Bündnis 90/Die Grünen Vallendar kritisieren Abholzung auf der Kaiser-Friedrich-Höhe: Naturschutz bleibt auf der Strecke
Vallendar. Trotz wiederholter Warnungen von Umweltverbänden und der lokalen Bürgerinitiative „Rettet die Kaiser-Friedrich-Höhe“ wurden auf der Kaiser-FriedrichHöhe in Vallendar zahlreiche Bäume gefällt, um Platz für ein geplantes Bauprojekt zu schaffen.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat kritisiert das Vorgehen als „symptomatisch für eine kommunale Politik, die Naturschutzbelange systematisch hintanstellt“.
Die Rodungen erfolgten in den vergangenen Tagen, obwohl das Gebiet als ökologisch wertvoller Lebensraum gilt und bereits zuvor Gegenstand von Bürgerprotesten war.
„Unter dem Deckmantel der Wohnraumbeschaffung wird hier ein weiteres Stück Natur unwiederbringlich zerstört“, erklärt Carmen Bohlender, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat. „Klimaschutz und Artenvielfalt dürfen nicht immer dann ignoriert werden, wenn wirtschaftliche Interessen im Spiel sind. Zudem hat die Stadt versäumt, das Gelände beim Verkauf zurückzuerwerben.“
Besonders kritisch sehen die Grünen, dass die Fällungen ohne vorherige öffentliche Ankündigung oder transparente Abwägung der ökologischen Folgen erfolgten. „Diese Baumfällungen werfen grundsätzliche Fragen zur zukünftigen Baupolitik auf. Es ist entscheidend, beim Bauen stärker auf Natur- und Umweltschutz zu achten – auch im Sinne kommender Generationen“, so Bohlender.
Die Kaiser-Friedrich-Höhe ist Teil eines wichtigen grünen Korridors für den regionalen Biotopverbund. Bereits 2023 wies der NABU Rhein-Lahn in einem Gutachten auf die besondere Schutzbedürftigkeit des Gebiets hin. Die damalige Zusage der Stadt, diese Erkenntnisse in die Planung einzubeziehen, sehen die Grünen nun als gebrochen an.
Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Vallendar
