Politik | 22.02.2019

Neue Wohnanlage für Bad Bodendorf

Charakter des Kurparks soll erhalten bleiben

Heute versprüht der in die Jahre gekommene Kurpark einen gewissen maroden Schick. Im Zentrum der neuen Wohnanlage soll aber wieder eine öffentliche Parkfläche entstehen. Foto: BL

Bad Bodendorf. Fast 50 Zuhörer waren in den Winzerverein gekommen um sich über die geplante Bebauung des Kurparks zu informieren. Das 17.200 Quadratmeter große Gelände soll vom Kurpark zum Wohnpark werden. Eigentümer Harald Monschau und Architekt Carsten Herges stellten die ersten Vorplanungen vor und konnten sich der Aufmerksamkeit der Zuhörer sicher sein.

Der Plan war vor einigen Wochen bereits im Sinziger Bauausschuss vorgestellt worden und sieht den Bau von 60 bis 100 Wohnungen in barrierefreier Bauweise vor. Insgesamt sollen fünf dreieinhalbstöckige Gebäude entstehen die mit Tiefgaragen unterkellert sind. Der größte Block, hin zur Burggrafenstraße gelegen, ist dabei als Erweiterungsbau des Seniorenzentrums Maranatha zu verstehen. Verwaltung und Großküche sollen dort einziehen, wie Harald Monschau erläuterte. Der Charakter des Kurparks soll dabei in gewisser Weise erhalten bleiben. Die Gebäude konzentrieren sich um ein parkähnliches Gelände, das auch der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Der Abstand zur derzeitigen Mineralwasserentnahmestelle soll dabei gewahrt bleiben. Erhalten bleiben soll auch das Pumpenhäuschen des Technikmuseums. Keine Chance wird es dagegen für die marode Trinkhalle geben.

Die Macher des Wohnparks im Kurpark und die Stadt Sinzig gehen bei diesem Projekt dabei ungewöhnliche Wege. Denn noch ist man in einem ganz frühen Vorverfahren sucht aber trotzdem schon die Beteiligung der Öffentlichkeit. Dies fand auch in Bad Bodendorf großen Beifall. Der geschätzte Vorteil hat allerdings auch gewisse Nachteile. Denn natürlich liegen längst noch nicht detaillierte Vorplanungen, wie etwa in einem förmlichen Bebauungsplanverfahren vor. Aber bereits im Vorverfahren können alle Vorschläge und Hinweise aus der Bevölkerung und von den Trägern öffentlicher Belange bis hin zur Dorfgemeinschaft eingebracht werden. Dies gilt natürlich auch für den Förderverein des nostalgischen Thermalbades oder den Quellenschutzbeauftragten Bernhard Knorr.

Keine Kritik seitens der Bürger

Große Kritik oder Gegenwind gab es bei der Veranstaltung im Ortsbeirat nicht. Die Bad Bodendorfer wissen, in welchem Zustand ihr Kurpark ist und dass auch in ihrem Ort Wohnungen ein hochbegehrtes Gut sind. Viele Nachfragen zu den Details konnten dann aber logischerweise noch gar nicht beantwortet werden. Aber den Machern ist klar, dass die Grundwasserproblematik, mögliche Ahrhochwasser oder das bestehende Quellenschutzgebiet eine ganze Reihe von Herausforderungen bergen. Die Bad Bodendorfer nahmen nun zunächst einmal die Planungen mit großer Gelassenheit und sehr viel Sachlichkeit zur Kenntnis. Wie es weiter geht und wann die ersten Bagger anrücken könneen, steht natürlich noch etwas in den Sternen. Das Thema wird in Bad Bodendorf aber weiterhin akut bleiben. Auch die Stolpersteine zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürger waren Thema. Der Rat der Stadt Sinzig hatte in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Dieser galt ausdrücklich auch für die Ortsteile. Im Detail soll nun geklärt werden, wo in Bad Bodendorf entsprechende Stolpersteine verlegt werden können. BL

Heute versprüht der in die Jahre gekommene Kurpark einen gewissen maroden Schick. Im Zentrum der neuen Wohnanlage soll aber wieder eine öffentliche Parkfläche entstehen. Foto: BL

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