Überraschungserfolg beim Saisonauftakt in Frankreich
Leuterod/Le Castellet. Der 19-jährige Rennfahrer Enrico Förderer aus Leuterod ist mit einem beeindruckenden Ergebnis in die neue Saison gestartet. Gemeinsam mit seinem Team SR Motorsport by Schnitzelalm reiste er zum Auftakt auf den Circuit Paul Ricard in Südfrankreich, wo parallel auch die GT World Challenge gastierte.
Bei der Serie handelt es sich um eine Europameisterschaft und damit um die höchste Liga, die man im GT4-Bereich fahren kann – entsprechend stark besetzt war das Teilnehmerfeld. Insgesamt 6 Rennwochenenden stehen auf dem Programm, an denen jeweils 2 Einstündige Rennen mit Fahrerwechsel zu absolvieren sind.
In dieser Saison tritt Förderer mit einem neuen Teamkollegen an: Cedric Fuchs aus Holzappel. Für beide Fahrer, sowie das Team war das Rennwochenende eine besondere Herausforderung, denn vorbereitet werden konnte sich ausschließlich im Simulator – die Strecke war absolutes Neuland.
Die Erwartungen waren entsprechend vorsichtig formuliert: Ein Platz unter den Top 10 bei einem starken Feld von 40 Fahrzeugen wäre bereits ein großer Erfolg gewesen. Doch was die beiden Nachwuchsfahrer dann ablieferten, überraschte alle.
Bereits im freien Training am Freitag ließ das Duo aufhorchen. Nach einem starken achten Platz steigerten sie sich im weiteren Verlauf sogar bis an die Spitze des Feldes. Am Samstag folgte das Qualifying: beide sicherten sich den dritten Startplatz in getrennten Qualifyings, beide konnten sich den 3. Startplatz sichern. Eine Strafe des Zweitplatzierten bescherte Förderer sogar einen Startplatz aus der ersten Reihe – eine hervorragende Ausgangsposition für die beiden einstündigen Rennen am Sonntag.
Im ersten Rennen zeigte Förderer eine überaus souveräne Leistung. Vom Start weg übernahm er die Führung und verteidigte diese konsequent. Nach dem Fahrerwechsel übernahm Fuchs das Steuer des Mercedes AMG GT4, liebevoll „Liesl“ genannt, und brachte das Fahrzeug sicher auf Platz eins ins Ziel.
Das zweite Rennen verlief zunächst schwieriger. Fuchs startete von Platz drei und fiel im Rennverlauf bis auf Rang acht zurück. Allerdings war dies kein Drama, denn die Teamstrategie lautete: kein unnötiges Risiko eingehen, konstant fahren und wichtige Punkte für die Meisterschaft mitnehmen. Zudem achtete Fuchs darauf, die Reifen zu schonen, um seinem Teamkollegen für die zweite Rennhälfte bestmögliche Bedingungen zu übergeben, da dieser über mehr Erfahrung verfügt, um an der Spitze die hart umkämpften Überholmanöver durchzuführen.
Nach dem Fahrerwechsel begann Förderer eine beeindruckende Aufholjagd. Mit starkem Tempo kämpfte er sich Position um Position nach vorne, zeitweise sogar bis auf Rang zwei. Kurz vor Rennende lag er auf Platz drei, ehe ein Safety-Car-Einsatz das Feld wieder zusammenschob.
In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver und spannender Kampf um die Positionen. Zwischen Sieg und Ausfall war alles möglich. Am Ende überquerte Förderer die Ziellinie auf einem starken vierten Platz. „Schade, dass das Safety-Car rauskam, ich war so viel schneller unterwegs als die beiden vorderen, die hätte ich gerne noch eingeholt“, erzählt Förderer.
Die Freude im Team war riesig. „Niemand hätte gedacht, dass unsere Jungs so abliefern. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team“, sagte Teamchef Thomas Angerer. Besonders die intensive Arbeit während der Winter Series habe sich nun ausgezahlt.
Mit diesem herausragenden Saisonstart übernehmen Förderer und Fuchs direkt die Führung in der Meisterschaft und reisen nun mit einem Vorsprung von zehn Punkten zum nächsten Rennen.
Weiter geht es Ende Mai im italienischen Monza, bevor es dann im Juni im Rahmen der 24h von Spa weiter geht. Nach diesem gelungenen Auftakt darf man gespannt sein, wohin die Reise für Förderer und Fuchs noch führt.
Fans, die Enrico Förderer unterstützen möchten, können sich auf seiner Website www.enrico-foerderer.de über den Fanclub und Sponsoringmöglichkeiten informieren.
Pressemitteilung Enrico Förderer
Gleich beim ersten Rennen, durfte sich Enrico Förderer über einen Sieg freuen. Foto: SRO
