Blaulicht | 03.08.2024, 11:00 Uhr

Polizei Bonn ordnet erstmals Messertrageverbote an

Umfangreicher Fahndungs- und Kontrolltag der Bonner Polizei

Neben den 147 Einsatzkräften waren auch vier Staatsanwälte mit im Einsatz.

Symbolbild. Foto: ROB

Bonn. Am Donnerstag, 1. August, führte die Bonner Polizei zusammen mit der Stadt Bonn, dem Zoll sowie der Bundespolizei einen Fahndungs- und Kontrolleinsatz durch. Neben den 147 Einsatzkräften waren auch vier Staatsanwälte mit im Einsatz.

Ziele der Aktion waren die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität und der Gewaltkriminalität, von Straftaten im Rotlichtmilieu sowie von Zuwiderhandlungen gegen Zoll- und Steuervorschriften. Zudem wurden Verkehrskontrollen durchgeführt. 

Bei den Verkehrskontrollen und Fußstreifen an Einsatz- und Kriminalitätsbrennpunkten wie dem Kaiserplatz, dem Hauptbahnhof, dem Hofgarten sowie dem Stadtteil Tannenbusch wurden in der Zeit von 12:30 Uhr bis 22:30 Uhr insgesamt 333 Personen und 70 Fahrzeuge angehalten und kontrolliert. Dabei wurden neben diversen Mängeln an Fahrzeugen, auch Verstöße gegen die Anschnallpflicht, das „Handy-Verbot“ und die fehlende Sicherung von Kindern im Fahrzeug festgestellt. Insgesamt wurden 18 Strafanzeigen gefertigt.

Im Zuge der Ermittlungen in einem Bordell in Alfter sowie acht Wohnungen in Bonn, in denen der Prostitution nachgegangen wurde, nahmen die Beamtinnen und Beamten sechs Frauen wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes vorläufig fest. Auf Antrag des Ausländeramtes der Stadt Bonn wurden gegen zwei Frauen, die aus Kolumbien stammen, in Abschiebehaft genommen. Die anderen verdächtigen Frauen wurden nach Identitätsfeststellungen wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Auch legale Waffenbesitzer wurden durch Mitarbeiter der Bonner Polizei, die auch Waffenbehörde ist, aufgesucht. Kontrolliert wurde hierbei die sichere Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Waffen. In zwei Fällen wurden Verstöße festgestellt. Dies hatte zur Folge, dass die Besitzer ihre Waffen sofort abgeben mussten. Es wurden 17 Langs- und zwei Kurzwaffen sichergestellt.

Bei Überprüfungen von Gaststätten und Shisha-Bars in Meckenheim, an denen auch der Zoll beteiligt war, wurden vier Geldspielautomaten sichergestellt. Es besteht der Verdacht der Veranstaltung von illegalen Glückspielen.

Ein besonderes Augenmerk lag auch auf der Bekämpfung der Messerkriminalität. Erstmals hat die Bonner Polizei insgesamt zwölf Messertrageverbote für Intensivtäter im Alter von 15 bis 48 angeordnet, die in der Vergangenheit bereits mit Messern oder gefährlichen Gegenständen aufgefallen sind bzw. Straftaten mit solchen Gegenständen begangen haben. Das Verbot gilt für die Dauer von drei Jahren für den gesamten Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei. Die entsprechenden Verbotsverfügungen wurden im Rahmen des Einsatzes persönlich zugestellt. Zusätzlich erhielten die Adressaten eine Gefährderansprache. Im Falle einer Zuwiderhandlung ist ein Zwangsgeld in Höhe von jeweils 250 Euro zu entrichten.

Pressemitteilung Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, August 2026 Teil 2
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 3. Anzeige o.B.
Sonderseite Pellenzer Lehrstellen- ind Ausbildungsmesse
Jobmesse Nürburgring
Empfohlene Artikel
04.09.: Diez: Motorradunfall auf der B 54
81

Diez. Am Freitagmittag ereignete sich auf der B54 in der Nähe von Diez ein Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer Verletzungen erlitt. Der Unfall wurde durch den Fahrer eines Pkw verursacht, der beim Einfahren von der L318 auf die B54 die Vorfahrt des Motorradfahrers missachtete. Aufgrund der notwendigen Verkehrsunfallaufnahme musste die Straße vorübergehend gesperrt werden.

Weiterlesen

Symbolbild.
270

Lohmar. Am Montag, dem 31. August, ereignete sich gegen 19:30 Uhr ein Ladendiebstahl in einem Lebensmittelgeschäft an der Kirchstraße in Lohmar. Eine Zeugin beobachtete einen Mann mit einem vollen Einkaufswagen im Eingangsbereich des Marktes. Dieser wartete offenbar darauf, dass weitere Kunden den Laden betraten, um unbemerkt mit den Waren den Markt durch den Eingang zu verlassen, ohne zu bezahlen....

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1109

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
767

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
707

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen