Politik | 29.01.2026

CDA steht zum Recht auf Teilzeit

Neuwied. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Neuwied kritisiert den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag, mit dem das gesetzlich verankerte Recht auf Teilzeit erheblich eingeschränkt werden soll.

„Der Antrag arbeitet mit Unterstellungen und trifft am Ende die Falschen: Beschäftigte in belastenden Lebenslagen, Familien und Menschen in Niedriglohnbereichen“, erklärt die CDA-Kreisvorsitzende Roswitha Gottbehüt. „Wer Teilzeit pauschal als ‚Lifestyle‘ etikettiert, verkennt die Lebensrealität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Teilzeit entstehe in der Praxis selten aus Bequemlichkeit.

„Wenn wir wirklich mehr Arbeitsstunden mobilisieren wollen, dann brauchen wir bessere Rahmenbedingungen, Anreize, die motivieren anstatt verbieten“, betont der CDA-Vorstand. Es braucht ausreichende verlässliche Kinderbetreuung, eine tragfähige Pflegeinfrastruktur und Weiterbildungsmöglichkeiten, die zur Rückkehr in Vollzeit befähigen. Teilzeit darf nicht zur Falle werden, sondern muss Teil moderner Arbeitsrealitäten bleiben.

Pressemitteilung

CDA Kreis Neuwied

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Kommentare
29.01.202611:38 Uhr
Siegfried Kowallek

Sehr gut, dass sich die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Neuwied so deutlich gegen den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag ausspricht, den man auch als Klassenkampf von oben bezeichnen kann. Von "Lifestyle-Teilzeit" zu sprechen, ist reiner Populismus. Die Rahmenbedingungen, damit mehr als Teilzeit gearbeitet wird, bleiben nämlich völlig außen vor, und mit dem Lifestyle-Begriff wird alles dem Einzelnen angelastet. Jemanden zur Mehrarbeit zu zwingen, erhöht zwar die Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz, Zwang führt jedoch nicht unbedingt zu Produktionsgewinn, Anreize wären sinnvoller. Der Personalmangel würde zudem größer, wenn Teilzeitarbeitende lieber ganz aufhörten als sich zum längeren Arbeiten zwingen zu lassen. In einer Demokratie ist es schließlich nicht Aufgabe der Politik, derart rigoros in den individellen Lebensbereich der Menschen einzugreifen.

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