„Auto-Posing“ in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch – Wefelscheid: „Das darf so nicht weitergehen“
Bisherige Maßnahmen reichen offenbar nicht aus, um Poser aus Innenstädten zu vertreiben – Wefelscheid fordert Innenminister auf, ein entsprechendes Konzept vorzulegen
Koblenz. In vielen Städten ist es ein immer häufiger zu beobachtendes Treiben: protzige Autos mit knatterndem Auspuff cruisen durch die Innenstädte oder liefern sich gar halsbrecherische Rennen mitten im Stadtverkehr.
„Wenn ich etwa am Zentralplatz in Koblenz unterwegs bin, dann konnte ich in den vergangenen zwei Jahren mit zunehmender Häufigkeit die sogenannten „Auto-Poser“ beobachten“, weiß Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Freie Wähler Stadtratsfraktion in Koblenz, zu berichten.
„Und auch Anwohner im Innenstadtbereich berichten mir regelmäßig von heftiger Ruhestörung, aufheulenden Motoren und nächtlichen Rennen. Jüngst kam es sogar zu zwei Unfällen im Innenstadtbereich, die mutmaßlich auf diese Auto-Poser zurückzuführen sind.“
Daher hatte Wefelscheid eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet und abgefragt, wie sich die Zahl der Vorfälle in Verbindung mit den „Auto-Posern“ in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden.
„Leider hat das Land anscheinend keinen guten Überblick über die Sachlage, da die Ordnungswidrigkeiten, die den Auto-Posern zuzuordnen sind, nicht systematisch erfasst werden“, so Wefelscheid. „Allerdings gibt immerhin die Auswertung zu verbotenen Kraftfahrzeugrennen klar zu erkennen: Das ist ein Problem in Rheinland-Pfalz, das darf so nicht weitergehen. Weder die Ruhestörung noch die Gefährdung im Straßenverkehr ist tolerierbar. Auch wenn die Landesregierung hier bereits auf eine Reihe von Maßnahmen verweist, offenbar reichen diese nicht aus, um die Auto-Poser aus den Innenstädten zu vertreiben. Daher fordere ich Innenminister Ebling auf, ein Konzept vorzulegen, um dieses Problem nachhaltig zu lösen.“
Pressemitteilung Büro Stephan Wefelscheid
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