Politik | 16.12.2022, 12:48 Uhr

Eine Erfolgsmeldung, wie es sie schon einige Jahre an der Ahr nicht mehr gegeben hat

Eisweinlese im Ahrtal: Frostige Nächte und zufriedene Winzer

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger.  Foto: Weingut Kriechel

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger. Foto: Weingut Kriechel

566

Ahrtal. Der lange Sommer und der prächtige Herbst an der Ahr haben kerngesundes Traubenmaterial möglich gemacht. Eigentlich die besten Bedingungen für eine Eisweinlese im Winter. Allerdings waren in den letzten Jahren die Dezember meist von Temperaturen über dem Gefrierpunkt geprägt. Umso schöner, dass trotz widersprüchlicher Wettervorhersagen in der Nacht auf den 13. Dezember auf der Lauer gelegen wurde, um das Thermometer zu beobachten. Belohnt wurde dieser Eifer beim Weingut Peter Kriechel aus Ahrweiler, denn die Temperaturen fielen auf minus 8,5 Grad Celsius und so konnten gefrorene Spätburgunder-Beeren in der Einzellage Bachemer Karlskopf geerntet werden. Eine Erfolgsmeldung, wie es sie schon einige Jahre an der Ahr nicht mehr gegeben hat.

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger, denn erst dann sind die Trauben komplett gefroren. Für einen perfekten Eisweinjahrgang ist einerseits wichtig, dass die Trauben gesund und ohne Botrytis (Edelfäule) den Herbst überdauern. Andererseits darf die Eiseskälte nicht zu lange auf sich warten lassen, denn sonst leidet die Qualität. Besonders wenn die Trauben mehrfach frieren und bei Sonne wieder auftauen, geht Geschmack verloren. Bei minus sieben bis minus acht Grad frieren die Wasseranteile in den Trauben und nur der süßeste und beste Extrakt bleibt flüssig. Kein Wunder also, dass für das Weingut Kriechel von einer Erntemenge mit rund 750 Kilogramm nur rund 100 Liter Eiswein übrig bleiben.

Das Ergebnis ist eine international gefragte Rarität, die problemlos mehrere Jahrzehnte gelagert werden kann. Somit können Weinenthusiasten und Liebhaber des drittkleinsten, deutschen Weinanbaugebiets in den kommenden Jahren nach dem einzigartigen 2022er Eiswein von der Ahr Ausschau halten.

Pressemitteilung Ahrtal-TourismusBad Neuenahr-Ahrweiler e. V.

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger.  Foto: Weingut Kriechel

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger. Foto: Weingut Kriechel

Das zufriedene Weinlese-Team.  Foto: Weingut Kriechel

Das zufriedene Weinlese-Team. Foto: Weingut Kriechel

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
133

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Titelanzeige Remagen
Martinsmarkt Adendorf
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Anzeige Stellensuche Rezeption
Titelanzeige
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
697

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
248

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
109

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen