Politik | 20.01.2026

Acht Jahre Bürgermeister von Remagen

Eine ehrliche Bilanz

Björn Ingendahl.  Foto: Jessy Müller

Remagen. Der Remagener Bürgermeister Björn Ingendahl blickt auf seine achtjährige Amtszeit als Bürgermeister. „Als ich mich vor acht Jahren um das Amt des Bürgermeisters beworben habe, habe ich den Menschen in Remagen konkrete Versprechen gegeben. Heute ist mir wichtig, offen zu sagen, was daraus geworden ist.

Ich bin mit dem Anspruch angetreten, zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und Remagen gemeinsam weiterzuentwickeln. Beteiligung war dabei von Anfang an zentral: Bürgersprechstunden, Jugendbeteiligung, ein eigener Jugendbeirat und echte Mitsprache bei Verkehrs- und Stadtentwicklungsprojekten sind heute selbstverständlich. Das war Arbeit – aber sie hat unsere Stadt offener und lebendiger gemacht.

Der soziale Zusammenhalt liegt mir persönlich am Herzen. Mit dem öffentlichen Treffpunkt R(h)einkommen am Platz an der alten Post ist ein Ort entstanden, an dem Begegnung einfach passiert. Mit einer festen Ehrenamtskoordinatorin geben wir den vielen Engagierten Rückhalt und Anerkennung. Remagen hält zusammen – nicht von selbst, sondern weil Menschen dafür arbeiten.

Wir haben unsere Stadt sicherer und zugänglicher gemacht: Tempo 30 in Ortskernen, neue Querungshilfen, bessere Wege für Rad- und Fußverkehr, barrierefreie Bahnhöfe und Gebäude. Das sind keine großen Schlagzeilen, aber spürbare Verbesserungen im Alltag.

Nicht alles ist gelungen. Beim Bahnlärm konnten wir trotz intensiver Bemühungen keine Lösung erreichen. Die Zuständigkeit liegt bei der Bahn, die vorgeschlagenen Maßnahmen fanden vor Ort keine Akzeptanz. Das Ergebnis ist unbefriedigend – und trotzdem bleibt das Thema auf meiner Agenda.

Gleichzeitig haben wir Chancen genutzt: Die Anerkennung des Niedergermanischen Limes als UNESCO-Welterbe, neue Impulse für Tourismus und Innenstadt, Investitionen in Kitas, Schulen und generationenübergreifende Angebote. Heute können wir jedem Kind über zwei Jahre einen Kita-Platz anbieten – das ist keine Selbstverständlichkeit.

Dann kamen die Krisen: Corona, die furchtbare Flut im Ahrtal, der Krieg in der Ukraine. Momente, in denen Führung nicht theoretisch ist. Gemeinsam mit Verwaltung, Feuerwehr, Ehrenamtlichen und vielen Bürgerinnen und Bürgern haben wir gehandelt. Und wir haben gelernt: Remagen ist heute krisenfester – mit Notstromversorgung, Notheizung und klaren Strukturen für den Ernstfall.

Auch unsere Verwaltung habe ich Schritt für Schritt modernisiert: digitale Prozesse, digitale Ratsarbeit. Aktuell prüfen wir, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll eingesetzt werden kann – nicht als Selbstzweck, sondern um Mitarbeitende zu entlasten und den Service für die Menschen zu verbessern.

Das ist ein Teil meiner Bilanz nach acht Jahren. Sie ist nicht perfekt – aber sie ist ehrlich.

Remagen hat sich weiterentwickelt, und diese Entwicklung möchte ich verlässlich fortsetzen. Als Bürgermeister für die ganze Stadt: ansprechbar, nahbar und gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deswegen kandidiere ich am 22. März erneut für das Amt des Bürgermeisters.“

Pressemitteilung

Björn Ingendahl

Björn Ingendahl. Foto: Jessy Müller

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