Politik | 05.06.2026, 10:52 Uhr

GSG Neuwied Projekte

SPD-Stadtratsfraktion informiert sich über aktuelle Projekte

Die GSG Neuwied ist und bleibt ein Unternehmen mit sozialem Auftrag. Dies wurde deutlich beim Informationsbesuch der SPD-Stadtratsfraktion mit Sven Lefkowitz an der Spitze. Für die GSG erläuterten Geschäftsführer David Meurer und die Technische Leiterin Natascha Schmitz aktuelle Projekte der kommunalen Tochtergesellschaft. Fotos: Michael Stoll/GSG
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Neuwied. GSG-Geschäftsführer David Meurer schlug einen Bogen von steigenden Kosten im Neubau über Erfolge bei der Bestandsmodernisierung bis hin zum sozialen Engagement des städtischen Tochterunternehmens

Die große Bedeutung der GSG Neuwied für den Wohnungsmarkt in der Deichstadt betonte Sven Lefkowitz beim Besuch der SPD-Stadtratsfraktion im Alten Schlachthof.

Angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden informierten sich die Sozialdemokraten über aktuelle Projekte und Vorhaben der GSG, die von Geschäftsführer David Meurer und der Technischen Leiterin Natascha Schmitz vorgestellt wurden.

Im Neubau, so David Meurer, schlagen weiter steigende Baukosten und die Zinsentwicklung gravierend zu Buche. Derzeit baut die GSG zwei Häuser auf dem Heddesdorfer Berg mit insgesamt 26 Wohneinheiten. Das erste Gebäude ist fast fertig, voraussichtlich kann man im Oktober oder November in die Vermietung gehen. Beim zweiten Haus läuft derzeit der Innenausbau. „Wir liegen gut im Plan“, erklärte David Meurer, auch was die frei finanzierten Gesamtkosten in Höhe von rund 9 Millionen Euro angeht.

Ob es bei der GSG weitere Neubaupläne gibt? Solange Neuwied bei der Landesförderung in der Mietförderstufe 4 eingestuft ist, sind Neubau-Projekte vor allem im sozialen Wohnungsbau wirtschaftlich nicht darstellbar, erklärte David Meurer. Wie in der Nachbarschaft etwa die Stadt Koblenz brauche es auch in Neuwied Stufe 5, um höhere Fördermittel zu bekommen und gleichzeitig ein besseres Mietniveau erzielen zu können. Schließlich unterscheiden sich die Kosten für Neubau, aber auch Modernisierung hier wie dort nicht. Er hoffe, so der GSG-Geschäftsführer, dass sich die neue Landesregierung diesbezüglich bewegt. Diesen Wunsch unterstreicht auch die SPD-Fraktionsspitze mit ihrem Vorsitzenden Sven Lefkowitz.

Bei der Sanierung und Komplettmodernisierung in ihrem Immobilienbestand ist die GSG Neuwied einen großen Schritt vorangekommen. David Meurer und Natascha Schmitz erläuterten den aktuellen Stand beim Gebäudekomplex in der Langendorfer Straße 39 bis 45, wo 47 Wohnungen kernsaniert, mit Balkonen ausgestattet und energetisch auf den Effizienzhausstandard 55 gebracht wurden, was einem Neubau entspricht. Zurzeit wird noch in einigen Bereichen gearbeitet, aber die ersten Wohnungen sind bereits in der Vermietung.

Ein weiteres Beispiel für gelungene Modernisierung im Bestand findet sich in der Engerser Landstraße, wo neun Wohneinheiten auf neuen Stand gebracht wurden. Und an der Ecke Gutenbergstraße/Engerser Landstraße konnte die GSG exemplarisch zeigen, wie ein historisches, aus den 1920er-Jahren stammendes Haus in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege saniert und sogar mit Balkonen versehen werden konnte. Diese positive Entwicklung im Wohnungsbestand unterstrichen für die SPD Fraktionsvorsitzender Lefkowitz sowie Ratsmitglied Hannelore Gröhbühl, die auch an das 100-jährige Jubiläum der städtischen Tochtergesellschaft in diesem Jahr erinnerte.

Intensiv beschäftigt sich die GSG Neuwied zudem mit der energetischen Sanierung und der Wärmewende. Knapp 900 Wohnungen sind zurzeit an das Fernwärmenetz angeschlossen, etwa 180 Wohnungen werden mit Wärmepumpen versorgt, circa 2000 Wohnungen noch mit Gas beheizt. „Da stehen wir im Vergleich mit anderen Wohnbaugesellschaften gut da“, erklärte David Meurer. Erfahrungen sammeln will die GSG bei der geplanten Wiedererrichtung eines Gebäudes im Stadtteil Torney nach dem Abriss. Zurzeit werde überlegt, welche Vorteile die serielle Neufertigung an dieser Stelle bringen kann und ob diese Konstruktionsmethode mit den Forderungen der Investitions- und Strukturbank kompatibel ist, damit ausreichend Fördergelder fließen können.

Für das größte Zukunftsprojekt der GSG, die in verschiedenen Abschnitten vorgesehene Modernisierung des Werth-Viertels, wird derzeit der Bebauungsplan modifiziert aufgestellt. Geschäftsführer David Meurer erläuterte noch einmal kurz Ziele, Pläne und Zeitfenster dieses Vorhabens.

Schließlich kam dann noch viel Lob aus der SPD-Fraktion für das neue Sozialmanagement der GSG Neuwied, das Mieterinnen und Mietern Hilfsangebote unterbreitet. „Die GSG ist für Neuwied schlicht und ergreifend goldwert“, betont Fraktionsvorsitzender Sven Lefkowitz. „Sie sorgt dafür, dass Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen in unserer Stadt ein bezahlbares Zuhause finden. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und genau deshalb verdient die GSG unsere volle Unterstützung.“

Pressemitteilung GSG Neuwied

Die GSG Neuwied ist und bleibt ein Unternehmen mit sozialem Auftrag. Dies wurde deutlich beim Informationsbesuch der SPD-Stadtratsfraktion mit Sven Lefkowitz an der Spitze. Für die GSG erläuterten Geschäftsführer David Meurer und die Technische Leiterin Natascha Schmitz aktuelle Projekte der kommunalen Tochtergesellschaft. Fotos: Michael Stoll/GSG Foto: Michael Stoll/GSG

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