trotz reduzierter Einsatzkräfte bleibt die Polizei flexibel, um auf spontane Entwicklungen zu reagieren. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Eigenverantwortung der Fußballanhänger, die das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen sollen.
Philipp Türoff, Geschäftsführer des 1. FC Köln, hebt hervor, dass das Derby von Emotionen, Leidenschaft und sportlicher Rivalität geprägt ist. Die Organisation eines sicheren und stimmungsvollen Fußballfests steht im Vordergrund, was durch die enge Zusammenarbeit mit dem Gastverein und den Sicherheitskräften ermöglicht wird. Die neuen Stadionallianzen NRW setzen auf die Eigenverantwortung der Clubs und Fans, ein Ansatz, den der 1. FC Köln unterstützt und dem er verantwortungsvoll gerecht werden will.
Am Spieltag wird die Polizei Köln besonders die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans überwachen. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten wird konsequent eingegriffen. Die erneuerte Stadionallianz betont die gemeinsame Verantwortung, sportliche Rivalität nicht in Gewalt ausarten zu lassen. Maßnahmen wie Stadionverbote, Platzverweise und Bereichsbetretungsverbote sind zentrale Instrumente gegen bekannte Störer.
Bereits im Vorfeld wurden gegen acht Kölner und drei Mönchengladbacher Fans Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Zudem erhielten 50 Kölner Anhänger eine Gefährderansprache. Aufgrund des erwarteten hohen Verkehrsaufkommens sind rund um das RheinEnergieSTADION Verkehrsbehinderungen und Sperrungen möglich. Die Polizei empfiehlt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
BA
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