Politik | 10.03.2026, 08:08 Uhr

Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt die Vorplanung der Ahr-Querung frei

Bad Neuenahr: Ende 2027 soll die neue Kurgartenbrücke stehen

Fehlende Brücke: Von der alten Kurgartenbrücke in Bad Neuenahr zeugen nur noch Steine der ehemaligen Verblendung der Widerlager. Foto:GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch fehlt die Kurgartenbrücke in Bad Neuenahr. Lediglich einige Steine der einstigen Verkleidung des Brückenwiderlagers an der Südseite zeugen von dem von der Flut 2021 weggerissenen Bauwerks. Das soll sich ändern. Der Stadtrat hat einstimmig die Vorplanung der neuen Brücke freigegeben und die Stadt beauftragt, der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft die nächste Leistungsphase zu übertragen.

Bereits im Rahmen des Planungswettbewerbs „Brückenschlag“ hatte das Ingenieur-Büro Schlaich Bergermann und Partner 2023 im Siegerentwurf eine Planung für die Brücke als robuste, aber zugleich innovative und moderne Ahr-Querung eingebracht. Der Entwurf wurde im Rahmen der Abstimmung mit dem Fördergeber auf eine Fahrbahnbreite von zwölf Metern reduziert, die Brückenlänge beträgt 39 Meter.

Die Planung sieht zudem einen Überbau aus Stahl ohne Pfeiler im Gewässer vor. Die Widerlager (Uferbefestigung) werden mit Naturstein verkleidet. Die Brücke soll an annähernd gleicher Stelle wiederaufgebaut werden, wobei dem Hochwasserschutz durch eine Erhöhung der der Abflussmenge Rechnung getragen wird. Die Höhe sorgt für maximalen Durchfluss in der Flussmitte; die Anforderungen des neuen HQ100 (statistisch einmal in 100 Jahren stattfindendes Hochwasserereignis) sind berücksichtigt.

Das Pflaster wird in Abstimmung mit den Planungen des Vorplatzes an der Martin-Luther-Kirche und der Kurgartenstraße gewählt, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Für die Verkehrsraumaufteilung ist die „Shared-Space-Philosophie“ vorgesehen: Die Brücke soll ein verkehrlicher Gemeinschaftsraum sein, der auf Basis gegenseitiger Rücksichtnahme und Kommunikation von allen genutzt wird (Blick aktuell berichtete).

Die Kostenschätzung für das neue Bauwerk beläuft sich derzeit auf rund 5,4 Millionen Euro; ein Bewilligungsbescheid aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ liegt vor. Die Bauarbeiten für die neue Brücke sollen im dritten Quartal 2026 beginnen, wobei die Fertigstellung bis Ende 2027 vorgesehen ist.

FDP-Fraktionschef Rolf Deißler fasste treffend die Gedanken aller Fraktionen zusammen: „Die Kurgartenbrücke ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Wiederaufbau in unserer Stadt gelingen kann – pragmatisch, zukunftsorientiert und mit Blick auf die langfristigen Anforderungen an Infrastruktur im Ahrtal.“ GS

Fehlende Brücke: Von der alten Kurgartenbrücke in Bad Neuenahr zeugen nur noch Steine der ehemaligen Verblendung der Widerlager. Foto:GS

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