Christoph Scheuer informiert sich bei den Ahrtal-Werken über den Schutz kritischer Infrastruktur
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Bürgermeisterkandidat Christoph Scheuer hat kürzlich die Ahrtal-Werke besucht, um sich aus erster Hand über den Schutz und die Sicherheit der kritischen Infrastruktur in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu informieren.
In einem ausführlichen Gespräch mit Geschäftsführer Dominik Neswadba stand die zentrale Frage im Fokus, wie die zuverlässige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in Krisen- und Katastrophensituationen dauerhaft gewährleistet werden kann.
Aktuelle Ereignisse wie der jüngste Anschlag in Berlin, bei dem zeitweise tausende Menschen ohne Strom waren, machen deutlich, wie wichtig eine stabile und widerstandsfähige Infrastruktur ist.
Im Ahrtal wecken solche Vorfälle zugleich Erinnerungen an die Flutkatastrophe von 2021, bei der die gesamte regionale Infrastruktur massiv beschädigt wurde. Aus diesen Erfahrungen wurden zahlreiche Lehren gezogen, um die Systeme heute deutlich robuster aufzustellen.Im Austausch zwischen Christoph Scheuer und Dominik Neswadba ging es daher nicht nur um den Schutz vor Naturkatastrophen, sondern auch um die Vorbereitung auf mögliche gezielte Angriffe.
Seit der Übernahme des operativen Stromnetzbetriebs im Jahr 2019 investieren die Ahrtal-Werke jährlich Millionenbeträge in eine sichere, resiliente und zukunftsfähige Netzinfrastruktur. Dabei werden bereits heute die Anforderungen der Energie- und Wärmewende konsequent mitgedacht.Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau eines modernen, fernüberwachbaren und fernschaltbaren Stromnetzes mit sogenannter n-1-Redundanz. Diese Technik ermöglicht es, die Stromversorgung in vielen Schadensfällen innerhalb weniger Minuten wiederherzustellen – oft noch bevor der Schaden vor Ort physisch behoben ist.
Zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit planen die Ahrtal-Werke den Bau eines zusätzlichen Umspannwerks bei Ramersbach sowie eine neue Mittelspannungsleitung zwischen Ramersbach und Bad Neuenahr. Diese Maßnahmen schaffen zusätzliche Redundanzen und stellen sicher, dass die Stromversorgung auch bei einem Ausfall einzelner Anlagen aufrechterhalten werden kann.Darüber hinaus treiben die Ahrtal-Werke den Ausbau der regionalen Energieerzeugung konsequent voran. Ziel ist es, die Abhängigkeit von externen Versorgern weiter zu reduzieren und die Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken.
Die Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat gezeigt, wie wichtig eine breite und regionale Energieversorgung ist. Bereits heute erzeugen die Ahrtal-Werke im Rahmen ihrer Wärmeerzeugung ausreichend Strom vor Ort, um den Bedarf ihrer Kundinnen und Kunden vollständig zu decken. Perspektivisch wird zudem die Errichtung von Windenergieanlagen in Ramersbach geprüft, die künftig rund 75 Prozent des städtischen Strombedarfs decken könnten – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt.
Zusätzlich trägt die überwiegend unterirdische Verlegung von Strom-, Gas- und Nahwärmenetzen dazu bei, die Infrastruktur weniger angreifbar zu machen. Auch im Bereich der Cybersicherheit sehen sich die Ahrtal-Werke gut aufgestellt.Christoph Scheuer zeigte sich nach dem Besuch sehr zufrieden: „Die Ahrtal-Werke sind aus meiner Sicht gut auf den Ernstfall vorbereitet und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unserer Stadt.“Gleichzeitig betonte er, dass es trotz aller Vorsorge keine hundertprozentige Sicherheit geben könne. Auch wenn das deutsche Stromnetz zu den sichersten weltweit zählt, sei es wichtig, dass auch die Bürgerinnen und Bürger privat Vorsorge treffen, um einen möglichen Ausfall von Strom-, Wasser- oder Wärmeversorgung für einige Stunden oder Tage überbrücken zu können.
Pressemitteilung Grüne Bad Neuenahr-Ahrweiler
