Lokalsport | 16.06.2026

Nürburgring Historic Motorsport

Simone Busch überzeugt bei Nürburgring Historic Monoposto Racing

Sebastian Fiedelak, Nürburgring eSports Lounge, mit Simone Busch

Hardert/Nürburgring. Bei den diesjährigen Nürburgring Classics stellte sich die Harderter Rennfahrerin Simone Busch einer der stärksten Startaufstellungen des historischen Formelsports in Europa. In der Rennserie Historic Monoposto Racing (HMR) gingen insgesamt 44 Fahrer an den Start – Busch war dabei die einzige Frau im Feld.

Unter der Bewerbung des Automobil-Club 1927 e.V. im ADAC startete die 46-jährige Erzieherin in einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld. Allein in der Klasse Formel Ford 2000 waren 32 Fahrzeuge gemeldet. Die Serie gilt aufgrund ihres Reglements als besonders ausgeglichen und ist bekannt für enge und spannende Zweikämpfe.

Die wechselhaften Wetterbedingungen sorgten bereits im Qualifying für Herausforderungen. Während ihr Team auf ein Trockensetup setzte, entschied sich Busch für eine andere Abstimmung – eine Entscheidung, die sich im ersten Zeittraining als Nachteil erwies. Mit Startplatz 28 blieb sie zunächst hinter den eigenen Erwartungen zurück. Im zweiten Qualifying gelang jedoch eine deutliche Steigerung, sodass sie sich für das zweite Rennen auf Startplatz 19 verbessern konnte.

Im ersten Rennen wurde Busch nach einem Zweikampf in der Schumacher-S von der Strecke gedrängt und verlor mehrere Plätze. Die Revanche folgte jedoch bereits eine Runde später: Bei einem erneuten Duell setzte sich die Westerwälderin durch, während ihr Konkurrent wenig später einen Ausflug ins Kiesbett der Goodyear-Kurve unternehmen musste. Nach Rennende überwog auf beiden Seiten der sportliche Respekt. Die Fahrer konnten über die Szene bereits wieder lachen und tauschten eine herzliche Umarmung aus. „Das macht diese Serie aus – hart, aber herzlich“, beschreibt Busch die besondere Atmosphäre innerhalb der Historic Monoposto Racing. Am Ende des ersten Rennens sprang Gesamtplatz 24 heraus.

Deutlich erfolgreicher verlief das zweite Rennen. Von Platz 19 gestartet, arbeitete sich die Harderterin bis auf Rang 16 nach vorne. Das Rennen wurde durch zwei Full-Course-Yellow-Phasen geprägt, in denen Überholverbot und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten. Trotz einer umstrittenen Situation, bei der ein Konkurrent unter Gelb an ihr vorbeiging und dafür nicht bestraft wurde, bewahrte Busch die Ruhe und kämpfte sich erneut nach vorne.

Mit Platz 16 zeigte sie sich am Ende zufrieden: „Das Wochenende hat riesigen Spaß gemacht und ich habe wieder viel dazugelernt.“

Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Freunden und Unterstützern vor Ort sowie der Nürburgring Esports Lounge, die Busch während des Rennwochenendes begleiteten.

Nach dem erfolgreichen Auftritt am Nürburgring richtet sich der Blick nun bereits auf die nächste Herausforderung: Der nächste Lauf der Historic Monoposto Racing führt Simone Busch auf die traditionsreiche Rennstrecke von Zandvoort in den Niederlanden. Dort möchte die AC Mayen-Pilotin an ihre starke Leistung anknüpfen und weitere wichtige Erfahrungen im internationalen historischen Formelsport sammeln.

Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC

Teamchef Frank Färber mit Simone Busch

Teamchef Frank Färber mit Simone Busch Foto: Färber-Motorsport

Klaus Busch, immer an der Seite seiner Tochter Simone

Klaus Busch, immer an der Seite seiner Tochter Simone Foto: Färber-Motorsport

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Sebastian Fiedelak, Nürburgring eSports Lounge, mit Simone Busch Foto: Färber-Motorsport

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