Politik | 08.03.2013, 15:29 Uhr

Bonn soll als Zentrum für internationale Zusammenarbeit ausgebaut werden

SPD bekennt sich im Regierungsprogramm klar zur ehemaligen Bundeshauptstadt und der Region

Region. Gute Nachrichten für die Region Bonn: Im Entwurf ihres Regierungsprogramms fordert die Bundes-SPD den Ausbau der Bundesstadt als Zentrum für internationale Zusammenarbeit, nennt Bonn das „zweite bundespolitische Zentrum“, will die Bundesstadt „auf Grundlage des Berlin-Bonn-Gesetzes“ stärken und nennt eine „dauerhafte vertragliche Regelung“ zwischen der Region, den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie dem Bund als Ziel.

Entsprechend freuen sich die regionalen SPD-Bundestagsabgeordneten Andrea Nahles, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Ulrich Kelber: „Das ist ein optimales Ergebnis für die Region Bonn, das wir gerade auch der Unterstützung der Landesregierungen in Düsseldorf und Mainz zu verdanken haben. Jetzt hoffen wir, dass auch andere Parteien solche klaren Aussagen in ihre Regierungsprogramme aufnehmen, damit ein klares Bekenntnis zur Region Bonn später auch in möglichen Koalitionsvereinbarungen auftaucht.“

Arbeitsteilung sichert Tausende Jobs in der Region

Die Ahrweiler Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles, die auch Generalsekretärin der SPD ist, betont die Bedeutung des Berlin-Bonn-Gesetzes für die Arbeitsplätze in der Region: „Die Arbeitsteilung funktioniert und sichert weit über zehntausend Jobs in unserer Region. Die schleichende Aushöhlung des Gesetzes durch Abzüge Richtung Berlin über das im Gesetz erlaubte Maß hinaus, wie derzeit unter der Regierung Merkel, wird es mit der SPD nicht geben.“

Die Altenkirchener Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler verweist darauf, dass die SPD die Stärkung des Internationalen Zentrums Bonn als Teil einer Erneuerung der Außenpolitik versteht: „Bonn bietet der deutschen Politik als Ort der Debatte über Entwicklung, Forschung, Nachhaltigkeit und Gesundheit große Chancen. Das ist eine Dienstleistung, die unsere Region für das ganze Land erbringt.“

Vertrag zwischen Bund, Ländern und Region gefordert

Bonns Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber, der auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion ist, begrüßt das Bekenntnis der SPD zum Abschluss eines Vertrags zwischen Bund, den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der Region Bonn: „Wir erleben seit Jahren, wie das Berlin-Bonn-Gesetz unterlaufen wird. Der Ausbau des Internationalen Zentrums ist abhängig von Einzelinitiativen, viele rechtliche Fragen sind ungeklärt. Ein Vertrag, der die Ausgestaltung des Gesetzes detailliert klärt, gibt uns endlich eine verbindliche Grundlage, so wie es auch der Bonner Stadtrat vor kurzem gefordert hat.“

Im Entwurf des SPD-Regierungsprogramms, das auf dem Parteitag am 14. April in Augsburg beschlossen werden soll, heißt es: „Der deutsche UN-Standort Bonn wird als Ort der internationalen Zusammenarbeit ausgebaut. In diesem Zusammenhang wird die Rolle der Bundesstadt Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum Deutschlands auf Grundlage des Berlin-Bonn-Gesetzes gestärkt und im Dialog mit der Region sowie den Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine dauerhafte vertragliche Regelung vorbereitet.“ Pressemitteilung Büro des

MdB Andrea Nahles (SPD)

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