Allgemeine Berichte | 30.11.2015

Die elfjährige Joice Juhn hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie fährt Moto Cross

Ihr „Spielzeug“ ist ein 33 PS-Motorrad

Joice Juhns Eltern Anke Buslei und Bernd Juhn unterstützen das Moto Cross-Fahren ihrer Tochter.HEP

Hardert/Neuwied. Die 11-Jährige wiegt 45 kg, ihr „Spielzeug“ fast 70 kg. Jedoch passt die Bezeichnung „Spielzeug“ für die Moto-Cross-Maschine mit dem 85 Kubikmotor und 33 PS eigentlich nicht und Joice Juhn hat damit ganz anderes im Sinn als zu spielen: Das Mädchen fährt Rennen auf der Moto-Cross-Strecke am Winninger Sportflughafen. Joice Juhn wohnt in Neuwied-Segendorf, doch ihr „Rennstall“ ist bei Vater Bernd in Hardert: „Schon mit zwei Jahren hat sie das erste Motorrad mit Beiwagen bekommen. Eine Yamaha mit Zweitaktmotor und moderner, robuster Technik. Erst ist sie im Garten gefahren und dann auf dem Flugplatz bei Montabaur, bei dessen Verein ich Mitglied bin. Und hier, außerhalb des Straßenverkehrs, darf jeder alles fahren“, erläutert Bernd Juhn, der selbst begeisterter Moto-Cross-Fahrer ist.  Mit drei Jahren konnte Joice schon richtig Fahrrad fahren, also auch Motorrad ohne Beiwagen. Mutter Anke Buslei gibt jedoch zu: „Am Anfang hatte ich schon Angst, aber dann ging es, als ich sah, wie gut Joice fuhr.“ Das Mädchen sitzt im Wohnzimmer ihres Vaters und hat gerade, wie bei 11-jährigen oft üblich, „Zickentime“, gibt den Eltern unwillig Antworten und hat auch wenig Lust auf das „Blick-aktuell“-Interview. Dafür ist Vater Bernd umso gesprächiger: „Mit fünf Jahren fuhr Joice schon mit einer zehn PS-Maschine, die läuft vielleicht 60 km/h, auf der Winninger Moto-Cross-Kinderstrecke, die dann natürlich für alle anderen gesperrt ist.“ Puppen und anderes übliches Mädchenspielzeug hat Joice wohl missachtet, laut ihren Eltern ging´s ihr nur ums Moto-Cross. Mit sechs Jahren fuhr sie auf einer zwölf PS-Maschine ihr erstes Rennen. Und heute? Auf ihrem 33 PS-Motorrad fuhr sie als einziges Mädchen beim Südwestcup für Kinder sogar auf den dritten Platz.

Aber ist Moto-Cross fahren denn nicht gefährlich? „Natürlich trägt Joice eine Schutzausrüstung mit zahlreichen Protektoren, so das Beste, was es gibt. Und sie ist schon hunderte Male gefallen. Nur einmal hat sie sich den Unterarm angebrochen. Sie war einer Steilkurve zu langsam, da ist die Maschine umgekippt und sie bekam das Bein nicht auf den Boden um sich abzustützen“, erläutert  Bernd Juhn, der seine Tochter einmal die Woche, immer dienstags, zum Training nach Winningen fährt. Und was macht Joice in der übrigen Zeit? Sie geht aufs Rhein-Wied-Gymnasium und ihre Mitschüler verstehen das Moto Cross nicht: „Die meinen, ich fahre auf der Straße“, sagt Joice, die auch gerne in die Deichwelle zum Schwimmen und im Ice House Neuwied zum Schlittschuhlaufen geht: „Ich möchte gerne Eishockey spielen“, wünscht sie sich. Eine Moto Cross-Profikarriere strebt Joice Juhn aber nicht an: „Anderen Kindern auch Moto Cross fahren beibringen, das möchte ich gerne“, sagt die 11-Jährige, die sich bei ihrer ungewöhnlichen Sportart ja eigentlich mehr als Junge fühlen müsste. „Sie hat auch Nagellack und schminkt sich“, wirft Anke Buslei ein und erntet dafür einen bösen Blick ihrer Tochter.

Die elfjährige Joice Juhn hat ein ungewöhnliches Spielzeug: Eine Moto Cross-Maschine.

Die elfjährige Joice Juhn hat ein ungewöhnliches Spielzeug: Eine Moto Cross-Maschine.

Joice Juhns Eltern Anke Buslei und Bernd Juhn unterstützen das Moto Cross-Fahren ihrer Tochter.Fotos: HEP

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