Politik | 24.05.2019, 16:49 Uhr

FDP für breitere und mehr Radwege im Kreis Ahrweiler

„E-Scooter-Einführung erfordert neue Moblilitätskonzepte“

Liberale möchten Verleihsysteme für Elektro-Fahrräder und -Tretroller einführen

Die FDP sieht große Chancen, den Verkehr mit E-Scooter-Systemen für die Zukunft fit zu machen (von links): Ralf Kössendrup, David Jacobs, Alexandra Lieb, Matthias Bertram, Brigitte Schmickler, Sascha Jaeger, Julian Schmickler, und Ulrich van Bebber (vorne) auf einem elektrounterstützten Liegerad. Foto: privat
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Kreis Ahrweiler. Der Bundesrat hat den Weg freigemacht für die Zulassung von sogenannten E-Scooter-Systemen. Die E-Scooter sollen jedoch nicht auf Gehwegen fahren dürfen, sondern nur auf Radwegen oder – falls diese nicht vorhanden sind – auf der Straße.

„Dies stellt völlig neue Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur auch im Kreis Ahrweiler. Wir brauchen mehr und vor allem bessere und breitere Radwege! Nicht nur für die Touristen, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger. Mit den jetzigen schmalen und zum Teil schlechten Radwegen kann dieses neue Verkehrsvolumen nicht bewältigt werden,“ erklärt der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. „Dies ist auch notwendig, um Konflikte und Kollisionen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern, insbesondere den Fußgängern, zu vermeiden. Hier sind noch gravierende Sicherheitsfragen zu klären,“ bekräftigt Christina Steinhausen, Spitzenkandidatin der FDP für den Kreistag.

„Wir müssen jetzt aber darüber nachdenken, E-Tretroller-Verleihsysteme oder E-Fahrrad-Verleihsysteme einzurichten, insbesondere an den Bahnhöfen,“ fordert der Vorsitzende der FDP in Bad Neuenahr-Ahrweiler, David Jacobs.

„Landesgartenschau bietet Chance, Systeme zu testen“

„Vor und während der Landesgartenschau bietet sich hier die Möglichkeit, innovative Verkehrssysteme zu testen und den Verkehr und die Mobilität umweltverträglich sicherzustellen,“ verdeutlicht Matthias Bertram, unter dessen Leitung eine FDP-Arbeitsgruppe vor kurzem ein Konzept zur Mobilität vorgelegt hatte. Darin wurden die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger und die Kopplung insbesondere mit elektrogetriebenen Fahrzeugen vorgeschlagen. Diese Systeme könnten aus seiner Sicht entweder von privaten Anbietern betrieben werden oder aber auch vom Verkehrsverbund VRM oder gar den Ahrtalwerken. Praktisches Beispiel sei der Verkehrsverbund Rhein-Neckar, der sich auf die Einführung von E-Tretrollern vorbereite. Auch in Trier soll demnächst ein Leihsystem für Fahrräder etabliert werden. Eine Kombination aus Fahrrad- und E-Rollerverleih sei ebenso möglich.

„Wichtig ist natürlich, dass hier ein geordnetes System eingerichtet wird, damit nicht später die Räder und Roller wild in der Stadt herumstehen,“ so Jacobs. Die Landesgartenschau 2022 sei ein hervorragendes Testfeld, bei dem gegebenenfalls verschiedene innovative Ansätze und Systeme einem Praxistest unterzogen werden könnten, um einen ersten Baustein für ein modernes und digitalisiertes Netz verschiedener Verkehrsträger aufzubauen.

„Parteiübergreifende Arbeitsgruppe im Kreistag“

Insgesamt müsse das Thema im Rahmen einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe Mobilität 2030 auch im nächsten Kreistag prioritär und intensiv besprochen werden. „Die bisherige Einzelbetrachtung der Verkehrsträger ist nicht mehr zielführend. Themen wie Ahrtalbahn, ÖPNV, Kreisstraßen etc. dürfen wir nicht mehr gesondert diskutieren. Gerade die Einführung von E-Scootern mit der Möglichkeit von Verleihsystemen an den Bahnhöfen zeigt, dass wir die Themen vernetzt und zusammenhängend betrachten müssen“, so Christina Steinhausen abschließend. Die FDP hatte im Kreistag eine entsprechende parteiübergreifende Arbeitsgruppe gefordert. Pressemitteilung des

FDP-Kreisverbands Ahrweiler

Die FDP sieht große Chancen, den Verkehr mit E-Scooter-Systemen für die Zukunft fit zu machen (von links): Ralf Kössendrup, David Jacobs, Alexandra Lieb, Matthias Bertram, Brigitte Schmickler, Sascha Jaeger, Julian Schmickler, und Ulrich van Bebber (vorne) auf einem elektrounterstützten Liegerad. Foto: privat

Die FDP sieht große Chancen, den Verkehr mit E-Scooter-Systemen für die Zukunft fit zu machen (von links): Ralf Kössendrup, David Jacobs, Alexandra Lieb, Matthias Bertram, Brigitte Schmickler, Sascha Jaeger, Julian Schmickler, und Ulrich van Bebber (vorne) auf einem elektrounterstützten Liegerad. Foto: privat

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