Skulpturen Rückkehr Engers
Rückkehr und Restaurierung der Skulpturen am Schloss Engers
aus Neuwied
Engers. Mit Freude wurde in Engers die Rückkehr der 24 Skulpturen in den Vorhof des Schlosses Engers gefeiert. Diese, von dem berühmten Bildhauer Joseph Feill geschaffenen Büsten, die wegen Witterungsschäden auf der Festung Ehrenbreitstein gelagert waren und dort den Bürotrakt schmückten sind an ihre angestammten Plätze im Schlosshof zurückgekehrt.
Viele Engerser haben das Fehlen dieser Sandsteinfiguren seit nunmehr vielen Jahren vermisst.
Es war der Engerser ‚Arbeitskreis Heimat + Tourismus‘, der die Initiative der Rückführung ergriff. Josef Kretzer setzte sich mit der ‚Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz‘ (GDKE) in Verbindung um von dort aus die erforderliche Unterstützung zu erhalten.
Doch von dort wurde mitgeteilt, dass man zu der Sache keine Aussage treffen könne und an die Villa Musica verwiesen. Fünf Briefe an die ‚Villa Musica‘ blieben unbeantwortet.
Dabei hatte das Land Rheinland-Pfalz in der Broschüre: Führungsheft 22 der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) ausdrücklich gefordert: „Es ist aber unbedingt erforderlich, dass der Skulpturenzyklus wieder vollständig auf den Ehrenhofpfeilern aufgestellt wird, da er ein prägendes künstlerisches Element des Jagdschlosses ist. Die Restaurierung wird vorbereitet.“ Doch es geschah nichts.
Unzählige Briefe, Presseveröffentlichungen folgten, bis der Arbeitskreis sich mit der Neuwieder Stadtverwaltung in Verbindung setzte und den Oberbürgermeister Jan Einig bat, an einem gemeinsamen Gespräch teilzunehmen, bei dem die Beteiligten zusammen klären könnten, wie es weiter gehen soll.
Dies war dann der Durchbruch. Der Geschäftsführer der Villa Musica Prof. Dr. Karl Böhmer, hatte zugesagt an diesem Gespräch teilzunehmen, doch die Terminfestlegung zog sich vom Januar bis September 2019 hin.
Am 19-09-2019 traf man auf der Festung Ehrenbreitstein den Geschäftsführer der Villa Musica Prof. Dr. Karl Böhmer, den Landeskonservator von Rheinland-Pfalz Dr. Fritz von Preuschen von der GDKE, Oberbürgermeister Jan Einig, Josef Kretzer und Anton Krüger vom Arbeitskreis Kultur und Tourismus.
Dort wurde Einvernehmen hergestellt, dass die Skulpturen restauriert und vor Witterung geschützt wieder auf dem Schlosshof aufgestellt werden sollten.
An der Finanzierung sind Land und Bund beteiligt und endlich, seit 2014 bis heute hat der Kampf gedauert, den Josef Kretzer für dieses Ergebnis geführt hat.
Doch dann musste er zur Kenntnis nehmen, dass bei der von der Villa Musica einberufenen Feier dem Vorsitzenden des Arbeitskreises es verwehrt wurde in der Feierstunde ein Grußwort an die Gäste zu richten.
12 Jahre hat sich Josef Kretzer intensiv darum gekümmert, dass dieses Ergebnis zustande kam, während die Villa Musica 30 Jahre an sich vorbeilaufen ließ, ohne eigene Anstrengungen zu unternehmen, Schloss Engers wieder zu seiner alten Pracht zurückzuführen.
Die Feierstunde im Saal der Diana war schwach besucht, weil die Engerser Bevölkerung nicht mit eingeladen war. Es fehlten auch die Süd-West-Funk mit der Landesschau und auch der Landeskonservator Dr. Fritz von Preuschen, der ebenfalls bei der Wiederherstellung des Skulpturencyklus tief eingebunden war fand sich nicht unter den geladenen Gästen. Ebenso hatte der Engerser Ortsvorsteher, Dieter Neckenig keine Einladung erhalten.
So wurde dann dem angereisten Kultusminister Sven Teubner SPD ein dreiviertelleerer Saal geboten.
Oberbürgermeister Jan Einig war es dann, der die jahrelangen intensiven Bemühungen des Arbeitskreises in seiner Ansprache herausstellte und Josef Kretzer für all seinen beharrlichen Einsatz dankte.
Die ganzfigurigen Skulpturen, die ihren Platz auf den Torhäuschen haben, werden erst im Oktober aufgestellt und dann hat der Schlosshof zu Engers wieder sein althergebrachtes Gesicht.
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Gruppenfoto mit Minister Sven Teuber (Mitte) bei der Feierstunde im Engerser Schloss Foto: Thorsten Kretzer