Politik | 01.09.2025, 15:24 Uhr

Staatsekretär des Weinbauministeriums diskutierte auf Einladung von MdL Benedikt Oster mit den Moselwinzern

Andy Becht warb für Technologieoffenheit im Weinbau

Staatsekretär Andy Becht war euf Einladung von Benedikt Oster an die Mosel gekommen. Foto: privat

Kreis Cochem-Zell. Das Land Rheinland-Pfalz im Allgemeinen wie der Kreis Cochem-Zell im Besonderen sind stark vom Weinbau geprägt. Sowohl mit Blick auf das Landschaftsbild als auch hinsichtlich der regionalen Wertschöpfung kommt dem Rebensaft besondere Bedeutung zu.

Der Landtagsabgeordnete Benedikt Oster hatte die Winzer zwischen Pünderich und Moselkern zu einem offenen Austausch eingeladen. Hauptreferent war niemand Geringeres als Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium. „Die Branche, die gerade bei uns eng mit dem Tourismus verwoben ist, steht vor großen Herausforderungen. Nach meinem Verständnis gehört es zu einer Demokratie dazu, dass man auch in schweren Zeiten auf die Anliegen und Interessen, aber auch Ängste und Sorgen der Menschen – also in diesem Fall der Winzerinnen und Winzer – hört“, sagte Oster zum Anlass des von ihm organisierten Winzerstammtisches.

Die Diskussionen und Debatten der in Mesenich stattfindenden Veranstaltung waren kontrovers und leidenschaftlich. Jeder Teilnehmer habe die Gelegenheit bekommen, das Wort zu ergreifen und seine Position darzustellen, zeigte sich Oster zufrieden mit der Resonanz und der Beteiligung der Anwesenden. Andy Becht, selbst aus der Pfalz und damit auch aus einem Weinbaugebiet stammend, lobte die hohe Qualität des Moselweins, merkte aber auch an, dass der stagnierende oder sogar zurückgehende Weinabsatz ein großes Problem sei.

Teilweise habe das mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun, doch es gebe auch noch Potenziale, die etwa durch mehr Investitionen in die Werbung oder die Erschließung neuer Märkte ausgeschöpft werden könnten. Das Ministerium habe aktuell unter Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein Weinbaupaket 2025+ geschnürt, um die Winzerinnen und Winzer in der aktuell schwierigen Situation zu unterstützen. Es reiche von Marketing- und Absatzförderung, über die Eindämmung des Überangebots bis hin zu bürokratischer Entlastung, bspw. über die Abschaffung von Dokumentationspflichten oder über vereinfachte und verbesserte Förderprogrammen für den Weinbau. Klar sei aber auch, dass Bund und EU sich ihrerseits für den Weinbau einsetzen müssten. Ein Bundesland alleine wird eine europaweite Absatzkrise, die auch aufgrund erhöhter US-Zölle auf Weine verschärft wird, nicht lösen können. Ein anwesender Winzer plädierte dafür, eine typisch moselländische Marke auf den Markt zu bringen und damit den Moselwein stärker ins Blickfeld der Verbraucher zu rücken.

Beim Themenschwerpunkt „bürokratische Vorschriften beziehungsweise staatliche Regulierungen“ betonte Becht: Eine gewisse Regulierung bedeute ja auch Verantwortung zu übernehmen und das sei durchaus auch wichtig, etwa mit Blick auf den Verbraucherschutz. Aber auch das müsse im Rahmen bleiben. Mit viel Verständnis für die Äußerungen der Winzer zeigte Becht beispielhaft anhand der Digitalisierung auf, wie der mitunter bürokratische Arbeitsaufwand perspektivisch sinken könne. Überhaupt sprach sich der Staatssekretär vehement für Technologieoffenheit aus: „Dem Weinbau werden durch Innovationen wie die Drohne oder auch die Gentechnik sehr viele Chancen eröffnet. Diesen Neuerungen sollten wir offen gegenüberstehen und die Potenziale sollten wir nutzen.“

Pressemitteilung des

Büro von Benedikt Oster

Staatsekretär Andy Becht war euf Einladung von Benedikt Oster an die Mosel gekommen. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Premium Titel
Innovatives rund um Andernach
FestiWein Bachem
Weinfest Rech
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Ausbildungsstart, PO# 5101505628
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Bei Junior-Chef Cihan Deniz und seinem Team steht die Qualität im Vordergrund.  Foto: ROB
913

-Anzeige-Kult-Kebab aus Weißenthurm gewinnt den 1. Platz bei großer Umfrage:

Amigo Arkadas ist die Nummer eins beim großen BLICK aktuell-Döner-Voting

Weißenthurm. In der Hauptstraße von Weißenthurm ist immer etwas los. Mit dem Weißen Turm, der Pfarrkirche St. Trinitatis oder der Stadthalle liegen hier gleich mehrere bekannte Anlaufpunkte der Stadt. Für ganz besondere Frequenz sorgt allerdings die Hausnummer 70. Dort befindet sich der Amigo Arkadas Grill: Ein Imbiss, der längst Kultstatus genießt und weit über die Grenzen Weißenthurms hinaus seine eingeschworene Fangemeinde hat.

Weiterlesen

Foto: Winkler TV
600

Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit nicht bekannt:

13.09.: Neuwied: Crash zwischen Feuerwehrfahrzeug und Auto

Neuwied. Am 13. September ereignete sich auf der Landstraße zwischen den Neuwieder Stadtteilen Oberbieber und Heimbach-Weiß, auf Höhe des Stadtteils Gladbach, ein Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen waren ein Feuerwehrfahrzeug und ein Pkw an dem Unfall beteiligt. Zum Unfallhergang und zur möglichen Ursache liegen derzeit noch keine weiteren Informationen vor.

Weiterlesen

Einsatz in Sinzig. Foto: Feuerwehr Stadt Sinzig
482

Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz:

13.09.: Sinzig: Vier Verletzte nach Zimmerbrand

Sinzig. Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus im Talendweg in Sinzig sind am Sonntagmittag vier Personen verletzt worden. Die Feuerwehr Sinzig wurde um 13:15 Uhr alarmiert.

Weiterlesen