Bündnis 90/Die Grünen zur Gülleverteilung im Sinziger Stadtgebiet
Das stinkt zum Himmel?
Sinzig. Die Verteilung von importierter Gülle ist seit Längerem ein Thema, das viele Sinziger Bürger bewegt. Den Grünen in Sinzig liegen nun erstmals Zahlen zu den Importen der letzten sechs Jahre vor. Landwirtschaftliche Betriebe, die Gülle importieren, müssen bei Mengen über 200 Tonnen pro Jahr eine jährliche Meldung an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion machen. Diese Zahlen wurden bisher nicht veröffentlicht. Durch Eskalation an den Transparenzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz und den Verweis auf das Landestransparenzgesetz durch den Fraktionsvorsitzenden Hardy Rehmann liegen diese Zahlen nun erstmals der Sinziger Grünen Fraktion und damit der Öffentlichkeit vor. Importiert werden Schweine- und Rindergülle aus den Niederlanden und aus Nordrhein-Westfalen sowie Gärsubstrate. In Summe wurden in 2016 2.500 Tonnen, in 2017 4.900 Tonnen und in 2018 2.400 Tonnen in das Sinziger Stadtgebiet importiert.
Die regionale Landwirtschaft muss erhalten und gestärkt werden. Dazu gehört aber auch ein Verhalten, dass sowohl die Belange des Wasser- und Naturschutzes als auch gerechtfertigte Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Düngung ist notwendig und Kunstdünger kann sinnvoll durch Gülle und Gärsubstrate ersetzt werden. Zudem ist Gülle nicht gleich Gülle, der Nitratwert und die Konzentration weiterer Inhaltsstoffe ist sehr unterschiedlich. Deshalb hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum vereinbart, dass es hierzu Ende Januar 2020 eine Informationsveranstaltung in Sinzig geben wird, in der die Zahlen im Detail vorgestellt werden und interessierte Bürger Fragen an die Fachleute stellen können. Der genaue Termin der Veranstaltung wird auf der Homepage der Grünen www.gruene-sinzig.de, auf der Facebook-Seite der Sinziger Grünen und in den lokalen Zeitungen bekannt gegeben.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
Ortsverband Sinzig
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