Bezahlbaren Wohnraum stärken
Diskussionsabend in Remagen zur Förderung von Wohnraum und neuen Wohnformen mit Verena Hubertz
aus Sinzig
Remagen. Wie kann Wohnen in Zukunft bezahlbar bleiben? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) und Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) bei einem Diskussionsabend im Foyer der Rheinhalle Remagen.
Auf Einladung der Landtagsabgeordneten kamen rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.
Susanne Müller eröffnete den Abend und betonte die große gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass steigende Wohnkosten immer mehr Menschen vor existenzielle Herausforderungen stellen. Bezahlbarer Wohnraum muss deshalb eine politische Priorität sein – auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.“
Einen Einblick aus kommunaler Perspektive gab anschließend die SPD-Kreisvorsitzende und Remagener Stadträtin Sabine Glaser. Sie berichtete unter anderem über das aktuelle Bauvorhaben auf dem kommunalen Grundstück an der historischen Brücke von Remagen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz stellte die aktuellen Schwerpunkte der Bundesbaupolitik vor und erläuterte, mit welchen Maßnahmen der Wohnungsbau vorangebracht werden soll. Bezahlbarer Wohnraum sei eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Mit dem von der Bundesregierung eingeführten „Bauturbo“ sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und damit bessere Voraussetzungen für neuen Wohnraum geschaffen werden. Gleichzeitig seien die Fördermittel für den sozialen und genossenschaftlichen Wohnungsbau ausgebaut worden. Entscheidend sei, dass diese Maßnahmen auch vor Ort bei den Menschen ankommen.
Im anschließenden Austausch, moderiert vom Vorsitzenden der SPD Remagen, Mark Vasic, hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Bundesbauministerin zu richten. Dabei wurde deutlich, dass die Frage nach bezahlbarem Wohnraum auch in Remagen ganz konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze mit sich bringt.
Besonders vielfältige Impulse kamen von ehrenamtlichen Initiativen, die ihre Projekte und Ideen vorstellten. Mit dabei waren unter anderem die Bürgerinitiative „Bezahlbarer Wohnraum mit Rheinblick“, „Gemeinsames Wohnen in Remagen“ sowie „Zusammen Wohnen Eigenständig in Gemeinschaft (ZWEIG)“. Auch der Ehrenvorsitzende des Mieterbundes NRW, Felix von Grünberg, beteiligte sich an der Diskussion und brachte seine langjährigen Erfahrungen bei der Schaffung sozialen Wohnraums ein.
Für Susanne Müller zeigte der Abend, dass neben konkreten Bauprojekten und gezielter Förderung auch neue Ideen gefragt sind: „Die vielen unterschiedlichen Ansätze aus der Bürgerschaft zeigen, welches Potenzial vor Ort vorhanden ist. Neue und gemeinschaftliche Wohnformen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Wohnen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bezahlbar und zugänglich bleibt.“
Der Abend bot damit nicht nur Raum für Information, sondern vor allem für den direkten Austausch zwischen Politik, Initiativen und Bürgerschaft.
Pressemitteilung Susanne Müller MdL
Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten sich in der Rheinhalle eingefunden. Foto: Wahlkreisbüro Susanne Müller
Weitere Themen
Bild: v.l.n.r. Mark Vasic, Bundesbauministerin Verena Hubertz, Susanne Müller, Sabine Glaser Foto: Wahlkreisbüro Susanne Müller