Politik | 24.02.2019, 09:00 Uhr

Neue Wohnanlage für Bad Bodendorf

Charakter des Kurparks soll erhalten bleiben

Heute versprüht der in die Jahre gekommene Kurpark einen gewissen maroden Schick. Im Zentrum der neuen Wohnanlage soll aber wieder eine öffentliche Parkfläche entstehen. Foto: BL
150

Bad Bodendorf. Fast 50 Zuhörer waren in den Winzerverein gekommen um sich über die geplante Bebauung des Kurparks zu informieren. Das 17.200 Quadratmeter große Gelände soll vom Kurpark zum Wohnpark werden. Eigentümer Harald Monschau und Architekt Carsten Herges stellten die ersten Vorplanungen vor und konnten sich der Aufmerksamkeit der Zuhörer sicher sein.

Der Plan war vor einigen Wochen bereits im Sinziger Bauausschuss vorgestellt worden und sieht den Bau von 60 bis 100 Wohnungen in barrierefreier Bauweise vor. Insgesamt sollen fünf dreieinhalbstöckige Gebäude entstehen die mit Tiefgaragen unterkellert sind. Der größte Block, hin zur Burggrafenstraße gelegen, ist dabei als Erweiterungsbau des Seniorenzentrums Maranatha zu verstehen. Verwaltung und Großküche sollen dort einziehen, wie Harald Monschau erläuterte. Der Charakter des Kurparks soll dabei in gewisser Weise erhalten bleiben. Die Gebäude konzentrieren sich um ein parkähnliches Gelände, das auch der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Der Abstand zur derzeitigen Mineralwasserentnahmestelle soll dabei gewahrt bleiben. Erhalten bleiben soll auch das Pumpenhäuschen des Technikmuseums. Keine Chance wird es dagegen für die marode Trinkhalle geben.

Die Macher des Wohnparks im Kurpark und die Stadt Sinzig gehen bei diesem Projekt dabei ungewöhnliche Wege. Denn noch ist man in einem ganz frühen Vorverfahren sucht aber trotzdem schon die Beteiligung der Öffentlichkeit. Dies fand auch in Bad Bodendorf großen Beifall. Der geschätzte Vorteil hat allerdings auch gewisse Nachteile. Denn natürlich liegen längst noch nicht detaillierte Vorplanungen, wie etwa in einem förmlichen Bebauungsplanverfahren vor. Aber bereits im Vorverfahren können alle Vorschläge und Hinweise aus der Bevölkerung und von den Trägern öffentlicher Belange bis hin zur Dorfgemeinschaft eingebracht werden. Dies gilt natürlich auch für den Förderverein des nostalgischen Thermalbades oder den Quellenschutzbeauftragten Bernhard Knorr.

Keine Kritik seitens der Bürger

Große Kritik oder Gegenwind gab es bei der Veranstaltung im Ortsbeirat nicht. Die Bad Bodendorfer wissen, in welchem Zustand ihr Kurpark ist und dass auch in ihrem Ort Wohnungen ein hochbegehrtes Gut sind. Viele Nachfragen zu den Details konnten dann aber logischerweise noch gar nicht beantwortet werden. Aber den Machern ist klar, dass die Grundwasserproblematik, mögliche Ahrhochwasser oder das bestehende Quellenschutzgebiet eine ganze Reihe von Herausforderungen bergen. Die Bad Bodendorfer nahmen nun zunächst einmal die Planungen mit großer Gelassenheit und sehr viel Sachlichkeit zur Kenntnis. Wie es weiter geht und wann die ersten Bagger anrücken könneen, steht natürlich noch etwas in den Sternen. Das Thema wird in Bad Bodendorf aber weiterhin akut bleiben. Auch die Stolpersteine zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürger waren Thema. Der Rat der Stadt Sinzig hatte in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Dieser galt ausdrücklich auch für die Ortsteile. Im Detail soll nun geklärt werden, wo in Bad Bodendorf entsprechende Stolpersteine verlegt werden können. BL

Heute versprüht der in die Jahre gekommene Kurpark einen gewissen maroden Schick. Im Zentrum der neuen Wohnanlage soll aber wieder eine öffentliche Parkfläche entstehen. Foto: BL

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Image
Jahreskampagne 6. Anzeige - Herbstvergnügen
Heimat aktiv erleben
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Phantombild Tatverdächtiger
563

Köln. Die Polizei in Köln ist derzeit auf der Suche nach einem mutmaßlichen Räuber und nutzt dazu Bilder aus einer Überwachungskamera. Der Verdächtige soll am 31. Oktober 2025 gegen 19.30 Uhr in der Nähe des Neumarkts in der Kölner Innenstadt einem Mann ins Gesicht geschlagen und ihm die Tasche entrissen haben. Nach der Tat flüchtete der Angreifer mit seiner Beute.

Weiterlesen

Seit dem 3. Juni 2026 ist die Bonner Nordbrücke gesperrt.
144

Die städtische Taskforce prüft weitere Maßnahmen, um die Auswirkungen der Sperrung der Nordbrücke auf den Verkehr zu verringern. Dazu zählt auch die Idee, Teile der Strombrücke vorübergehend als Park-and-Ride-Standort (P+R) zu nutzen.

Weiterlesen