Politik | 26.06.2019

Leserbrief zur Verkehrssituation in Altendorf und Ersdorf

Die Wege des Herrn sind oft sonderbar

Lauscht man den Worten der Verwaltung in Meckenheim, so scheint eine SDR-Messung einer wissenschaftlichen Studie gleichzukommen. Wohingegen das persönliche Empfinden ja nur subjektiv ist. Das ist ihre Wahrheit.

Meine Wahrheit ist eine andere. Mein persönliches Empfinden ist sehr negativ, wenn der Außenspiegel eines Fahrzeugs mit den erlaubten 50 Kilometern pro Stunde nur um Haaresbreite meine Schulter verfehlt, der Fahrer bekommt davon ja nix mit, deswegen ist das nur mein negatives Empfinden, rein subjektiv.

Herren in den besten Jahren erinnern sich gern an ihre beschauliche Kindheit im Doppelort, wie sie in die Bäckerei gingen, um Brötchen zu holen und damit den Eindruck erwecken, hier sei die Welt noch in Ordnung. Damals wie heute. Die Wahrheit ist, dass die ehemalige Bäckerei heute geschlossen ist und der Verkehr sich verändert hat. Welche Sichtweise mag jetzt die objektive und welche die subjektive sein?

Liebe Eltern aus der Unterdorfstraße und anderen benachteiligten Gebieten in Altendorf/Ersdorf, bringt eure Kinder weiter mit dem Auto in die Schule. Die Gesetzeslage zur Verbesserung der Sicherheit ihrer Kinder im Straßenverkehr sieht leider keine Verbesserung vor. Nur unmittelbar vor Schulen und Kindergärten ist ein Tempo 30 möglich. Wie sie und ihre Kinder zu diesen sicheren Orten gelangen, bleibt ihnen überlassen. So ist das leider, Gesetz ist Gesetz.

Die zukünftigen Bewohner des Neubaugebiets wird es hoffentlich nicht betreffen, den Ortskern mal fußläufig zu passieren, es sei denn, der kleine Max vom Viethenkreuz freundet sich mit dem Moritz aus der Unterdorfstraße an, die Wege des Herrn sind oft sonderbar...

Die Querung im Bereich der Kirche ist wärmstens zu empfehlen, wenn sie bereit sind, den Löffel abzugeben. Hätte auch den Vorteil, dass sich mal Unfallschwerpunkte ergeben. Denn ohne die dringend benötigten Unfallzahlen sehen die Behörden bisher keine Notwendigkeit, eine Anordnung zu Tempo 30 zu geben. Und ohne Tempo 30 ist die Errichtung eines Zebrastreifens, wegen mangelnder Sichtachsen, nicht möglich, so sagt man. Dem auswärtigen Besucher möchte man durchaus die Möglichkeit schaffen, sicher und wohlbehalten vom Parkplatz mittels einer Querungshilfe über die L 471 in den gegenüberliegenden, beliebten Landgasthof zu gelangen. Na dann, Prost.

Die 100.000 Euro, die immer wieder in den Mund genommen werden, machen mich ganz schummrig. Mal sind sie da, dann sind sie nicht da, dann sind sie geplant, obwohl sie eigentlich wieder zurückgezahlt werden. Häh?

Bitte nur kein Kokolores, ich sehe das Pressefoto schon: Einweihung der Verschwenkung im Doppelort.

Hätte ich beinahe vergessen, die UWG, das benachteiligte, unabhängige Wesen unserer lieben Gemeinde benötigt unbedingt noch ein paar Sitze im Rat. Um dann endlich diese lästigen Emails der Bürgerinnen und Bürger mit ihren alltäglichen Sorgen und Nöten aus dem gemeinsamen Lebensraum zu beantworten.

Rein subjektive Grüße

Claudia Mehlan, Bi-L471, mehr Lebensqualität für Altendorf und Ersdorf

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
SB Wahlen
Empfohlene Artikel
Blick auf die Grundschule Weststraße in Bad Neuenahr mit den Klassencontainern, in denen während der Bauzeit der neuen Grundschule unterrichtet wird. Foto: GS
37

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule an den drei städtischen Grundschulen für das Schuljahr 2026/2027 von bislang jährlich 450 Euro auf 500 Euro je fünf Betreuungsstunden pro Woche und Kind festzulegen. Die Erhöhung wurde von allen Fraktionen als „moderat“ bezeichnet, Kritik gab es indes daran, dass „das...

Weiterlesen

Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
188

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die sechste Klasse der Realschule Plus in Nachtsheim mit Laachus Botschafterin Monika Schmitz.
7

- Anzeige -Auf Entdeckungsreise durch die Vulkanregion Laacher See

„Laachus-Botschafter“ begeistert Kinder und Jugendliche

Region. Mit dem Projekt „Laachus-Botschafter“ geht es für Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Vulkanregion Laacher See. Ziel des Bildungsangebots des Zweckverbands Vulkanregion Laacher See ist es, jungen Menschen auf spielerische, altersgerechte und interaktive Weise Wissen über die Entstehung der vulkanisch geprägten Landschaft, Umwelt- und Naturschutz sowie soziale Kompetenzen und Werte zu vermitteln.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
6

Viertklässler der Astrid-Lindgren-Schule erleben Geschichte hautnah

Auf den Spuren der Römer

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Hans Dieter Wirtz und dem Moderator Frank Lohse (Mitte, von links) begrüßt Bürgermeister Sven Schnieber (Mitte, rechts) die zahlreichen Teilnehmenden des Betreuungsgipfels.Foto: Stadt Meckenheim
7

Meckenheim. Aktuelle Herausforderungen im Bereich Kindertagesbetreuung zu identifizieren und tragfähige Perspektiven für eine verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung zu eröffnen, mit diesem Ziel hatte die Stadt Meckenheim in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) zum ersten Betreuungsgipfel U6 in den Ratssaal eingeladen. Fachkräfte aus den Kindertageseinrichtungen, Vertreterinnen...

Weiterlesen

Ralf Schweiss
Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Gesundheit im Blick
Rund ums Haus
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Biker Segnung
Innovatives rund um Andernach
Verwaltung Immobilien
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)