Politik | 30.10.2026, 09:26 Uhr

Bevölkerungsschutz stärken

Bevölkerungsschutz geht alle an: Nicole Hahn diskutiert mit Benedikt Oster, MdL, in Rheinbreitbach

VG-Bürgermeisterkandidatin Nicole Hahn (3. von links) und der stv. Fraktionsvorsitzende und feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Benedikt Oster, MdL, (2. von links) mit den weiteren Podiumsteilnehmern
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Rund 30 Interessierte beim Bevölkerungsschutz-Dialog in der Oberen Burg – Feuerwehr, Hochwasserschutz, Ehrenamt und Zusammenarbeit im Ernstfall im Mittelpunkt

Rheinbreitbach. Wie gut ist die Verbandsgemeinde Unkel auf Krisen und Katastrophen vorbereitet? Was brauchen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Einsatzkräfte, um im Ernstfall schnell und zuverlässig helfen zu können?

Diesen Fragen widmete sich der Bevölkerungsschutz-Dialog, zu dem VG-Bürgermeisterkandidatin Nicole Hahn am Freitag, 23. Oktober, gemeinsam mit Benedikt Oster, stellvertretender Vorsitzender und feuerwehrpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, in die Obere Burg nach Rheinbreitbach eingeladen hatte. Rund 30 Interessierte aus der Verbandsgemeinde waren der Einladung gefolgt.

Unter dem Motto „Bevölkerungsschutz in unserer Verbandsgemeinde – gemeinsam für den Ernstfall gewappnet“ stand der Austausch mit Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern aus Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (DRK), Arbeiterwohlfahrt (AWO), Notfallseelsorge und Politik im Mittelpunkt. Zu den eingeladenen Fachleuten gehörten neben Benedikt Oster auch Hans-Peter Viethen vom DRK Unkel, Rudolf Martin von der AWO Rheinbreitbach, der ehemalige Neuwieder Wehrleiter Wilfried Hausmann sowie Notfallseelsorger Philipp Klein.

Nicole Hahn führte als Moderatorin durch die Gesprächsrunde. Diskutiert wurden unter anderem die Herausforderungen durch Starkregen, Hochwasser und Waldbrände, die Alarmierung der Bevölkerung über Sirenen und Warn-Apps sowie die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatz- und Hilfsorganisationen. Auch die Möglichkeiten moderner Einsatztechnik, etwa durch Drohnen, und die Bedeutung der psychosozialen Betreuung von Betroffenen und Einsatzkräften waren wichtige Themen.

Benedikt Oster brachte dabei insbesondere die landespolitische Perspektive in die Diskussion ein. Als feuerwehrpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion beschäftigte er sich mit den Herausforderungen für Feuerwehren und Hilfsorganisationen, der Unterstützung des Ehrenamts sowie der Frage, wie Land und Kommunen den Bevölkerungsschutz gemeinsam weiterentwickeln können. „Unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit der Menschen. Dafür brauchen sie moderne Ausstattung, verlässliche Rahmenbedingungen und die notwendige Unterstützung durch Kommunen und Land. Besonders wichtig ist mir, dass wir die Erfahrungen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte ernst nehmen und sie bei der Weiterentwicklung unserer Strukturen einbeziehen.“, so Benedikt Oster.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Zukunft der örtlichen Feuerwehren. Im Zusammenhang mit dem Feuerwehrbedarfsplan und den diskutierten Veränderungen der Feuerwehrstrukturen wurde deutlich, wie wichtig es ist, die praktischen Erfahrungen, besonderen Fähigkeiten und Einschätzungen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte in die weiteren Beratungen einzubeziehen.

Nicole Hahn betonte in diesem Zusammenhang ihre Haltung zum Erhalt leistungsfähiger örtlicher Feuerwehrstrukturen: „Unsere Feuerwehren sind das Rückgrat des Bevölkerungsschutzes. Die Menschen, die im Ernstfall ausrücken, kennen die örtlichen Gegebenheiten und wissen, worauf es ankommt. Ihre Erfahrungen und ihre Stimme müssen bei Entscheidungen über die Zukunft unserer Feuerwehren gehört werden.“

Neben den Feuerwehren wurde auch die wichtige Arbeit des DRK, der AWO und der Notfallseelsorge thematisiert. Denn Bevölkerungsschutz bedeutet nicht allein Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung, sondern ebenso Vorsorge, Versorgung, Betreuung und Unterstützung von Menschen in außergewöhnlichen Belastungssituationen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse. Gerade Starkregen, Hochwasser und zunehmende Hitzeperioden zeigen, wie wichtig frühzeitige Schutzmaßnahmen, funktionierende Warnsysteme und eine gute Information der Bevölkerung sind. Auch die Zusammenarbeit zwischen Land, Verbandsgemeinde, Ortsgemeinden und Hilfsorganisationen spielte eine zentrale Rolle. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie Einsatzkräfte im Alltag gestärkt, ehrenamtliche Strukturen langfristig gesichert und die verschiedenen Organisationen für größere Schadenslagen besser miteinander vernetzt werden können.

„Guter Bevölkerungsschutz beginnt lange vor dem eigentlichen Ernstfall. Wir brauchen eine verlässliche Vorsorge, moderne Ausstattung, klare Zuständigkeiten und vor allem eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dabei dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die sich Tag für Tag ehrenamtlich für unsere Sicherheit einsetzen“, erklärte Nicole Hahn.

Auch die anwesenden Bürgerinnen und Bürger hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Anregungen in die Diskussion einzubringen.

Zum Abschluss dankte Nicole Hahn Benedikt Oster sowie allen weiteren beteiligten Fachleuten, Ehrenamtlichen und Gästen für den offenen Austausch. „Der Abend hat noch einmal gezeigt, wie vielfältig Bevölkerungsschutz ist und wie viele Menschen sich mit großem Engagement für unsere Sicherheit einsetzen. Dieses Engagement verdient Anerkennung, Unterstützung und vor allem Gehör.“

Pressemitteilung der SPD-VG-Bürgermeisterkandidatin Nicole Hahn

VG-Bürgermeisterkandidatin Nicole Hahn (3. von links) und der stv. Fraktionsvorsitzende und feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Benedikt Oster, MdL, (2. von links) mit den weiteren Podiumsteilnehmern Foto: Christof Hahn

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