Politik | 27.01.2026, 08:50 Uhr

Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler will die Attraktivität und Aufenthaltsqualität steigern

Ahrweiler: Neuer Ahrtor-Platz soll die Stadt mit der Ahr verbinden

Auf dem Ahrtorparkplatz sind demnach 98 Stellplätze geplant, entsprechend der Anzahl vor der Flut.  Foto: GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. Diesmal ging es unter anderem um die Freiraum- und Verkehrsplanung für die Wiederherstellung des Ahrtorparkplatzes und Gestaltung des Ahrtorplatzes und der Wallanlagen. Ein Blick in die Planungen.

Auf dem Ahrtorparkplatz sind demnach 98 Stellplätze geplant, entsprechend der Anzahl vor der Flut. Drei barrierefreie Stellplätze werden nahe dem Stadteingang Ahrweiler eingerichtet, vier der Stellplätze werden mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Zudem werden Standorte für Glascontainer vorgesehen, um eine zentrale und ordnungsgemäße Abfallentsorgung sicherzustellen. Der Parkplatz soll jedoch nicht nur eine Verkehrsfläche bleiben, sondern auch multifunktional für Veranstaltungen nutzbar sein. Berücksichtigt sind die Flächen für Feste und Märkte sowie die entsprechende Infrastruktur (Fundament Maibaum, Wasser, Strom und Abwasser). Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wird der Platz mit neuen Baumpflanzungen gerahmt. Die Oberfläche wird ansprechend mit Pflaster gestaltet und auf die Nutzungsanforderungen sowie städtebauliche Aspekte abgestimmt. Die oberirdische und unterirdische Infrastruktur wird vollständig erneuert und an die neue Parkplatzstruktur angepasst. Die Gesamtmaßnahmen dienen als umfassendes Sanierungspaket zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit und Verkehrssicherheit des Ahrtorparkplatzes.

Neuer öffentlicher Platz

Der neue Ahrtorplatz, das bisherige Gelände der Feuerwehr, bildet eine Freiraumverbindung zwischen historischer Altstadt und Ahr sowie einen neuen öffentlichen Platzbereich. Er wird durch Sitzmauern, Baumreihen und Pflanzbeeten gerahmt und erhält eine klimaaktive Grüninsel, so dass das Mikroklima verbessert und für Verschattung gesorgt wird. Geplant sind eine Spur für Touristenbusse und eine WC-Anlage. Bestehende Bäume werden erhalten und durch robuste, klimafreundliche Baumarten ergänzt. Die Platzgestaltung bietet genug Freifläche sowie die benötigte Infrastruktur, damit temporäre Festzelte aufgestellt werden können. Das Wegekonzept garantiert eine barrierefreie Verbindung zwischen Altstadt, Freiräumen und Flussufer.

Mehr Aufenthaltsqualität

Die Wallanlagen um die historische Stadtmauer sind heute sowohl Erholungsraum als auch Wegeverbindung rund um die Altstadt. Im Zuge der Neuordnung wird ihre gestalterische und funktionale Qualität gestärkt, um den Freiraum als zusammenhängendes Band mit klarer Struktur und hoher Aufenthaltsqualität zu etablieren. Dazu soll die Baumreihe entlang der Alveradisstraße durch ergänzende Baumpflanzungen an der Friedrichstraße fortgesetzt werden. Dort soll auch ein Fahrradschutzstreifen installiert werden. Eine vom Ortsbeirat Ahrweiler favorisierte weitere WC-Anlage an der Friedrichstraße wurde vom Stadtrat abgelehnt.

Das Ehrenmal am Ahrtor wird durch eine zurückhaltende Pflanzung und eine Baumgruppe räumlich gefasst. Im Hintergrund der Bushaltestelle entsteht entlang der Mauer eine niedrige Natursteinmauer aus wiederverwendeten Polygonalplatten, die den Bestand integriert und den Raum ordnet. Der Kanonenturm wird durch gezielte Pflanzung und Wegegestaltung inszeniert. GS

Auf dem Ahrtorparkplatz sind demnach 98 Stellplätze geplant, entsprechend der Anzahl vor der Flut. Foto: GS

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