Bezahlbares Wohnen in Remagen
Bezahlbares Wohnen in Remagen
aus Remagen
Remagen. Seit dem Sommer informiert die Remagener Bürgerinitiative „bezahlbares Wohnen - mit Rheinblick“ über die geplante Bebauung auf kommunalem Grund, neben der historischen Brücke der Stadt. Dort plant ein Investor den Bau eines Hotels und viele hochpreisiger Wohnungen. Auch in Remagen mangelt es an bezahlbaren Wohnungen für Jung und Alt. Die Bürgerinitiative will erreichen, dass eine echte soziale Prüfung von bezahlbarem Wohnraum auf kommunalem Grund erfolgt. Bereits viele Bürger habe mit ihrer Unterschrift diese Forderung unterstützt. Die BI lädt daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, am 1. Oktober um 18.30 Uhr zu einer Diskussionsrunde in die Rheinhalle zu kommen.
Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller kommt die Bundeswohnungsministerin Verena Hubertz nach Remagen zu einem Diskussionsabend zum Thema „Bezahlbares Wohnen – Politik im Dialog“. Nach Lösungsmöglichkeiten soll gesucht und die Rolle der Politik hinterfragt werden. Hat die Kommune nicht auch eine n Fürsorgepflicht gegenüber ihren Einwohnern?
In unserer Region sind in den letzten Jahren viele Luxuswohnungen gebaut worden, die von Familien, Studenten, Auszubildenden und Senioren nicht bezahlt werden können. Es besteht also dringender Handlungsbedarf um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dass dies möglich ist, zeigt eine Baugenossenschaft aus Bonn, an der sich die Stadt beteiligt. Sie heißt „Zusammenstehen Bonn“ und schafft mit ihrem Projekt „Wohnen unter der Godesburg“ gerade 55 Wohnungen vor allem für Menschen mit Wohnberechtigungsscheinen. Diese Wohnungen sollen im nächsten Jahr bezogen werden. Die Baugenossenschaft will auf einem neuen Weg den Wohnungsmangel in Bonn lindern und ein innenstadtnahes, attraktives und bezahlbares Wohnangebot machen.
Verena Hubertz Foto: Hubertz