Austausch zu aktuellen Themen: MdB Rudolph trifft den Präsidenten der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Koblenz. Der Koblenzer Bundestagsabgeordnete und haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Thorsten Rudolph, hat sich kürzlich mit Dirk Schwardmann, dem neuen Präsidenten der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz, getroffen, um über aktuelle und künftige Themen zu sprechen, an denen die BfG arbeitet.
Dabei ging es unter anderem auch um die Bedeutung der BfG als Ressortforschungseinrichtung im Bereich der Klimaanpassung.
Die Arbeiten der BfG beziehen sich auf Forschung und Beratung hinsichtlich der Bundeswasserstraßen und ihrer Einzugsgebiete.
Dazu zählen unter anderem routinemäßige Analysen von Wasserproben einschließlich der Überwachung der Bundeswasserstraßen auf radioaktive Stoffe sowie die Untersuchung von Sedimenten, etwa für das Sedimentmanagement, das in der Verantwortung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung liegt. Forschungsarbeiten betreffen zum Beispiel auch die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS). Diese Untersuchungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Bevölkerung.
Große Bedeutung kommt zudem der Digitalisierung der umfangreichen Datenbestände der Behörde zu. Die BfG arbeitet daran, die Nutzbarkeit langjähriger, digitaler Mess- und Forschungsdaten systematisch zu erhöhen und setzt dabei auch auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. In Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sollen neue Möglichkeiten der Datenverarbeitung und der Datenaauswertung erschlossen werden.
Schließlich ging es auch um die Abladeoptimierung am Mittelrhein. Politisches Ziel ist es, auch bei Niedrigwasser eine durchgehende Fahrrinnentiefe von 2,10 Metern für die Schifffahrt sicherzustellen und somit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Wasserstraße Rhein zu stärken. Die BfG berät in diesem Prozess mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Angesichts zunehmender Trockenperioden befasst sich die BfG zudem intensiv mit der Entwicklung von Wasserständen in den Bundeswasserstraßen und dem damit verbundenen Grundwasser sowie mit Fragen des Wasserangebots insgesamt. Auch Konzepte zur Wasserüberleitung in besonders trockene Regionen werden wissenschaftlich begleitet und bewertet.
Dr. Rudolph unterstrich im Gespräch die große Bedeutung der Bundesanstalt für Gewässerkunde für den Wissenschaftsstandort Koblenz. Für das Jahr 2029 ist vorgesehen, Teile der Labore in eine speziell dafür umgebaute Liegenschaft zu verlagern. Hierbei unterstützt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Planungen befinden sich nach Angaben der BfG jetzt auf gutem Weg. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz ist eng und konstruktiv“, erläuterte Schwardmann, der seit Oktober 2025 im Amt ist.
„Die Arbeit der Bundesanstalt für Gewässerkunde ist eine unverzichtbare Grundlage für kluge politische Entscheidungen – gerade auch wenn es um Klimaschutz, um die Anpassung an den Klimawandel und um die Sicherung unserer Wasserstraßen geht. Ich bin froh, dass sich diese wichtige Bundesbehörde in Koblenz befindet“, so Rudolph.
Pressemitteilung Büro Dr. Thorsten Rudolph
