Politik | 01.09.2025

Staatsekretär des Weinbauministeriums diskutierte auf Einladung von MdL Benedikt Oster mit den Moselwinzern

Andy Becht warb für Technologieoffenheit im Weinbau

Staatsekretär Andy Becht war euf Einladung von Benedikt Oster an die Mosel gekommen. Foto: privat

Kreis Cochem-Zell. Das Land Rheinland-Pfalz im Allgemeinen wie der Kreis Cochem-Zell im Besonderen sind stark vom Weinbau geprägt. Sowohl mit Blick auf das Landschaftsbild als auch hinsichtlich der regionalen Wertschöpfung kommt dem Rebensaft besondere Bedeutung zu.

Der Landtagsabgeordnete Benedikt Oster hatte die Winzer zwischen Pünderich und Moselkern zu einem offenen Austausch eingeladen. Hauptreferent war niemand Geringeres als Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium. „Die Branche, die gerade bei uns eng mit dem Tourismus verwoben ist, steht vor großen Herausforderungen. Nach meinem Verständnis gehört es zu einer Demokratie dazu, dass man auch in schweren Zeiten auf die Anliegen und Interessen, aber auch Ängste und Sorgen der Menschen – also in diesem Fall der Winzerinnen und Winzer – hört“, sagte Oster zum Anlass des von ihm organisierten Winzerstammtisches.

Die Diskussionen und Debatten der in Mesenich stattfindenden Veranstaltung waren kontrovers und leidenschaftlich. Jeder Teilnehmer habe die Gelegenheit bekommen, das Wort zu ergreifen und seine Position darzustellen, zeigte sich Oster zufrieden mit der Resonanz und der Beteiligung der Anwesenden. Andy Becht, selbst aus der Pfalz und damit auch aus einem Weinbaugebiet stammend, lobte die hohe Qualität des Moselweins, merkte aber auch an, dass der stagnierende oder sogar zurückgehende Weinabsatz ein großes Problem sei.

Teilweise habe das mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun, doch es gebe auch noch Potenziale, die etwa durch mehr Investitionen in die Werbung oder die Erschließung neuer Märkte ausgeschöpft werden könnten. Das Ministerium habe aktuell unter Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein Weinbaupaket 2025+ geschnürt, um die Winzerinnen und Winzer in der aktuell schwierigen Situation zu unterstützen. Es reiche von Marketing- und Absatzförderung, über die Eindämmung des Überangebots bis hin zu bürokratischer Entlastung, bspw. über die Abschaffung von Dokumentationspflichten oder über vereinfachte und verbesserte Förderprogrammen für den Weinbau. Klar sei aber auch, dass Bund und EU sich ihrerseits für den Weinbau einsetzen müssten. Ein Bundesland alleine wird eine europaweite Absatzkrise, die auch aufgrund erhöhter US-Zölle auf Weine verschärft wird, nicht lösen können. Ein anwesender Winzer plädierte dafür, eine typisch moselländische Marke auf den Markt zu bringen und damit den Moselwein stärker ins Blickfeld der Verbraucher zu rücken.

Beim Themenschwerpunkt „bürokratische Vorschriften beziehungsweise staatliche Regulierungen“ betonte Becht: Eine gewisse Regulierung bedeute ja auch Verantwortung zu übernehmen und das sei durchaus auch wichtig, etwa mit Blick auf den Verbraucherschutz. Aber auch das müsse im Rahmen bleiben. Mit viel Verständnis für die Äußerungen der Winzer zeigte Becht beispielhaft anhand der Digitalisierung auf, wie der mitunter bürokratische Arbeitsaufwand perspektivisch sinken könne. Überhaupt sprach sich der Staatssekretär vehement für Technologieoffenheit aus: „Dem Weinbau werden durch Innovationen wie die Drohne oder auch die Gentechnik sehr viele Chancen eröffnet. Diesen Neuerungen sollten wir offen gegenüberstehen und die Potenziale sollten wir nutzen.“

Pressemitteilung des

Büro von Benedikt Oster

Staatsekretär Andy Becht war euf Einladung von Benedikt Oster an die Mosel gekommen. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Ein CDU-Mitglied aus Koblenz: Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Wahl! Ich wünsche Ihnen viel Kraft für diese neue Herausforderung! Sie haben uns heute auf dem CDU-Kreistag mit Ihrem „Feuer in den Augen“ voll überzeugt!
  • Boomerang : Ein Problem unserer modernen inclusions Gesellschaft. Einer der die Bestimmungen nicht kennt oder der sie nicht akzeptiert fängt damit an und viele andere folgen dem Negativbeispiel. Abhilfe - Videoüberwachung mit Gesichtserkennung.
  • Peter Heinrichs : Ein sehr ausführlicher Bericht über eine so wunderbare Sache. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter Anna Fraser.
Dauerauftrag Imageanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
Karneval Ettringen 2026
Kostenfreie Anzeige Helene Theis
Umbau Vulkan Brauerei
Unternehmen erfolgreich regional
Titelanzeige
Werbeplan 2026
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige Werbeplan 2026
Empfohlene Artikel

Kreis Cochem-Zell. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster und der CDU-Bundestagsabgeordnete Marlon Bröhr haben sich mit Peter Mayer, Regionaler Politikbeauftragter der DHL Group für Rheinland-Pfalz, zu einem fachlichen Gespräch getroffen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

GKG Plaidt e.V. - Überragendes Sitzungswochenende in Plaidt

Närrisches Feuerwerk begeisterte

Plaidt. Kürzlich erlebten die Besucher eine fantastische närrische Zeit bei den ausverkauften Prunksitzungen. Die beiden Sitzungen wurden von der GKG Plaidt e.V. mit einem abwechslungsreichen Programm gestaltet. Die Veranstaltungen, die in der festlich geschmückten Hummerich-Halle stattfanden, boten ein buntes Kaleidoskop aus Tanz, Gesang und humorvollen Vorträgen.

Weiterlesen

Swisttal. In einer gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses sowie des Bau-, Vergabe- und Denkmalausschusses wurde die Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Gesamtschule Swisttal am Standort Heimerzheim vorgestellt. Aus Sicht der SPD Swisttal ist dies ein wichtiger und richtiger Schritt, um den Schulstandort zukunftsfähig aufzustellen.

Weiterlesen

Mit dem 1. März gelten besondere Vorschriften

Bäume und andere Gehölze rechtzeitig schneiden

Meckenheim. Noch bestimmen frostige Temperaturen und nass-kalte Witterung die Tage. Doch dauert es nicht mehr lange, bis Fauna und Flora aus ihrem Winterschlaf erwachen. Zuvor bietet sich den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Bäume und andere Gehölze zurück zu schneiden. Jedoch müssen sie dabei den Kalender im Auge behalten. Denn die Frist endet auch in diesem Jahr zum 1. März.

Weiterlesen

Helfende Hände gesucht
Dauerauftrag
Imageanzeige
Karneval in Ettringen 2026
Fahrer für Schülerverkehr
Umbau Vulkan
Stellenanzeige "Mehrere Mitarbeiter/innen (m/w/d) für die Vinothek auf der Festung Ehrenbreitstein"
Stellenanzeige Lagerist
Umbau Vulkan Brauerei
Kostenfreie Anzeige Ursula Mohr-Göggertz
Anzeige Neueröffnung
Daueranzeige 2026
Titelanzeige
Stellenanzeige Sachbearbeiterin
Stellenanzeige Ingenieur/in