Räuberische Erpressung in Sankt Augustin
Rhein-Sieg-Kreis: 16-Jähriger raubt Jugendliche aus
Sankt Augustin/Siegburg. Am Montagabend (30. Dezember) kam es in Sankt Augustin zu einer räuberischen Erpressung zum Nachteil zweier Jugendlicher. Gegen 22 Uhr hielten sich die beiden Sankt Augustiner (15 und 16 Jahre alt) an einer Bushaltestelle an der Mendener Straße in Mülldorf auf. Dabei sprach sie ein weiterer Jugendlicher an. Der 16-jährige Tatverdächtige fragte die beiden Geschädigten zunächst nach Bargeld. Die beiden Jugendlichen gaben dem 16-Jährigen zu verstehen, dass sie kein Geld dabeihätten.
Daraufhin trat er an die beiden heran und durchsuchte sie nach Bargeld. Aus einem Portemonnaie entnahm er acht Euro Münzgeld. Da ihm das aber offensichtlich zu wenig war, bedrohte er die Minderjährigen mit Schlägen. Er forderte die Sankt Augustiner mit Nachdruck auf, mit ihm nach Siegburg zu fahren und dort an einer Bank Geld abzuheben. Dieser Aufforderung kamen sie nach.
Am Siegburger Bahnhof hob der 15-Jährige 100 Euro Bargeld von seinem Konto ab und übergab dem Tatverdächtigen das Geld. Dies war ihm aber immer noch nicht genug. Er forderte sein Opfer auf, in einen nahegelegenen Kiosk zu gehen und dort Zigaretten und Alkohol für ihn zu kaufen.
Während der Tatverdächtige draußen wartete, betrat zufällig ein uniformierter Bundespolizist, der auf dem Heimweg war, den Kiosk. Der 15-Jährige bat den Beamten um Hilfe. Zusammen mit einem weiteren Beamten der Bundespolizei, der sich ebenfalls im Bereich des Kiosks aufgehalten hatte, hielten sie den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der zuständigen Beamten der Polizeiwache Siegburg fest. Bei dem 16-Jährigen fanden die Beamten das Bargeld, was er zuvor von dem Geschädigten erhalten hatte.
Alle drei Minderjährigen wurden zur Polizeiwache Siegburg gebracht, wo sie von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt wurden. Der 16-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung verantworten. Pressemitteilung Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
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